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Montag, 9. Juni 2025

Vergleich: Wohnpreise, Einkommen

Das Verhältnis zwischen durchschnittlichem Verdienst und Mietkosten in Wien gilt im internationalen Vergleich als relativ günstig, besonders dank des starken sozialen Wohnbaus und der Mietpreisregulierung. 1. Durchschnittliche Mietkosten in Wien (2024) - Kaltmiete (nur Grundmiete): - Altbau: €10–€14/m² - Neubau: €14–€20/m² - Warmmiete (inkl. Betriebskosten, Heizung, etc.): - 50 m²-Wohnung: €700–€1.000 - 80 m²-Wohnung: €1.000–€1.500 - Gemeindewohnungen (stark subventioniert): - Ca. 30% geringer als freier Markt (z. B. €550–€800 für 50–60 m²). Hinweis: Lange Wartelisten (teils Jahre). 2. Durchschnittliche Gehälter in Wien (Brutto/Jahr) - Median (2023): Ca. €42.000–€45.000 (≈ €2.500–€2.800 netto/Monat bei Steuerklasse 1) - Einstiegsgehälter (mit Ausbildung): €30.000–€40.000 - Fachkräfte/Experten: €50.000–€70.000 - IT, Finanzen, Management: Oft €70.000+ 3. Mietbelastungsquote - Single-Haushalt (Durchschnittsverdiener, 50 m²-Wohnung): - Freier Markt: 25–35% des Nettoeinkommens. - Gemeindewohnung: 15–25%. - Paare/Familien (z. B. 80 m²): - Oft nur 20–30% des Haushaltsnettoeinkommens. 4. Vergleich mit anderen Städten - Wien vs. Deutschland: - Mieten ca. 20–30% günstiger als München/Frankfurt. - Gehälter ähnlich oder leicht niedriger. - International: - Deutlich günstiger als Zürich, Paris, London (dort oft 40–50% Mietbelastung). 5. Gründe für das günstige Verhältnis - Sozialer Wohnbau: 60% der Wiener leben in gefördertem Wohnraum. - Mietpreisbremse: Strenge Regeln für Altbauten ("Richtwertmiete"). - Staatliche Förderungen: Beihilfen für einkommensschwache Haushalte. 6. Herausforderungen - Steigende Preise: Neubauwohnungen sind teurer (+5–10% seit 2020). - Wohnungssuche: Engpässe bei günstigen Wohnungen, besonders in beliebten Bezirken (z. B. 7., 8., 9.). - Einkommensschere: Geringverdiener (unter €1.800 netto) haben trotzdem Schwierigkeiten. Fazit - Für Durchschnittsverdiener ist Wien eine der lebenswertesten Städte Europas, da die Miete oft unter 30% des Einkommens liegt. - Tipp: Nutze geförderten Wohnbau und informiere dich früh über Gemeindewohnungen - Achtung: Bei hohen Ansprüchen (Neubau-Luxus, City-Lage) steigt die Belastung deutlich. Ich habe da noch eine andere Untersuchung gemacht. Hier ist ein detaillierter Vergleich der Einkommen (netto) und Lebenshaltungskosten für Wien, Berlin, Paris und London – basierend auf aktuellen Daten (2024). Entscheidend ist dabei das Verhältnis von Gehalt zu Mieten/Alltagskosten: Übersichtstabelle (Durchschnittswerte) | Stadt | Durchs. Nettoeink. (Single/Monat) | Miete 80 m² (Zentrum) | Mietbelastung | Kaufkraftindex (EU=100) | |---------|-----------------------------------|------------------------|-------------------|--------------------------| | Wien | €2,500–€2,800 | €1,100–€1,500 | **25–35%** | 115 (höchste in DACH!) | | Berlin | €2,200–€2,600 | €1,300–€1,800 | 40–50% | 100 | | Paris | €2,400–€2,900 | €1,800–€2,500 | 55–70% | 90 | | London| £2,400–£3,000 (≈€2,800–€3,500) | £2,200–£3,000 (≈€2,600–€3,500) | 65–85% | 105 | Hinweis: Nettoeinkommen nach Steuern/Sozialabgaben. Mieten für Standardwohnung im Stadtzentrum inkl. Nebenkosten. --- Detaillierter Vergleich 1. Wien - Vorteile: - Niedrigste Mietbelastung dank sozialem Wohnbau (nur 25–35% des Einkommens). - Höchste reale Kaufkraft in der DACH-Region (115 vs. EU-Durchschnitt 100). - Nachteile: - Gehälter leicht niedriger als in Süddeutschland/Schweiz. 2. Berlin - Vorteile: - Dynamischer Arbeitsmarkt (IT, Startups), höhere Gehälter als in Ostdeutschland. - Nachteile: - Mieten stark gestiegen (+45% seit 2015), besonders im Zentrum. - Mietbelastung oft >40% – bei niedrigen Einstiegsgehältern (€1,800 netto) sogar 50–60%. 3. Paris - Vorteile: - Hohe Bruttogehälter (v.a. in Finanzen, Luxusbranche). - Nachteile: - Extreme Mietkosten: Kleine 50 m²-Wohnung kostet oft €1,400+ im Zentrum. - Abgabenlast: Bis zu 25% Sozialabgaben + Einkommenssteuer → Netto deutlich niedriger. - Lebenserhaltungskosten 30% höher als in Wien (Taxis, Restaurants, Strom). 4. London - Vorteile: - Höchste Gehälter Europas (Finanzsektor, Tech), brutto oft €80.000–€100.000. - Nachteile: - Exorbitante Mieten: 1-Zimmer-Wohnung im Zentrum ≈ €2,000+/Monat. - Brexit-Folgen: Inflation (+10%), Pfund-Schwankungen, Visa-Hürden. - Netto-Kaufkraft trotz hoher Gehälter oft niedriger als in Wien. Entscheidende Faktoren | Kriterium | Wien | Berlin | Paris | London | |--------------------|------------|------------|------------|------------| | Mietkosten. | ★★★☆☆ (günstig) | ★★☆☆☆ (mittel) | ★☆☆☆☆ (sehr hoch) | ★☆☆☆☆ (extrem hoch) | | Netto-Kaufkraft | ★★★★☆ | ★★★☆☆ | ★★☆☆☆ | ★★★☆☆ | | Work-Life-Balance| ★★★★☆ | ★★★☆☆ | ★★☆☆☆ | ★★☆☆☆ | --- Beispielrechnung: Single mit €3,000 netto | Stadt | Miete (Zentrum, 60 m²) | Übrig nach Miete | Lebensmittel/Monat | Verfügbarer Rest | |---------|-------------------------|------------------|--------------------|----------------------| |Wien | €1,100 | €1,900 | €300 | €1,600 | | Berlin | €1,500 | €1,500 | €280 | €1,220 | | Paris | €1,800 | €1,200 | €350 | €850 | | London| €2,400 (≈£2,050) | €600 | €400 | €200 | Die Zahlen zeigen: Selbst bei ähnlichem Nettoeinkommen bleibt in Wien deutlich mehr übrig. Quellen: Statistik Austria, AK Wien, Mietervereinigung (2024) Quellen: Eurostat, Numbeo, OECD, nationale Statistikämter (2024)

