Montag, 6. Oktober 2014

Leben im Gemeindebau

Uwe Mauch: Leben im Gemeindebau

Thema des Journalisten und Autors Uwe Mauch ist der Wiener Gemeindebau. Fast 500.000 Menschen wohnen in einer Wiener Gemeindewohnung. Uwe Mauch berichtet über den Ruf und das Leben im „Bau“.
Der Ruf des Gemeindebaus ist schlechter als die Realität. Da kann man nur zustimmen. Der Ruf des Gemeindebaus wird durch Ludwig, Neumayer, Häupl und Wiener Wohnen zerstört.

Uwe Mauch wohnt seit über 40 Jahren im Gemeindebau, in Floridsdorf, unweit der Brünner Straße. Ein Straßenzug, der - wie er sagt - schon zu Depressionen führen kann. Aber der „Bau“, der ist eine andere Welt mit viel Grün und - obwohl die Wohnungen nicht übermäßig groß sind - mit viel Wohnqualität und noch immer gelebter Solidarität unter seinen Bewohnern. Der Ruf des Gemeindebaus ist schlechter als die Realität, davon ist Uwe Mauch überzeugt.

Keine Frage, die Bewohnerstruktur hat sich verändert in den letzten Jahrzehnten, sagt Uwe Mauch: Mehr Menschen mit Migrationshintergrund, aber auch mehr Junge bevölkern Karl-Marx-Hof und Co. Die Konflikte haben sich verändert, aber sie werden gelöst, meint der Autor. Dass in Wien seit 2004 keine neuen Gemeindewohnungen mehr gebaut werden, das sei kurzsichtig, meint Uwe Mauch. Und nicht nur deshalb ist für ihn klar: Ausziehen will er aus seinem „Bau“ nicht.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen