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Donnerstag, 25. Juni 2020
Altbaumieten
https://kurier.at/wirtschaft/wiener-altbau-mieten-oft-doppelt-so-hoch-wie-erlaubt/400951118
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Montag, 4. Mai 2020
Obdachlos während Cprona
HERNALS/OTTAKRING. Aufgrund der Corona-Maßnahmen der Regierung sollte man sich in den vergangenen Wochen vorwiegend zu Hause aufhalten. Die eigenen vier Wände durften nur für notwendige Erledigungen verlassen werden. Was hat das für Personen bedeutet, die gar kein Dach über dem Kopf haben? Wohnungslose Menschen stehen noch immer vor großen Herausforderungen.
Unterstützung bietet das Chancenhaus Obdach in der Wurlitzergasse 89. Erwachsene und Paare können auch in Zeiten von Corona dort wohnen und Betreuung in Anspruch nehmen. "Wir verspüren bei den Bewohnern in erster Linie große Erleichterung darüber, dass sie jetzt einen Wohnplatz haben, den sie auf absehbare Zeit nicht verlassen müssen", heißt es aus dem Chancenhaus.
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Mittwoch, 4. März 2020
Mittwoch, 5. Februar 2020
Schimmel im gemeindebau
Dienstag, 4. Februar 2020
Samstag, 1. Februar 2020
Mieterparadies wien
Mieterparadies Wien? Wir haben es schon immer gewusst, ein Mythos.
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Nachrichten Immobilien Wien als Mieter-Paradies? Studie zeigt: Das Gegenteil ist der Fall
Noch höhere Kosten und ständig Kündigungsangst
Wien als Mieter-Paradies? Studie zeigt: Das Gegenteil ist der Fall
31.01.2020 | 15:34
Wien lebenswerteste Stadt der Welt
dpaWien gilt laut dem "The Economist" als lebenswerteste Stadt der Welt
Wien gilt vielen deutschen Mietern als Ideal, wenn es um Alternativen zu den angespannten Mietmärkten Hierzulande geht. Eine Untersuchung zeigt jedoch: Als Vorbild für deutsche Städte taugt Wien nur bedingt. Tatsächlich ist die Situation für Mieter in Österreichs Hauptstadt häufig viel schlechter als hierzulande.
Das wichtigste Argument der Wien-Fans: Angeblich seien die Wohnkosten in Österreichs Hauptstadt viel niedriger als in deutschen Großstädten – weil der Staat Vermieter im Zaum halte und zugleich günstigen Wohnraum zur Verfügung stelle.
Jetzt rüttelt eine Untersuchung an diesem Bild. Als Vorlage für deutsche Städte taugt Wien ganz und gar nicht, stellt ein Expertenteam des Empirica-Instituts rund um Harald Simons von der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig fest. Im Gegenteil – gleich in mehreren Punkte schneidet Wien in der Untersuchung schlechter ab als deutsche Pendants.
Zunächst die wichtigsten Erkenntnisse:
Nur in München sind die Kaltmieten noch höher als in Wien.
Hinzu kommen deutlich höhere Nebenkosten und
viel mehr Pflichten für Mieter, einschließlich nicht gerade günstiger Renovierungsarbeiten, sowie
jede Menge Unsicherheiten, was das Mietverhältnis betrifft.
Womöglich haben sich die Wiener Mieter selbst in diese Situation gebracht, obwohl die Ausgangslage einst in der Tat günstig war – und einzig in dieser Hinsicht Vergleiche zur aktuellen Situation in Deutschland zulässt. Was daraus wurde, sollte den Befürwortern des Wiener Systems allerdings zu denken geben.
Denn, so die Studienautoren: Weil die Wiener selbst an das Märchen der niedrigen Mieten glauben, haben sie sich von den Mietern im Laufe der Zeit immer mehr Kostentreiber aufbürden lassen – um nur ja nicht ihre vermeintlichen Privilegien bei der Kaltmiete zu gefährden.
Experten unterscheiden vier unterschiedliche Märkte in Wien
Doch der Reihe nach – schließlich ist das Bild, das die Experten vom Wiener Mietmarkt zeichnen, sehr viel differenzierter als das Allermeiste, was dazu bislang gesagt und geschrieben wurde.
https://www.google.com/url?rct=j&sa=t&url=https://www.focus.de/immobilien/mieten/noch-hoehere-kosten-und-staendig-kuendigungsangst-wien-als-mieter-paradies-studie-zeigt-das-gegenteil-ist-der-fall_id_11614441.html&ct=ga&cd=CAEYACoUMTg0MzU3ODUzMzc4MzY4NzI5NjQyGjVhYjg1NWQ2MzlmMGEzNzE6Y29tOmRlOlVT&usg=AFQjCNFfaIuyvD5Dbq2PnYpad-Wtn-b5Jg
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Donnerstag, 30. Januar 2020
Mythos Wiener wohnen
Über den Wiener Wohnungsmarkt, vor allem die Situation für Mieter, wird zumeist in den höchsten Tönen geschwärmt. Das Thema ist nicht neu: Die Mieten sollen besonders günstig sein, der Markt für Investoren dennoch attraktiv, obwohl streng reguliert, denn er gilt als stabil. Dazu kommt, dass Wien wächst und in Rankings immer wieder zu den lebenswertesten Städten weltweit zählt.
Doch ist Wien tatsächlich ein "Paradies für Mieter" und ein Vorbild für eine bessere deutsche Wohnungspolitik? Eine Studie von Empirica zum Wiener Wohnungsmarkt im Auftrag der Bundesarbeitsgemeinschaft Immobilienwirtschaft Deutschland (BID) hat den Markt analysiert. In manchen Bereichen könnte Wien Modell sein, etwa in Sachen Bodenpolitik, in anderen Bereichen kommen die Studienautoren zu vernichtenden Ergebnissen.