Donnerstag, 25. Juni 2020

Altbaumieten

https://www.google.com/url?rct=j&sa=t&url=https://www.derstandard.at/story/2000118316562/zu-hohe-mieten-viele-befristungen-im-wiener-altbau&ct=ga&cd=CAEYACoTNjMwNTQ5MTYxOTQ1MjY3OTgzNDIaNWFiODU1ZDYzOWYwYTM3MTpjb206ZGU6VVM&usg=AFQjCNE6zvcB8lgPD_yyVVu0sqhJHAEBFQ

Altbaumieten

https://kurier.at/wirtschaft/wiener-altbau-mieten-oft-doppelt-so-hoch-wie-erlaubt/400951118

Mittwoch, 5. Februar 2020

Schimmel im gemeindebau

Mieterin soll 4 wochen auf Begutachtung warten. Mieterin ist selbst schuldm90 % der Schimmelfälle sind schlechtes heizen und lüften schuld, so Wiener wohnen. Seltsam nur, dass in anderen Häusern dieser Schimmel nicht auftritt.

Samstag, 1. Februar 2020

Mieterparadies wien

Mieterparadies Wien? Wir haben es schon immer gewusst, ein Mythos. Verpassen Sie keine Eilmeldung von FOCUS Online Nachrichten Immobilien Wien als Mieter-Paradies? Studie zeigt: Das Gegenteil ist der Fall Noch höhere Kosten und ständig Kündigungsangst Wien als Mieter-Paradies? Studie zeigt: Das Gegenteil ist der Fall 31.01.2020 | 15:34 Wien lebenswerteste Stadt der Welt dpaWien gilt laut dem "The Economist" als lebenswerteste Stadt der Welt Wien gilt vielen deutschen Mietern als Ideal, wenn es um Alternativen zu den angespannten Mietmärkten Hierzulande geht. Eine Untersuchung zeigt jedoch: Als Vorbild für deutsche Städte taugt Wien nur bedingt. Tatsächlich ist die Situation für Mieter in Österreichs Hauptstadt häufig viel schlechter als hierzulande. Das wichtigste Argument der Wien-Fans: Angeblich seien die Wohnkosten in Österreichs Hauptstadt viel niedriger als in deutschen Großstädten – weil der Staat Vermieter im Zaum halte und zugleich günstigen Wohnraum zur Verfügung stelle. Jetzt rüttelt eine Untersuchung an diesem Bild. Als Vorlage für deutsche Städte taugt Wien ganz und gar nicht, stellt ein Expertenteam des Empirica-Instituts rund um Harald Simons von der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig fest. Im Gegenteil – gleich in mehreren Punkte schneidet Wien in der Untersuchung schlechter ab als deutsche Pendants. Zunächst die wichtigsten Erkenntnisse: Nur in München sind die Kaltmieten noch höher als in Wien. Hinzu kommen deutlich höhere Nebenkosten und viel mehr Pflichten für Mieter, einschließlich nicht gerade günstiger Renovierungsarbeiten, sowie jede Menge Unsicherheiten, was das Mietverhältnis betrifft. Womöglich haben sich die Wiener Mieter selbst in diese Situation gebracht, obwohl die Ausgangslage einst in der Tat günstig war – und einzig in dieser Hinsicht Vergleiche zur aktuellen Situation in Deutschland zulässt. Was daraus wurde, sollte den Befürwortern des Wiener Systems allerdings zu denken geben. Denn, so die Studienautoren: Weil die Wiener selbst an das Märchen der niedrigen Mieten glauben, haben sie sich von den Mietern im Laufe der Zeit immer mehr Kostentreiber aufbürden lassen – um nur ja nicht ihre vermeintlichen Privilegien bei der Kaltmiete zu gefährden. Experten unterscheiden vier unterschiedliche Märkte in Wien Doch der Reihe nach – schließlich ist das Bild, das die Experten vom Wiener Mietmarkt zeichnen, sehr viel differenzierter als das Allermeiste, was dazu bislang gesagt und geschrieben wurde. https://www.google.com/url?rct=j&sa=t&url=https://www.focus.de/immobilien/mieten/noch-hoehere-kosten-und-staendig-kuendigungsangst-wien-als-mieter-paradies-studie-zeigt-das-gegenteil-ist-der-fall_id_11614441.html&ct=ga&cd=CAEYACoUMTg0MzU3ODUzMzc4MzY4NzI5NjQyGjVhYjg1NWQ2MzlmMGEzNzE6Y29tOmRlOlVT&usg=AFQjCNFfaIuyvD5Dbq2PnYpad-Wtn-b5Jg

