Montag, 19. Mai 2014

Die Mieter im Gemeindebau befürchten Mehrkosten nach einer teurer gewordenen Sanierung

Die Sanierungskosten der Prager Straße 31 haben sich von rund sechs auf acht Millionen Euro erhöht.

Das kennen wir schon. Ein alter Hut. Siehe dazu auch:  http://wp.me/ppWn1-27,


FLORIDSDORF. "Wir sind ja froh, dass unser Bau saniert wurde, aber die Mietzinserhöhung trifft uns halt alle hart", beklagt sich Chantal Weber. Die 27-Jährige wohnt mit ihrer Tochter in der erst kürzlich sanierten Prager Straße 31. Der erhöhte Mietzins durch die Sanierungskosten ist jedoch eine Bürde, die die junge Mutter nur schwer tragen kann.

2 Millionen Euro mehr

"2009 hat man die Anlage zu sanieren begonnen. Die damals veranschlagten Kosten betrugen 6,05 Millionen Euro", weiß der Floridsdorfer Politiker Hans Jörg Schimanek. Bei der Endabrechnung stellte sich jedoch heraus, dass die Sanierung deutlich mehr kosten wird, als bisher angenommen, nämlich 8,05 Millionen Euro. Nach der üblichen Mietzinserhöhung bei Sanierungen wurde seitens Wiener Wohnen eine weitere fünfjährige Mietzinserhöhung beantragt. 
"Die Schlichtungsstelle hat zwar abgelehnt, aber eine neue Verhandlung wird folgen", sagt Schimanek. Der Lokalpolitiker befürchtet, dass in der Abrechnung der Bauarbeiten Unstimmigkeiten zu finden seien. Insbesondere haben sich die Nebenkosten von 577.000 Euro auf 952.000 Euro fast verdoppelt.


Mehrkosten nicht unüblich


Seitens Wiener Wohnen versucht man zu beschwichtigen: "Ja, im Zuge der Sanierung kamen weitere Kosten hinzu, die zuvor schwer abzusehen waren. Das ist aber nicht unüblich", erklärt Renate Billeth.
Auch die erste Ablehnung der Schlichtungsstelle sei der übliche Weg, so Billeth. Momentan liege die Endabrechnung bei der zuständigen Stelle und werde erneut geprüft. "Die Schlichtungsstelle wird jetzt feststellen, ob aufgrund der Mehrkosten von 2 Millionen Euro eine weitere Erhöhung notwendig ist", erklärt die Pressesprecherin von Wiener Wohnen.

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