"In der Summe wohnt es sich trotz allem in Wien im Durchschnitt nicht günstiger als in deutschen Metropolen und erst recht nicht sicherer, hochwertiger oder stressfreier." Fazit von Empirica-Ökonom Prof. Dr. Harald Simons
Die Studie stand am 29. Januar in Berlin auch im Mittelpunkt einer Diskussionsrunde unter dem Arbeitstitel "Wohnungsmarkt Wien – Eine wohnungspolitische Analyse aus deutscher Sicht". Teilgenommen haben Empirica-Vorstand Prof. Dr. Harald Simons, Axel Gedaschko, GdW-Präsident und Vorsitzender der BID und der Geschäftsführer des Deutschen Mieterbundes, Ulrich Ropertz, unter der Moderation von Michael Fabricius, Leitender Redakteur Immobilien der "Welt".
Geringere Mieten stehen mehr Mieterpflichten gegenüber
Zumindest im Gemeindebau sind die Wiener Mieten im Vergleich zu jenen deutscher Metropolen zum Teil niedriger. So liegt der Studie zufolge die tatsächlich gezahlte durchschnittliche Bestandsmiete (bruttokalt) beispielsweise in Wiener Altbauten mit 9,20 Euro pro Quadratmeter zwar niedriger als in München (zirka 10,40 Euro pro Quadratmeter), aber deutlich höher als in Berlin (7,52 Euro) oder Hamburg (8,94 Euro).
Dafür, so die Autoren, übernehmen die Mieter in Wien mehr Pflichten als die Mieter in Deutschland, etwa Investitionspflichten. Auch sind sämtliche Nebenkosten, etwa für die Wohnungsverwaltung, auf die Mieter umlegbar, sodass die kalten Betriebskosten in Wien mit 2,35 Euro pro Quadratmeter und Monat zwischen 0,75 und 0,85 Euro pro Quadratmeter höher sind als in den deutschen Metropolen.
"Im Teilmarkt der privaten Altbauten sind die Wiener in der Praxis schlechter gestellt als die Mieter in den deutschen Metropolen. Außerdem ist das hochkomplexe mietrechtliche System, das sich in den Teilmärkten deutlich unterscheidet, sehr streitanfällig." Auszug aus der Empirica-Studie
Neuvertragsmiete ist nicht gleich Neuvertragsmiete
Das mit knapp zehn Prozent kleinste Marktsegment sind in Wien die privaten, frei finanzierten Mietwohnungen und in Bezug auf die Regulierung laut Simons "fast vergleichbar mit dem allgemeinen Wohnungsmarkt in Deutschland ohne Mietpreisbremse". Allerdings mit der wesentlichen Einschränkung, dass auch hier sachgrundlose Befristungen des Mietvertrages möglich sind. Die Neuvertragsmieten liegen hier nach Berechnungen von Empirica mit 13,60 Euro pro Quadratmeter bruttokalt etwas höher als in Hamburg (13,13 Euro), aber deutlich niedriger als in München mit 18,79 Euro pro Quadratmeter.
"In der Gesamtzusammenschau ist der Mieter frei finanzierter Wohnungen in Wien etwas schlechter gestellt als in deutschen Metropolen, da bei vergleichbarem Mietniveau die Sicherheit des Mietverhältnisses aufgrund der möglichen Befristung niedriger ist." Auszug aus der Empirica-Studie
Neuvertragsmiete sei auch nicht gleich Neuvertragsmiete, so die Studienautoren, die auch falsch verwendete Begrifflichkeiten dafür verantwortlich machen, dass in der deutschen Öffentlichkeit häufig ein falsches, zu rosiges Bild vom Wiener Wohnungsmarkt entsteht: Die Wiener "Neuvertragsmiete" sei eher mit der deutschen Mietspiegelmiete vergleichbar, die auch in Deutschland deutlich unter den deutschen "Neuvertragsmieten" liege, lautet eine Erklärung.
Gemeindewohnungen, fehlender Neubau und soziale "Entmischung"
Das nach eigenen Angaben größte kommunale Wohnungsunternehmen der österreichischen Hauptstadt ist die "Wiener Wohnen" mit knapp 210.000 Wohnungen (31 Prozent des Mietwohnungsbestandes). Rund 27 Prozent davon sind der Studie zufolge Altbauten aus der Zwischenkriegszeit, darunter der berühmte Karl-Marx-Hof.
Knapp 60 Prozent des Bestandes stammen demnach aus den Baujahren 1950 bis 1970. Die Bestände der Wiener Wohnen liegen laut Sozialraumatlas der Stadt Wien fast ausschließlich in sozial schwachen Baublöcken; nur wenige Gebäude, meist in den zentralen Bezirken, liegen in sozial unauffälligen Baublöcken. Das habe dazu geführt, heißt es in der Studie, dass die soziale Mischung abgenommen habe.
In den vergangenen 40 Jahren hat die Wiener Wohnen nur noch wenige Wohnungen errichtet, 2004 wurde der Neubau völlig eingestellt. Mit der Folge, so die Studie, dass das Unternehmen kein Akteur in der Stadtentwicklung mehr ist, obwohl Wien nach 80 Jahren Bevölkerungsrückgang seit dem Jahr 2000 wieder wächst. 2015 hat die Stadt Wien für den Neubau von Wohnungen eine neue kommunale Gesellschaft, die Wiener Gemeindewohnungsbaugesellschaft mbH, gegründet.
"Deutschen Städten kann daher nicht empfohlen werden, dem Wiener Beispiel zu folgen, ganz abgesehen von der Frage, woher die ganz erheblichen Mittel für den Aufbau des Wohnungsbestandes kommen sollen." Auszug aus der Empirica-Studie
Und was ist mit den geförderten Wohnungen?
Einen Lichtblick bietet der Studie zufolge das Segment der geförderten Wohnungen: Dieser Bereich umfasst rund 26 Prozent des Mietwohnungsbestandes und das Marktsegment wächst dank Neubau. Im Jahresdurchschnitt 2010 bis 2017 wurden pro Jahr 5.900 Geschosswohnungen errichtet, so die Wissenschaftler. Dies entspricht zwischen 60 und 80 Prozent des Geschosswohnungsneubaus in Wien. Bauträger und Eigentümer der geförderten Wohnungen sind neben gemeinnützigen Wohnungsunternehmen und Genossenschaften aber auch private Bauträger.
Die städtebauliche und architektonische Qualität der geförderten Neubauwohnungen ist in Wien besonders hoch und entspricht eher dem höheren Eigentumssegment in Deutschland. Dieser Sektor wird in Deutschland häufig mit "Sozialwohnung" betitelt, was nicht ganz korrekt ist.
Zum einen seien die Einkommensobergrenzen fast dreimal so hoch wie etwa in Berlin (knapp 4.000 Euro netto pro Monat für Ein-Personen-Haushalte), zum anderen müssten Mietinteressenten einen Beitrag zur Finanzierung (Eigenmittelbeitrag) leisten: Bei Erstbezug sind der Studie zufolge 500 Euro pro Quadratmeter einzuplanen, fällig bei Mietvertragsabschluss. Zum dritten hat fast jeder Mieter seit dem Jahr 2000 einen gesetzlichen Anspruch auf den Erwerb seiner geförderten Wohnung zwischen fünf und 30 Jahre nach Fertigstellung.
"Im Ergebnis könnte der geförderte Wohnungsbau in Wien durchaus ein interessantes Modell für Deutschland sein, da er überwiegend dem politischen Ziel einer Erhöhung der Eigentümerquoten dient." Auszug aus der Empirica-Studie
Die Kaufoption besteht bei allen geförderten Wohnungen unabhängig von der Rechtsform des Bauträgers (Gemeinnützige Baugesellschaft, Genossenschaft, gewerblicher Bauträger).
Clevere Idee: Smart-Wohnungen
Vergleichbar mit dem sozialen Wohnungsbau in Deutschland ist eine Unterart des geförderten Wohnungsbaus in Wien: Smart-Wohnungen. Sie zeichnen sich durch einen sehr niedrigen Eigenmittelbeitrag von rund 60 Euro pro Quadratmeter aus. Der sonst vom Mieter zu zahlende Eigenbeitrag wird durch zusätzliche Förderkredite an die Bauträger ersetzt, auch "Superförderung" genannt. Eine Kaufoption für die Mieter besteht nicht. Das Konzept gibt es seit 2012. Die Miete liegt bei monatlich 7,50 Euro pro Quadratmeter bruttokalt. Smart-Wohnungen zeichnen sich durch kleine Wohnflächen aus, die vorgeschrieben sind (durchschnittlich maximal 65 Quadratmeter). Die geringen Wohnflächen erfordern eine besonders kompakte Bauweise.
"Smart-Wohnungen könnten im Vergleich zu deutschen Sozialwohnungen vor allem aufgrund ihrer kostengünstigen Bauart ein interessantes Architekturmodell für Deutschland sein." Auszug aus der Empirica-Studie
Förderung und Bodenpolitik
Die wohnungspolitischen Ausgaben in Wien sind laut Empirica deutlich höher als in deutschen Metropolen und konzentriert auf die Objektförderung: In den Jahren 2018/2019 habe die Stadt Wien pro Einwohner etwas mehr als doppelt so viel für die Neubauförderung ausgegeben als Berlin. Die Subjektförderung ist hingegen ausgesprochen niedrig. In der Bedarfsorientierten Mindestsicherung, vergleichbar mit dem Arbeitslosengeld II in Deutschland, liegen in Wien die Mietobergrenzen für einen Ein-Personen-Haushalt mit 323 Euro pro Monat niedriger als in Berlin (404 Euro), Hamburg (481Euro) oder München (660 Euro).
"Ein mögliches Vorbild für Deutschland kann die Bodenpolitik Wiens sein. Die Stadt betreibt eine viel aktivere Bodenvorratspolitik als deutsche Städte." Auszug aus der Empirica-Studie
Der Bodenfonds verfügte der Studie zufolge Ende 2018 über einen Flächenvorrat, der für zehn Jahre ausreicht, obwohl der größere Teil des gesamten Neubaus von Mehrfamilienhäusern auf Flächen des Bodenfonds realisiert wird. Wohnbauland wird zu Preisen von gerade einmal 240 bis 300 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche verkauft, was höchstens ein Viertel der Baulandpreise in deutschen Metropolen ist.
Entscheidend für den Erfolg: Der Bodenfonds kann beim Ankauf von Bauerwartungsland von privaten Eigentümern aus einer echten Monopolposition heraus verhandeln; und Eigentümer von Bauerwartungsland können faktisch nur an den Bodenfonds verkaufen, sodass dieser die Preise diktiert. In Deutschland sehen sich die Kommunen demnach häufig einem faktischen Monopolisten gegenüber, der die Preise diktiert und warten kann.
Donnerstag, 14. September 2017
Zwangsbeglückung durch Wiener Wohnen - Mieter werden Bevormundet...

