Donnerstag, 21. Mai 2015

Die Stadt Wien schlug zurück

Wien (OTS) - Jahrzehntelang ließ die Gemeinde Wien den aus den 50er Jahren stammenden Franz Novy Hof in der Ottakringer Gablenzgasse verlottern. Als man 2008 zur Generalsanierung schreiten wollte, protestierten die knapp 200 Mieter gegen die mit den Arbeiten verbundene, saftige Mietzinserhöhung. Vor der Schlichtungsstelle bekamen sie zunächst Recht. Das Projekt ruhte vorerst. Vier Jahre später schlug die Stadt Wien zurück: Sie verklagte die Mieter - und bekam beim Bezirksgericht Hernals grünes Licht für die Generalsanierung. Seit September wird den Gemeindebau-Mietern nun ein fast verdoppelter Zins samt erhöhten Betriebskosten abverlangt. Für die hier vielfach lebenden Mindestrentner, Behinderten oder Arbeitslosen mit oft nur 800 Euro im Monat bedeutet das den finanziellen Kollaps.
47 Prozent der Wiener sehen laut Krone-Umfrage unter der grünen Verkehrsstadträtin und Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou eine Verschlechterung der Verkehrssituation in der Bundeshauptstadt. Lediglich 13 Prozent wollen eine Verbesserung erkennen. Und eine ganz eindeutige Mehrheit - knapp 90 Prozent - der Wiener ist strikt gegen den neuesten Plan von Vassilakou, nämlich die Homo-Ampelpärchen auf Dauer beizubehalten. Diese sollen ihrer Meinung nach innerhalb weniger Tage ja bereits Kultstatus erreicht haben. Zumindest wohl innerhalb einer Minderheit. Dabei wären wirklich sinnvolle Maßnahmen wichtiger, wie etwa die Errichtung von ausreichenden Park and Ride Plätzen am Stadtrand oder ein Ausbau der Schulwegsicherung, wie der Verkehrssprecher der FPÖ Wien, Toni Mahdalik, im FPÖ-TV-Interview sagt.
Mit einem Sympathie-Konzert - wie die Veranstalter es nannten -machten zahlreiche Militärmusikkapellen am Dienstag in Wien eindrucksvoll auf die ihnen drohenden Einsparungen aufmerksam. Verteidigungsminister Gerald Klug will bei ihnen den Sparstift ansetzen. Die Militärmusikfreunde Österreich mit ihrem Obmann Wolfram Baldauf setzen sich für den Erhalt der Militärmusiken ein - in musikalisch repräsentativer Größe mit rund 50 Musikerinnen und Musikern in jedem Bundesland. Dieses Anliegen unterstützend waren bei der Kundgebung auch der Dritte Nationalratspräsident und FPÖ-Vizeparteiobmann Norbert Hofer und die freiheitlichen Abgeordneten Elmar Podgorschek und Reinhard Bösch anwesend.


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen