Donnerstag, 1. Januar 2015

Ludwig/Edlinger: Tatkräftige Unterstützung für SeniorInnen im Bereich des Wohnens


Mit 1.1.2015 gelten für ältere GemeindemieterInnen, die in eine kleinere Wohnung wechseln, vergünstigte Konditionen. Weiters gibt es für SeniorInnen eine neue Förderung für Umbaumaßnahmen.


Es dürfte doch einem jeden klar sein um was es sich dabei handelt. Wieder so ein Schwindel den Wiener Wohnen als einen wichtigen Beitrag hinstellt. Der ältere Mieter sitzt schon lange in der Wohnung, ich bin 51 Jahre in der Wohnung gesessen, dass war Wiener Wohnen zuviel. Der Mieter muss raus, die Wohnung muss adaptiert werden, muss zu einer Kategorie-A Wohnung gemacht werden, damit der Zins, die Miete angepasst werden kann. Es geht hier nicht um die Mieter, es geht auch nicht um eine Wohnung die den Bedürfnissen des aktuellen Lebensabschnittes besser entspricht, so wie das Wiener Wohnen hinstellen möchte, es geht, um Profit. Der Profit ist heilig, auch für Wiener Wohnen. Nicht alle älteren Mieter werden sich auf diesen Kuhhandel einlassen, es werden nur wenige sein.

Wien (OTS) - Um SeniorInnen maßgeschneidertes Wohnen zu ermöglichen, verstärkt die Stadt Wien ihr Maßnahmenpaket für die ältere Generation mit zwei Neuerungen. Mit der Aktion 65Plus unterstützt Wiener Wohnen ab sofort MieterInnen bei einem Wechsel auf eine kleinere Gemeindewohnung, die den Bedürfnissen des aktuellen Lebensabschnittes besser entspricht. Außerdem greift die Stadt Wiener SeniorInnen - MieterInnen, aber auch Eigenheim- und KleingartenwohnhausbesitzerInnen - seit Ende November des heurigen Jahres im Rahmen einer neuen Förderaktion für altersgerechte Adaptierungsmaßnahmen finanziell unter die Arme. ****

"Maßnahmen für Seniorinnen und Senioren bilden einen wesentlichen Schwerpunkt in der Wiener Wohnbaupolitik, den wir kontinuierlich ausbauen. So leistet die Aktion 65Plus von Wiener Wohnen einen wichtigen Beitrag dazu, älteren Gemeindemieterinnen und -mietern bedarfsgerechten Wohnraum zur Verfügung zu stellen. Darüber hinaus sorgt eine neue Förderaktion der Stadt unabhängig von der Wohnform für eine finanzielle Entlastung um bis zu 4.200 Euro, wenn altersgerechte Umbauten durchgeführt werden", erklärt Wohnbaustadtrat Michael Ludwig.

Neuerungen, die auch der Pensionistenverband Österreichs (PVÖ) begrüßt. Rudolf Edlinger, Vizepräsident des PVÖ und Vorsitzender der Landesorganisation Wien: "Sowohl die Aktion 65plus als auch die neue Förderung für Umbaumaßnahmen für eine verbesserte Barrierefreiheit sind wichtige weitere Schritte, um Seniorinnen und Senioren im Bereich des Wohnens zu unterstützen. Denn die Mehrzahl der älteren Wienerinnen und Wiener möchte möglichst lange in den eigenen vier Wänden wohnen - passender, altersgerechter Wohnraum stellt eine wesentliche Voraussetzung dafür dar."

Zwtl. Aktion 65plus - Wohnungstausch im Wiener Gemeindebau

Das Angebot gilt für alle HauptmieterInnen ab 65, die seit zehn oder mehr Jahren in einer Gemeindewohnung von mindestens 65m2 Größe wohnen. Gewechselt werden kann auf eine Wohnung, die zumindest einen Wohnraum weniger hat, selbstverständlich ist aber auch ein Wechsel von z.B. vier auf zwei Zimmer möglich.
Damit sich der Wechsel auch für jene MieterInnen rechnet, die in ihrer jetzigen Wohnung noch den alten Kategoriemietzins bezahlen, erhalten diese für die neue Kategorie A - Wohnung einen 35-prozentigen Abschlag auf den jeweiligen Richtwertzins.