Wien: 20er Bau | Es gibt Menschen die abolut kein Werbematerial an der Tür oder in Ihren Postkästen haben möchten. Dafür gibt es diverse Aufkleber, welche den Verteilern signalisieren, das Werbung unerwünscht ist. So war heute die Diskussion mit einen Verteiler, der die Zeitung "zuHause" herausgegeben von Wiener Wohnen verteilte und in jeden Briefkasten stopfte. Darauf angesprochen, meinte dieser, das sein Chef gesagt hat, er müsse es auch in jene Postkästen stopfen, welche durch Aufkleber den einwurf von Nicht persönlich adressierten Sendungen untersagt. Bei einem Telefongespräch mit diesen vermeintlichen Chef wurde mir erklärt, das der Auftraggeber, also "Wiener Wohnen" darauf besteht, jeden Mieter damit zwangsweise zu beglücken.
So sorgt Wiener Wohnen nicht nur für volle Papiercontainer, da diese Zeitungen ungelesen dahin wandern, sondern es wird noch unnötig die Umwelt belastet und das Geld zum Fenster hinaus geworfen. Abgesehen, das den Mietern das Recht genommen wird, selbst zu entscheiden was in Ihren Postkasterln landen darf und was nicht.
Einige Mieter sehen das Bevormundung, um nicht zu sagen als Entmündigung durch Wiener Wohnen.
Mittwoch, 13. September 2017
Zu fünft auf 46 m2
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Freitag, 8. September 2017
Meinl-Reisinger wieder einmal alles verschlafen
NEOS Wien/Meinl-Reisinger: RH-Bericht zu Wiener Wohnen bestätigt Misswirtschaft unter Ludwig
Beate Meinl-Reisinger: „Nicht mal einen Hausmeisterposten würde ich Michael Ludwig anvertrauen.“
Wien (OTS) - „Nach den Ermittlungen gegen zahlreiche Mitarbeiter von Wiener Wohnen bezüglich Bestechlichkeit zeigen sich jetzt auch die finanziellen Auswirkungen der Misswirtschaft bei Wiener Wohnen. Laut Krone-Bericht, in dem erste Ausschnitte eines Rechnungshofberichts zitiert werden, ist Wiener Wohnen mit 833 Millionen Euro in der Miese. Unglaubliche 121 Millionen Euro sind alleine durch fehlerhafte Abrechnungen als Verlust entstanden. Wohnbaustadtrat Ludwig hat seinen Laden eindeutig nicht mehr unter Kontrolle. Vermutete Korruptionsfälle und die nun abermals bestätigte Misswirtschaft sind untragbar für diese Stadt“, so Beate Meinl-Reisinger, Klubvorsitzende von NEOS Wien.
„Die Begründung des Herrn Stadtrats, dass mit den 833 Millionen Euro Wohnbauten saniert wurden, ist natürlich Humbug: Wiener Wohnen hebt jedes Jahr 50 Millionen Euro an Erhaltungs- und Verbesserungsbeiträgen von seinen Mietern ein, mit denen diese Sanierungsarbeiten finanziert werden“, stellt Meinl-Reisinger klar.
„Einer der Gründe für die hohen Verluste: Die Manager von Wiener Wohnen und ihren Tochterfirmen dürfen sich über fette Bezüge und Luxus-Dienstwägen freuen. Das hat nichts mit verantwortungsvollem Umgang mit dem Steuergeld der Wienerinnen und Wiener zu tun“, ärgert sich die Klubobfrau.
„Einer der Gründe für die hohen Verluste: Die Manager von Wiener Wohnen und ihren Tochterfirmen dürfen sich über fette Bezüge und Luxus-Dienstwägen freuen. Das hat nichts mit verantwortungsvollem Umgang mit dem Steuergeld der Wienerinnen und Wiener zu tun“, ärgert sich die Klubobfrau.
„Um die Missstände aufzuräumen, muss hier hart durchgegriffen werden. Wiener Wohnen-Direktor Josef Neumayer muss ebenso in die Verantwortung gezogen werden wie Stadtrat Ludwig und Bürgermeister Häupl. Es kann nicht sein, dass hier wieder einmal alle auf Teflon machen und alles an ihnen abperlt. Dass Michael Ludwig keinesfalls ein geeigneter Nachfolger für Bürgermeister Häupl ist, hat sich nun abermals bestätigt. Oder würden Sie so einem Menschen die Verantwortung für unsere Stadt übergeben? Für unser Wien braucht es einen gewissenhaften Nachfolger, der ein neues Politikverständnis mit sich bringt“, so Meinl-Reisinger abschließend.
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Mittwoch, 1. Februar 2017
Viel Lärm um nichts? Ökostromgesetz: Entwurf ist programmierter Sonnenuntergang
Grundsätzlich sei es erfreulich, dass der Entwurf der kleinen Novelle zum Ökostromgesetz einer öffentlichen Begutachtung zugeführt wurde, erklärt Hans Kronberger vom Bundesverband Photovoltaic Austria (PVA).
"Damit ist das erklärte Regierungsziel einer signifikanten Steigerung des Ökostromausbaus mit Sicherheit nicht erreichbar. Ohne Beseitigung der Schwachstellen im alten Ökostromgesetz wird der Ausbau der Photovoltaik in Österreich durch rein bürokratische Hürden gedrosselt", analysiert Kronberger weiters.
Für die Photovoltaik sei das Papier des Wirtschaftsministeriums ein programmierter Sonnenuntergang. Bei einer intelligenten Gestaltung des Gesetzes sei der Ausbau der Photovoltaik in Österreich ohne einem zusätzlichen Förder-Euro durchaus verdoppelbar, so die Berechnung der Fachleute vom PVA. Kronberger: "Wir hoffen jetzt auf die Oppositionsparteien, dass sie ihr Gewicht bei der Beschaffung der 2/3-Mehrheit für eine vernünftige Regelung in die Waagschale werfen!"