Donnerstag, 30. Januar 2020

Mythos Wiener wohnen

Über den Wiener Wohnungsmarkt, vor allem die Situation für Mieter, wird zumeist in den höchsten Tönen geschwärmt. Das Thema ist nicht neu: Die Mieten sollen besonders günstig sein, der Markt für Investoren dennoch attraktiv, obwohl streng reguliert, denn er gilt als stabil. Dazu kommt, dass Wien wächst und in Rankings immer wieder zu den lebenswertesten Städten weltweit zählt. Doch ist Wien tatsächlich ein "Paradies für Mieter" und ein Vorbild für eine bessere deutsche Wohnungspolitik? Eine Studie von Empirica zum Wiener Wohnungsmarkt im Auftrag der Bundesarbeitsgemeinschaft Immobilienwirtschaft Deutschland (BID) hat den Markt analysiert. In manchen Bereichen könnte Wien Modell sein, etwa in Sachen Bodenpolitik, in anderen Bereichen kommen die Studienautoren zu vernichtenden Ergebnissen. "In der Summe wohnt es sich trotz allem in Wien im Durchschnitt nicht günstiger als in deutschen Metropolen und erst recht nicht sicherer, hochwertiger oder stressfreier." Fazit von Empirica-Ökonom Prof. Dr. Harald Simons Die Studie stand am 29. Januar in Berlin auch im Mittelpunkt einer Diskussionsrunde unter dem Arbeitstitel "Wohnungsmarkt Wien – Eine wohnungspolitische Analyse aus deutscher Sicht". Teilgenommen haben Empirica-Vorstand Prof. Dr. Harald Simons, Axel Gedaschko, GdW-Präsident und Vorsitzender der BID und der Geschäftsführer des Deutschen Mieterbundes, Ulrich Ropertz, unter der Moderation von Michael Fabricius, Leitender Redakteur Immobilien der "Welt". Geringere Mieten stehen mehr Mieterpflichten gegenüber Zumindest im Gemeindebau sind die Wiener Mieten im Vergleich zu jenen deutscher Metropolen zum Teil niedriger. So liegt der Studie zufolge die tatsächlich gezahlte durchschnittliche Bestandsmiete (bruttokalt) beispielsweise in Wiener Altbauten mit 9,20 Euro pro Quadratmeter zwar niedriger als in München (zirka 10,40 Euro pro Quadratmeter), aber deutlich höher als in Berlin (7,52 Euro) oder Hamburg (8,94 Euro). Dafür, so die Autoren, übernehmen die Mieter in Wien mehr Pflichten als die Mieter in Deutschland, etwa Investitionspflichten. Auch sind sämtliche Nebenkosten, etwa für die Wohnungsverwaltung, auf die Mieter umlegbar, sodass die kalten Betriebskosten in Wien mit 2,35 Euro pro Quadratmeter und Monat zwischen 0,75 und 0,85 Euro pro Quadratmeter höher sind als in den deutschen Metropolen. "Im Teilmarkt der privaten Altbauten sind die Wiener in der Praxis schlechter gestellt als die Mieter in den deutschen Metropolen. Außerdem ist das hochkomplexe mietrechtliche System, das sich in den Teilmärkten deutlich unterscheidet, sehr streitanfällig." Auszug aus der Empirica-Studie Neuvertragsmiete ist nicht gleich Neuvertragsmiete Das mit knapp zehn Prozent kleinste Marktsegment sind in Wien die privaten, frei finanzierten Mietwohnungen und in Bezug auf die Regulierung laut Simons "fast vergleichbar mit dem allgemeinen Wohnungsmarkt in Deutschland ohne Mietpreisbremse". Allerdings mit der wesentlichen Einschränkung, dass auch hier sachgrundlose Befristungen des Mietvertrages möglich sind. Die Neuvertragsmieten liegen hier nach Berechnungen von Empirica mit 13,60 Euro pro Quadratmeter bruttokalt etwas höher als in Hamburg (13,13 Euro), aber deutlich niedriger als in München mit 18,79 Euro pro Quadratmeter. "In der Gesamtzusammenschau ist der Mieter frei finanzierter Wohnungen in Wien etwas schlechter gestellt als in deutschen Metropolen, da