Sonntag, 14. Juni 2015

1.000 neue Gemeindewohnungen für Wien

Noch vor dem Sommer sollen bis zu vier neue Gemeindebau-Projekte stehen.
Wohnbau. Der erste Gemeindebau mit 120 Wohneinheiten an der künftigen Endstelle der U 1 in Oberlaa ist schon fixiert.
Die politische Konkurrenz der SPÖ glaubte allgemein, dass es bei einem symbolischen Akt beziehungsweise Wahlkampf-Gag bleiben sollte. Man hat sich dabei schwer getäuscht.
Wie ÖSTERREICH jetzt aus dem Rathaus erfuhr, wird die Gemeindebau-Offensive ab sofort mit Hochdruck vorangetrieben. Zusätzlich zum ersten Projekt arbeitet Wohnbaustadtrat Michael Ludwig daran, vor dem Sommer bis zu vier weitere Gemeindebauten vorzustellen.
Kritische Größe. Rechnet man das bekannte Projekt in Oberlaa hinzu, wird die Stadt Wien also ab sofort in die Planung und Errichtung von bis zu 1.000 Gemeindewohnungen einsteigen. „Wir arbeiten daran, die Offensive für Gemeindebauten rasch umzusetzen“, heißt es aus Ludwigs Büro.
Der SPÖ-Stadtrat drückt dabei massiv aufs Tempo
Bis Mittwoch sollen die Verhandlungen fertig sein, ab 1. Juli wird es für alle 15.000 Interessenten für Gemeindewohnungen und die rund 15.000 Menschen, an die jährlich geförderte Wohnungen gehen, viele Neuerungen geben:
Für alle gibt es in der Wohnberatung Wien in der Guglgasse 7-9 in Simmering eine gemeinsame Anlaufstelle. Dort wird nach einheitlichen Kriterien die Wohnform – ob Gemeinde- oder geförderte Wohnung – festgelegt, für die man in Frage kommt.
Statt des „schnellen Fingers“ bei der Anmeldung, wenn Wohnungen auf den Markt kommen, wird künftig zuerst derjenige eingeladen, der sich zuerst angemeldet hat.
Debattiert wird bei den sozialen Kriterien für die Vergabe noch um Bonus-Punkte für die Dauer des Aufenthalts in Wien – dieser Punkt soll Ausländern den Zugang noch weiter erschweren. Ludwig dürfte sich damit rot-grün-intern durchsetzen.


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