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Montag, 9. Januar 2017
Wohnungsweitergabe Großmutter an Enkel: doppelter Mietzins
Wohnungsweitergabe Großmutter an Enkel: doppelter Mietzins
Sehr geehrte Damen und Herren
Ich wende mich mit einem Anliegen an Sie.
Meine Mutter ist am 17.11.2016 an Bauchspeicheldrüsen Krebs im 82 Lebensjahr verstorben. Mein Sohn der mit ihr in einer Gemeindewohnung gelebt hat würde diese Wohnung in der er seit seiner Kindheit lebt gerne übernehmen. Der Mietzins soll sich jetzt um mehr als das Doppelte erhöhen. Meine Mutter lebte seit beginn an in dieser Wohnung und hat damals einen sehr hohen Baukostenzuschuss bezahlt. Als Bezieherin einer Mindestpension hat Sie auch leider nie etwas Renovieren können. Diese Wohnung wäre für meinen Sohn mit dieser Erhöhung nicht mehr Leistbar, somit verliert er seinen Lebensmittelpunkt den er seit 20 Jahren hat. Zu dem ganzen traurigen Anlass meiner Verstorbenen Mutter, die Grossmutter meines Sohnes, kommt jetzt auch die Sorge auf uns zu wie es jetzt weiter gehen soll.
Ich möchte Sie dringend bitten mir in dieser Angelegenheit weiter zu helfen,da wir nicht mehr wissen was wir noch tun können.
Vielen Dank im Voraus
Hilde S. 9.1.2017
Anm. Red.: Wien ist wegen der vielen Asylanten überfordert. Da wird nun das Geld und die Gemeindewohnungen für die Asylanten benötigt. Die Ursache ist somit ein politisches Problem. Das kann man erst bei den nächsten Wahlen in Wien ändern, so der Wähler es will.
Ich wende mich mit einem Anliegen an Sie.
Meine Mutter ist am 17.11.2016 an Bauchspeicheldrüsen Krebs im 82 Lebensjahr verstorben. Mein Sohn der mit ihr in einer Gemeindewohnung gelebt hat würde diese Wohnung in der er seit seiner Kindheit lebt gerne übernehmen. Der Mietzins soll sich jetzt um mehr als das Doppelte erhöhen. Meine Mutter lebte seit beginn an in dieser Wohnung und hat damals einen sehr hohen Baukostenzuschuss bezahlt. Als Bezieherin einer Mindestpension hat Sie auch leider nie etwas Renovieren können. Diese Wohnung wäre für meinen Sohn mit dieser Erhöhung nicht mehr Leistbar, somit verliert er seinen Lebensmittelpunkt den er seit 20 Jahren hat. Zu dem ganzen traurigen Anlass meiner Verstorbenen Mutter, die Grossmutter meines Sohnes, kommt jetzt auch die Sorge auf uns zu wie es jetzt weiter gehen soll.
Ich möchte Sie dringend bitten mir in dieser Angelegenheit weiter zu helfen,da wir nicht mehr wissen was wir noch tun können.
Vielen Dank im Voraus
Hilde S. 9.1.2017
Anm. Red.: Wien ist wegen der vielen Asylanten überfordert. Da wird nun das Geld und die Gemeindewohnungen für die Asylanten benötigt. Die Ursache ist somit ein politisches Problem. Das kann man erst bei den nächsten Wahlen in Wien ändern, so der Wähler es will.
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Mittwoch, 14. Dezember 2016
Streit um neuen Heumarktturm
Welche Interessen vertritt Häupl und Vassilakou? Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) und Vassilakou sprachen sich demonstrativ im Interesse der Stadt für das neue Hochhaus aus. Kommt das Projekt, droht der City der Verlust des Status als Weltkulturerbe.
http://www.österreich.at/politik/Streit-um-neuen-Heumarkt-Turm/262162588
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Dienstag, 13. Dezember 2016
Sozialer Wohnbau ... beim Areal Eislaufverein? Laut einer neuen Studie sind die Mietpreise in Wien derart gestiegen, dass Wohnen zunehmend zur Armutsfalle wird. Die hohen Wohnkosten können auch tief ins Privatleben eingreifen. Vor allem in der urbanen Region Wiens finden von Armut betroffene Personen kaum noch finanzierbaren Wohnraum. Manche Armutsbetroffene leben daher in Räumen ohne Fenster, ohne Strom, ohne Wasser. Andere teilen sich eine kleine Wohnung.
Deutsch ... träumst du?
http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20161213_OTS0111/deutsch-spoe-wien-ist-musterbeispiel-fuer-sozialen-wohnbau
Deutsch ... träumst du?
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Montag, 14. November 2016
"Diese Ablehnung von Vassilakou überrascht uns"
"Diese Ablehnung von Vassilakou überrascht uns." Das kann doch kaum stimmen. "Es ist ausgeschlossen, dass eine solche Genehmigung erteilt wird." Sagte sie auch noch. Krankenhausleiter Helmut Kern, der sich bereits siegessicher gegeben hatte, gibt sich schockiert: "Diese Ablehnung von Frau Vassilakou überrascht uns. In keinem Gespräch auf Beamtenebene wurde uns bisher mitgeteilt, dass ein Abbruch kategorisch ausgeschlossen wird." Was ist jetzt wichtiger: Ein Wohnhaus oder die Erweiterung des Spitals?