bei vergleichbarem Mietniveau die Sicherheit des Mietverhältnisses aufgrund der möglichen Befristung niedriger ist." Auszug aus der Empirica-Studie Neuvertragsmiete sei auch nicht gleich Neuvertragsmiete, so die Studienautoren, die auch falsch verwendete Begrifflichkeiten dafür verantwortlich machen, dass in der deutschen Öffentlichkeit häufig ein falsches, zu rosiges Bild vom Wiener Wohnungsmarkt entsteht: Die Wiener "Neuvertragsmiete" sei eher mit der deutschen Mietspiegelmiete vergleichbar, die auch in Deutschland deutlich unter den deutschen "Neuvertragsmieten" liege, lautet eine Erklärung. Gemeindewohnungen, fehlender Neubau und soziale "Entmischung" Das nach eigenen Angaben größte kommunale Wohnungsunternehmen der österreichischen Hauptstadt ist die "Wiener Wohnen" mit knapp 210.000 Wohnungen (31 Prozent des Mietwohnungsbestandes). Rund 27 Prozent davon sind der Studie zufolge Altbauten aus der Zwischenkriegszeit, darunter der berühmte Karl-Marx-Hof. Knapp 60 Prozent des Bestandes stammen demnach aus den Baujahren 1950 bis 1970. Die Bestände der Wiener Wohnen liegen laut Sozialraumatlas der Stadt Wien fast ausschließlich in sozial schwachen Baublöcken; nur wenige Gebäude, meist in den zentralen Bezirken, liegen in sozial unauffälligen Baublöcken. Das habe dazu geführt, heißt es in der Studie, dass die soziale Mischung abgenommen habe. In den vergangenen 40 Jahren hat die Wiener Wohnen nur noch wenige Wohnungen errichtet, 2004 wurde der Neubau völlig eingestellt. Mit der Folge, so die Studie, dass das Unternehmen kein Akteur in der Stadtentwicklung mehr ist, obwohl Wien nach 80 Jahren Bevölkerungsrückgang seit dem Jahr 2000 wieder wächst. 2015 hat die Stadt Wien für den Neubau von Wohnungen eine neue kommunale Gesellschaft, die Wiener Gemeindewohnungsbaugesellschaft mbH, gegründet. "Deutschen Städten kann daher nicht empfohlen werden, dem Wiener Beispiel zu folgen, ganz abgesehen von der Frage, woher die ganz erheblichen Mittel für den Aufbau des Wohnungsbestandes kommen sollen." Auszug aus der Empirica-Studie Und was ist mit den geförderten Wohnungen? Einen Lichtblick bietet der Studie zufolge das Segment der geförderten Wohnungen: Dieser Bereich umfasst rund 26 Prozent des Mietwohnungsbestandes und das Marktsegment wächst dank Neubau. Im Jahresdurchschnitt 2010 bis 2017 wurden pro Jahr 5.900 Geschosswohnungen errichtet, so die Wissenschaftler. Dies entspricht zwischen 60 und 80 Prozent des Geschosswohnungsneubaus in Wien. Bauträger und Eigentümer der geförderten Wohnungen sind neben gemeinnützigen Wohnungsunternehmen und Genossenschaften aber auch private Bauträger. Die städtebauliche und architektonische Qualität der geförderten Neubauwohnungen ist in Wien besonders hoch und entspricht eher dem höheren Eigentumssegment in Deutschland. Dieser Sektor wird in Deutschland häufig mit "Sozialwohnung" betitelt, was nicht ganz korrekt ist. Zum einen seien die Einkommensobergrenzen fast dreimal so hoch wie etwa in Berlin (knapp 4.000 Euro netto pro Monat für Ein-Personen-Haushalte), zum anderen müssten Mietinteressenten einen Beitrag zur Finanzierung (Eigenmittelbeitrag) leisten: Bei Erstbezug sind der Studie zufolge 500 Euro pro Quadratmeter einzuplanen, fällig bei Mietvertragsabschluss. Zum dritten hat fast jeder Mieter seit dem Jahr 2000 einen gesetzlichen Anspruch auf den Erwerb seiner geförderten Wohnung zwischen fünf und 30 Jahre nach Fertigstellung. "Im Ergebnis könnte der geförderte