Beispiel: Für eine 50m2-Wohnung beträgt der Richtwert-Zins inkl. 10 % Ust. 296 Euro. Mit der Aktion 65 Plus: 192 Euro. Die jährliche Ersparnis macht damit ca. 1250 Euro aus!

SeniorInnen mit niedrigem Einkommen können darüber hinaus auch davon profitieren, dass für personenstandsbezogene Wohnungsgrößen die Mietbeihilfe im vollen Umfang greift. Denn Mietbeihilfe kann für Einzelpersonen nur für eine maximale Fläche von 50 m2, für Paare bis zu einer Fläche von 70m2 bezogen werden.

Da gerade mit zunehmendem Alter auch das Bedürfnis nach mehr Wohnkomfort steigt, werden für die Aktion 65Plus ausschließlich Wohnungen der Kategorie A - also mit moderner Ausstattung von Bad, WC und Heizung - angeboten. Ersparnisse ergeben sich bei einer Wohnflächenreduktion durch den geringeren Mietzins- und Betriebskostenanteil sowie niedrigere Strom- und Heizkosten! Besondere Wünsche beim Wohnungswechsel - z.B. Wechsel innerhalb der eigenen Wohnhausanlage oder Wunsch nach einer bequem zugänglichen Erdgeschoßwohnung - werden nach Maßgabe des Wohnungsbestandes selbstverständlich von Wiener Wohnen berücksichtigt. Auch die sogenannte "Direktvergabe" der bisherigen Wohnung an einen geeigneten Nachmieter ist im Rahmen der Aktion möglich. Investitionen und Einrichtungsgegenstände darf man sich in diesem Fall mit bis zu 5.000 Euro vom Nachmieter ablösen lassen.
In den Wiener Gemeindebauten wohnen rund 80.000 Personen der Generation 65plus und damit rund 18 Prozent aller BewohnerInnen. Die Aktion 65Plus unterstützt SeniorInnen mit bedarfsgerechten Wohnraum. Gleichzeitig entsteht dadurch auch ein zusätzliches adäquates Wohnraumangebot für junge Familien mit Kindern.

Neue Förderaktion für altersgerechte Adaptierungsmaßnahmen

Auch WienerInnen ab 65 Jahren, die keine Pflegestufe haben, können damit eine finanzielle Unterstützung für Umbaumaßnahmen, die einer verbesserten Barrierefreiheit dienen, erhalten. Die neue Förderung richtet sich gezielt an Personen und Haushalte, die über ein geringeres Einkommen verfügen. Speziell diese Bevölkerungsgruppe soll bei aufwändigeren Maßnahmen zur Barrierefreiheit finanziell entlastet werden.
Die Förderung - 35 % der Kosten und maximal 4.200 Euro - kann sowohl von MieterInnen als auch von Eigenheim- und KleingartenbesitzerInnen in Anspruch genommen werden. Voraussetzung ist, dass es sich um den Hauptwohnsitz handelt.

Förderbar sind Investitionskosten von 3.000 bis 12.000 Euro für altersgerechte Umbaumaßnahmen. Dazu zählen etwa Maßnahmen für einen barrierefreien Zugang (Rampe, Plattformlift, Hebebühne, motorische Türöffnungshilfe) sowie Ein- und Umbauten für ein seniorInnengerechtes Bad (tragfähige Wände zur Montage von Stütz- und Haltegriffen, bodenebene Dusche, unterfahrbarer Waschtisch, Duschsitze, Thermostatarmatur im Sanitärbereich).
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Um soziale Fairness zu gewährleisten, ist die Förderung an bestimmte Einkommensgrenzen, die sich bereits im sozialen Wohnbau bewährt haben, gebunden. Im Jahr 2014 sind dies bei einem 1-Personen-Haushalt 21.581 Euro netto, bei einem 2-Personen-Haushalt 32.158 Euro netto, bei einem 3-Personen-Haushalt 36.393 Euro netto, bei einem 4-Personen-Haushalt 40.621 Euro netto.

"Im Rahmen eines Beratungsgespräches in der Magistratsabteilung 25 erhalten SeniorInnen, die um eine Förderung ansuchen wollen, nicht nur detaillierte Informationen zur Förderung, sondern auch wichtige ExpertInnen-Tipps rund um die beabsichtigten Umbaumaßnahmen.

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