Vor dem Eingang des Hauses wartet an diesem kalten Morgen eine kleine Gruppe Menschen, dick eingepackt in Winterjacken. Sie sehen besorgt aus, verängstigt. Seit Jahrzehnten wohnen sie in diesem Haus in der Taborstraße 18, das vor mehr als hundert Jahren von Ringstraßenarchitekt Theophil Hansen als "Grand Hotel National" gebaut wurde und nun seit Jahrzehnten verfällt.
Eine unscheinbare Eisentür führt ins Innere, Putz blättert von den Wänden, Risse im Gemäuer, ein Zuhause verkommt vor den Augen der Bewohner. Im Stiegenhaus und in den kalten, labyrinthartigen Gängen erinnert nichts mehr an den alten Glanz des Hotels, das einmal eines der prestigeträchtigsten und größten der Stadt gewesen ist. Die Stimmung ist gespenstisch, fast bedrohlich. Viele Türen sind mit schweren Eisenriegeln verrammelt. Erst gestern habe wieder eine Familie mit kleinen Kindern ausziehen müssen, in eine teurere Wohnung, erzählen sie. Deren befristeter Mietvertrag sei abgelaufen, verlängert wurde er nicht. Die verbliebenen Mieter haben zwar unbefristete Verträge, doch sie bangen, dass auch sie bald ausziehen müssen.

Denn das Gebäude wurde 2009 vom angrenzenden Krankenhaus der Barmherzigen Brüder gekauft, mit dem Ziel, ebenso ein Spital daraus zu machen und somit ihr Krankenhaus zu erweitern. Danach war Ruhe eingekehrt, die Brüder hatten es scheinbar nicht eilig. Bis zu diesem Herbst, als der scheidende Leopoldstädter SPÖ-Bezirkschef Karlheinz Hora einen überraschenden Antrag zur Erweiterung des Spitals eingebrachte. Bis auf Wien Anders stimmten alle Parteien dafür.
Die Mieter reagierten schockiert, Krankenhausleiter Helmut Kern erklärte, das Krankenhaus platze aus allen Nähten. Viele Medien berichteten schon vom geplanten Abriss des Hauses. Ein Schnellschuss. Denn das geschichtsträchtige Haus steht in einer Schutzzone, ein Abriss droht nur bei Zustimmung der MA 19, der Abteilung für Stadtentwicklung, der Vizebürgermeisterin Vassilakou vorsteht. Und die stellt jetzt gegenüber der "Wiener Zeitung" erstmals klar: "Es ist ausgeschlossen, dass eine solche Genehmigung erteilt wird." Und fügt hinzu, es habe - entgegen den bisherigen Medienberichten - zu keinem Zeitpunkt eine andere Haltung ihres Ressorts gegeben.
"Diese Ablehnung von Vassilakou überrascht uns"
Krankenhausleiter Helmut Kern, der sich bereits siegessicher gegeben hatte, gibt sich schockiert: "Diese Ablehnung von Frau Vassilakou überrascht uns. In keinem Gespräch auf Beamtenebene wurde uns bisher mitgeteilt, dass ein Abbruch kategorisch ausgeschlossen wird."
Tomka Lokic zeigt nach oben auf ihre mit gepflegten Geranien geschmückten Fensterbänke, sie sind um eine Handbreit nach unten gesackt. Das feuchte Gemäuer scheint nachzugeben, langsam aufzugeben. Nicht so Tomka Lokic. Sie war einmal Hausbesorgerin, bevor die Hausverwaltung statt ihr eine Reinigungsfirma beauftragte. Seit über zwanzig Jahren wohnt Lokic hier. Sie erinnert sich an eine Zeit, in der es in der Taborstraße noch günstige kleine Geschäfte gegeben habe, bevor die großen Ketten kamen. "Wir können uns hier nicht mehr viel leisten", sagt sie und meint damit sich und ihre Nachbarn. Zu den Plänen des Spitals hat sie einen klaren Standpunkt: "Ich will nicht verhandeln, ich will hier bleiben." Ihre Wohnung ist behindertengerecht ausgebaut, der Parkplatz vor der Tür, alles ist so eingerichtet, wie sie es braucht. Sie glaubt nicht, dass sie es woanders genauso angenehm haben kann, und sie will auch nicht darüber nachdenken. Ihr Nachbar, der pensionierte Künstler Jörn Lassmann, gibt ihr recht. Er wohnt in einer winzigen Wohnung unter seinem Atelier im Dachgeschoß. Er lebt gern in diesem besonderen Haus. Für den Abriss hat er kein Verständnis, der ganze Karmeliterplatz würde seiner Meinung nach dadurch zerstört.
Dass die Erweiterung in den kommenden Jahren dringend nötig wird, daran will Helmut Kern keinen Zweifel aufkommen lassen, als er in seinem Büro im Erdgeschoß des Spitals zum Gespräch bittet. Um die Platznot zu demonstrieren, führt er durch das Spital und zeigt auf überquellende Lager im Keller und mit Spinden vollgestellte Kammern, in denen sich die Ärzte und Ärztinnen vor und nach ihrer Schicht auf die Füße treten. Das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder leiste viel für das Grätzl, die Zahl der Patienten übersteige sogar die Zahl der Einwohner der Stadt Salzburg, so Kern. Hier werden auch Menschen ohne Krankenschein und Gefängnisinsassen behandelt, finanziert durch Spenden. Das christliche Spital bietet außerdem die einzige Gehörlosenambulanz der Stadt.
Es passt so gar nicht zum karitativen Ruf des Krankenhauses, wenn jetzt anscheinend Mieter vertrieben werden sollen. Die Debatte ärgert Kern. Da werde mit Mietern agitiert, die sich seiner Meinung nach lieber mit dem Krankenhaus einigen sollten. Denn wenn das Gebäude tatsächlich denkmalgeschützt werde, würden die Barmherzigen Brüder wieder verkaufen und dann kämen die Immobilienhaie, das Gebäude werde dann wohl luxussaniert. Es klingt wie eine Drohung.
