Samstag, 13. Juni 2015

BAWAG kürzt Wien den Kreditrahmen

Die BAWAG hat der Stadt Wien den Überziehungsrahmen um 205 Mio. Euro gekürzt, schreibt der „Standard“. Die Entscheidung auf Druck der Risikoabteilung der Bank sei kurz nach der Freigabe des Frankenkurses gefallen.
Wien habe zwar bei Moody’s die Top-Bonität Aaa, aber die Verschuldung dürfte auf 5 Mrd. Euro steigen, die Frankenaufwertung erhöhe die Verbindlichkeiten um weitere fast 300 Mio. Euro, schreibt die Zeitung. Eine BAWAG-Sprecherin wollte sich laut „Standard“ dazu nicht äußern und berief sich auf das Bankgeheimnis.

Zeitung: „Kürzung nicht aus Jux und Tollerei“

Dabei mache die BAWAG mit dem Zahlungsverkehr viel Geschäft mit der Stadt. Außerdem seien Kredite an die öffentliche Hand begünstigt, weil sie nicht mit knappem Eigenkapital unterlegt werden müssen.
Auch dieser Aspekt zeigt in den Augen von Branchenkennern, dass die BAWAG die Kürzung nicht aus Jux und Tollerei vorgenommen habe“, schreibt die Zeitung. Die dem „Standard“ vorliegende Stellungnahme des Risikomanagements zeige aber auch, dass es sich eher um eine Vorsichtsmaßnahme handle. Mit Minus versehen die Risikowächter das hohe Franken-Exposure und den Umstand, dass der „Wien-Komplex“ bei der BAWAG bereits über ein Limit von 1,45 Mrd. Euro verfüge. Neben der Stadt (1,074 Mrd. Euro) sind beispielsweise auch die Stadtwerke und die Holding Bankkunden.

Schuldenstopp in Wien wackelt

Laut Stabilitätspakt hätte die Stadt Wien im nächsten Jahr keine neuen Schulden machen sollen. Laut Finanzstadträtin Renate Brauner (SPÖ) könnte nun - je nach wirtschaftlicher Lage - doch eine Neuverschuldung möglich sein.
Brauner präsentierte am Dienstag den Wiener Rechnungsabschluss für das Jahr 2014. Die Schulden der Stadt Wien wuchsen im Vorjahr um etwas mehr als 258 Millionen Euro an. Der Schuldenstand erhöhte sich auf rund 4,9 Milliarden Euro. Die Gesamtausgaben bzw. -einnahmen beliefen sich auf 12,344 Mrd. Euro - mehr dazu in Schuldenstopp in Wien wackelt.

Scheinbar habe die Bank dazugelernt. Nicht so die Wiener Verlierer-Koalition. Durch den Optimierungsprozess, in dem die Bawag sich momentan befindet, muss sie sich genau anschauen, wer noch kreditwürdig ist - auf die Stadt Wien trifft das offenbar nicht mehr zu. Durch die jahrelang vollkommen verpatzte Finanzpolitik der SPÖ-Stadträtin Renate Brauner steht Wien kurz vor der Pleite. Wien hat Rekord-Schulden von mittlerweile mehr als fünf Milliarden Euro, den Rekord-Gebührenwucher, der den Bürgern kaum noch Luft zum Atmen lässt, und die verunglückten Währungsspekulationen, die größtenteils unbeirrt weitergeführt werden. Das Gesundheitssystem steht vor dem Kollaps. Polizeistationen werden dichtgemacht. Die Bürger verarmen zusehends. 400.000 müssen ihr Leben mittlerweile unter der Armutsgrenze fristen - darunter 100.000 Kinder!

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