"Kalt erwischt" von SPÖ-Antrag
Vom überraschenden Antrag des scheidenden SPÖ-Bezirkschefs Hora sei er selbst "kalt erwischt" worden, meint Kern. Man habe es nicht eilig, er habe die Mieter beruhigt, in zwei bis drei Jahren müsse niemand ausziehen. Das heißt aber auch: Auf längere Sicht will er das Gebäude leeren. Ein Treffen mit einem Teil der Mieter hat es schon gegeben, man habe ihnen "schönere, bessere Wohnungen" angeboten. Stefan Ohrhallinger, Mitglied von Wien Anders und Sprecher der Mieterinitiative, sieht das anders. Als Entschädigung habe man ihnen Wohnungen am Stadtrand, im Grünen, schmackhaft machen wollen.
"Aber wir wollen nicht in die Peripherie, wir wollen hierbleiben, in unserem Grätzl." Deshalb wollen sie jetzt aktiv werden, selber sprechen, gehört werden, vom Eigentümer und von der Stadt. Gerade haben sie eine Petition zum Schutz ihres Zuhauses gestartet. Stefan Ohrhallinger ist Informatiker an der TU Wien, als Student ist er vor zwanzig Jahren in die kleine Wohnung in der Taborstraße 18 gezogen. Er hat sie selber renoviert, hängt an ihr und an dem geschichtsträchtigen Haus. Der halbrunde Innenhof gilt als einzigartig in Wien, an der heruntergekommenen blassgelben Fassade stehen auffällige Karyatiden, tragende Frauenfiguren. Das Bundesdenkmalamt prüft gerade, ob das Haus denkmalschutzwürdig ist.
Mieter können nicht aufatmen
Zu Vassilakou steht Uschi Lichtenegger, neu gewählte grüne Bezirksvorsteherin des 2. Bezirks. Im Gespräch mit der "Wiener Zeitung" sagt sie: "Ich unterstütze natürlich Maria Vassilakou in ihrer Entscheidung. Schutzzonen dürfen nicht ausgehöhlt werden." Und sie erinnert daran, dass es 2014 die Leopoldstädter Grünen waren, die einen Antrag auf Ausweitung der Schutzzonen eingebracht haben, um, wie es in dem Papier heißt, der zunehmenden Zerstörung der historischen Bausubstanz rund um den Karmelitermarkt, die Taborstraße und in anderen Teilen des Bezirks Einhalt zu gebieten.
Aufatmen können die Mieter aber trotzdem nicht. Es gibt neben dem Mieter- und Denkmalschutz einen weiteren Aspekt: Die Stadt ist dringend auf das private, mit öffentlichen Geldern finanzierte Krankenhaus angewiesen. Sollte der Abriss abgewendet sein, könnte das Gebäude immer noch umgebaut werden. Bezirksvorsteherin Uschi Lichtenegger meint dazu: "Das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder ist für die Leopoldstadt immens wichtig, auch deren Wunsch, das Krankenhaus auszubauen und es an diesem Standort weiterzuführen. Wir müssen weiter Gespräche führen, wie wir die schwierige Situation lösen können."
Patrik Volf, Pressesprecher von Maria Vassilakou: "Es ist jetzt Sache der Barmherzigen Brüder, einen Vorschlag zu machen, unter welchen Bedingungen ihr Vorhaben trotzdem noch Wirklichkeit werden könnte."
Die Entscheidung liegt bei der Stadt
Vielen Bewohnern des Hauses macht das Angst. Denn die Entscheidung liegt jetzt bei der Stadt Wien. Und auch unbefristete Verträge können laut Paragraph 30 des Mietrechtsgesetzes aufgelöst werden, wenn ein öffentliches Interesse an dem Gebäude besteht.
Die Stadt könnte jetzt ein anderes Gutachten, welches den Abbruch befürwortet, als "schlüssiger" als jenes der MA 19 betrachten und diesem folgen, fürchtet Andrea Müller-Schiestl, zweite Sprecherin der Mieterinitiative und Miteigentümerin des Hauses in der Taborstraße 20. Sie meint, die MA 19 sei schon öfter so "umgangen" worden. Wegen ein bisschen Medienrummel würden die Barmherzigen Brüder ein lange geplantes Projekt, für welches es offenbar doch einige politische Unterstützung gibt, nicht zur Seite legen, die Geschichte werde noch lange weitergehen. Für die Mieter bleibt die Situation ungewiss, sie wollen weiterkämpfen, sammeln Unterschriften.
Zum Abschied sagt Milica Mihalovic, die seit 15 Jahren hier wohnt: "Na klar müssen wir einander helfen. Wir wohnen ja im gleichen Haus."
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Mittwoch, 26. Oktober 2016
"Kein Widerspruch" - Die Grünen
Bauprojekt am Karlsplatz:Jury-Chef in Doppelrolle
26.10.2016, 18:36
Bereits 5000 Wiener und viele Promis stemmen sich gegen das geplante "Glasmonster" neben der Karlskirche. Beim massiven Ausbau des Zürich-Büros bedient sich die Stadt fragwürdiger Praktiken, wie die "Krone" aufdeckte. Der Vorsitzende derArchitektur-Jury spielt eine zentrale Rolle bei der neuen Widmung.
Der Reihe nach: Die Zürich hatte einen Bauwettbewerb ausgelobt. Eine achtköpfige Jury unter der Leitung des Wiener Architekten Rüdiger Lainer wählte das Siegerprojekt aus. Lainer ist gleichzeitig Vorsitzender des Fachbeirats für Stadtgestaltung - jenes Gremiums, bei dem sich die Politik die Zustimmung zur Umwidmung (und damit zum Ausbau) einholt.
Für Kritiker ist diese Doppelrolle unvereinbar. Lainer sieht das naturgemäß anders: "Grundsätzlich stellt das keinen Widerspruch dar." In Graz oder Salzburg sei das eher normal. Weiters saßen in der Jury (neben Vertretern der Versicherung) die Leiter der MA 19 (Stadtbild) und MA 21 (Stadtteilplanung).
Beide unterstehen Stadt-Vize Maria Vassilakou. Die Grünenchefin findet das Projekt gut, obwohl Wien sein Weltkulturerbe verlieren könnte. Denkmalschützer laufen Sturm: www.rettetdiekarlskirche.at
von mercedesclk
tja wie immer macht rot/grün was sie wollen. wem kümmert das volk?die blöden steuerzahler sind nur geduldet um zu zahlen und still sein.
11
Mittwoch, 26. Oktober 2016, 21:16
von vaporetto
Wohne am Stadtrand, eigentlich schon außerhalb, bin nach über über 10 Jahren zwecks Augenschein ins Zentrum gefahren und habe die Karlkirche samt Umgebung auf mich einwirken lassen und Fotos gemacht. Ist schon der Versicherungsbau eine Zumutung, die geplante Aufstockung halte ich für ein architektonisches Verbrechen. Man vergleiche nur die Gebäude rechts und links von der Kirche. So zerstört man den gesamten Platz - eine Schande Frau Vassilakou.
10
Mittwoch, 26. Oktober 2016, 20:36
von Monique
Nicht nur in einer Doppelrolle ist dieser Herr zu finden, nein er untersteht auch noch Vassilakou, das nenne ich doppelzüngig! Da sind 2Hauptverunstalter unserer Stadt Wien am Werk! Mutwillig wird der Status unserer Stadt Wien, als Weltkulturerbe aufs Spiel gesetzt. Ist das gewollt?! Vassilakou ist unfähig die Interessen unserer Stadt wahr zu nehmen, als ob sie dies beabsichtigt, Wien zu demolieren! Das sollte sie mal in Athen probieren! Eigentlich sollte sie dort ihr Unwesen treiben!
9
Mittwoch, 26. Oktober 2016, 20:11
von a-rankler
Die Grünen sind zur Betonierer-Partei mutiert und kennen dabei keinen Genierer. Siehe auch Steinhof, FUZOs, Hörndlwald, Heumarkt und haben generell keinen Respekt vor kulturellen Bauten wie man z.B. beim Verfall der Hermesvilla sieht. Der Energieeinsatz für Rad-Highways, Begegnungszonen oder Ampelpärchen scheint Vorrang zu haben.
8
Mittwoch, 26. Oktober 2016, 20:02
von gerdsky
Ich lese tgl. alle gängigen online Zeitungen, die beste davon ist die Krone. Es gibt hier Informationen, die andere Zeitungen, vermutlich aus vorauseilenden Gehorsam, nicht bringen. Nochmals DANKE für die sehr guten Infos - und macht weiter so.
6
Mittwoch, 26. Oktober 2016, 19:36
von fred.11
Das ist einer Bananenrepublik würdig.
5
Mittwoch, 26. Oktober 2016, 19:24
von berchtesgadner
und wieder berichtet die Krone über diese Missstände, die andere Medien eher verschweigen oder maximal im Kleindruck, die überblättert werden sollen, vom ORF ganz zu schweigen! Danke an die Krone, klärt uns weiter so auf!
4
Mittwoch, 26. Oktober 2016, 19:09
von BullenFanatiker
Wien ist nicht Österreich. Wien ist Ausland!
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Maria Vassilakou: Ich möchte an dieser Stelle meinen Kollegen, Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny, zitieren, der zu diesem Projekt wörtlich meinte: "Ich begrüße den vorliegenden Entwurf der Architekten Henke Schreieck am Karlsplatz. Dieser ergänzt den sensiblen Raum auf harmonische Weise und in höchster architektonischer Qualität zwischen dem Neubau des Wien-Museums und der Karlskirche. Mit der vom Museum räumlich abgesetzten Lösung wird sowohl für den Kulturbau Wien-Museum als auch das Ensemble des Karlsplatzes eine optimale Lösung geschaffen." Oder den Direktor des Wien-Museums: "Das Projekt Museum Neu ist eingebettet in die städtebauliche Aufwertung, die der Karlsplatz auf dieser Seite dringend nötig hat. Mit dem Entwurf von Henke Schreieck tritt das Nachbargebäude in einen spannenden, intelligenten Dialog mit dem Siegerprojekt für das Wien-Museum. Ich freue mich sehr auf den enormen Qualitätsgewinn, der mit beiden Projekten verbunden sein wird."
Vassilakou: Ja, die zeitgemäße Überarbeitung eines in die Jahre gekommenen Gebäudes und die Möglichkeit, den wenig bis gar nicht genutzten öffentlichen Raum davor gemeinsam mit dem Museum zu beleben und nutzbar zu machen. Ebenso wird das Wien-Museum durch den Abbruch der derzeit bestehenden Verbindung beider Gebäude hervorgehoben. Wie im zugrunde liegenden Wettbewerb vorgesehen, bleibt das Winterthur-Gebäude in der Höhe unterhalb des Wien-Museums und der Gesimskante der Karlskirche.
Vassilakou: Das hat nichts mit der Versicherung zu tun. Wir wären auch mit dem Sitz einer Zeitungsredaktion gleich verfahren.