Wohnungsbau in Wien durchaus ein interessantes Modell für Deutschland sein, da er überwiegend dem politischen Ziel einer Erhöhung der Eigentümerquoten dient." Auszug aus der Empirica-Studie Die Kaufoption besteht bei allen geförderten Wohnungen unabhängig von der Rechtsform des Bauträgers (Gemeinnützige Baugesellschaft, Genossenschaft, gewerblicher Bauträger). Clevere Idee: Smart-Wohnungen Vergleichbar mit dem sozialen Wohnungsbau in Deutschland ist eine Unterart des geförderten Wohnungsbaus in Wien: Smart-Wohnungen. Sie zeichnen sich durch einen sehr niedrigen Eigenmittelbeitrag von rund 60 Euro pro Quadratmeter aus. Der sonst vom Mieter zu zahlende Eigenbeitrag wird durch zusätzliche Förderkredite an die Bauträger ersetzt, auch "Superförderung" genannt. Eine Kaufoption für die Mieter besteht nicht. Das Konzept gibt es seit 2012. Die Miete liegt bei monatlich 7,50 Euro pro Quadratmeter bruttokalt. Smart-Wohnungen zeichnen sich durch kleine Wohnflächen aus, die vorgeschrieben sind (durchschnittlich maximal 65 Quadratmeter). Die geringen Wohnflächen erfordern eine besonders kompakte Bauweise. "Smart-Wohnungen könnten im Vergleich zu deutschen Sozialwohnungen vor allem aufgrund ihrer kostengünstigen Bauart ein interessantes Architekturmodell für Deutschland sein." Auszug aus der Empirica-Studie Förderung und Bodenpolitik Die wohnungspolitischen Ausgaben in Wien sind laut Empirica deutlich höher als in deutschen Metropolen und konzentriert auf die Objektförderung: In den Jahren 2018/2019 habe die Stadt Wien pro Einwohner etwas mehr als doppelt so viel für die Neubauförderung ausgegeben als Berlin. Die Subjektförderung ist hingegen ausgesprochen niedrig. In der Bedarfsorientierten Mindestsicherung, vergleichbar mit dem Arbeitslosengeld II in Deutschland, liegen in Wien die Mietobergrenzen für einen Ein-Personen-Haushalt mit 323 Euro pro Monat niedriger als in Berlin (404 Euro), Hamburg (481Euro) oder München (660 Euro). "Ein mögliches Vorbild für Deutschland kann die Bodenpolitik Wiens sein. Die Stadt betreibt eine viel aktivere Bodenvorratspolitik als deutsche Städte." Auszug aus der Empirica-Studie Der Bodenfonds verfügte der Studie zufolge Ende 2018 über einen Flächenvorrat, der für zehn Jahre ausreicht, obwohl der größere Teil des gesamten Neubaus von Mehrfamilienhäusern auf Flächen des Bodenfonds realisiert wird. Wohnbauland wird zu Preisen von gerade einmal 240 bis 300 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche verkauft, was höchstens ein Viertel der Baulandpreise in deutschen Metropolen ist. Entscheidend für den Erfolg: Der Bodenfonds kann beim Ankauf von Bauerwartungsland von privaten Eigentümern aus einer echten Monopolposition heraus verhandeln; und Eigentümer von Bauerwartungsland können faktisch nur an den Bodenfonds verkaufen, sodass dieser die Preise diktiert. In Deutschland sehen sich die Kommunen demnach häufig einem faktischen Monopolisten gegenüber, der die Preise diktiert und warten kann.

Mittwoch, 29. Januar 2020

Wiener Wohnen und das lange Wsrten

Wiener Wohnen und das lange Wsrten
https://wienerwohnenwaiting.blogspot.com/?m=1

Studie zum Wohnungsmarkt"Wien ist kein Vorbild"

Wien gilt als Mieterparadies - und als Modell für eine bessere deutsche Wohnungspolitik. Der Ökonom Harald Simons hat in seiner Studie allerdings wenig Nachahmenswertes gefunden.
Wieso auch.

https://www.spiegel.de/wirtschaft/studie-zum-wohnungsmarkt-wien-ist-kein-vorbild-a-d74f2cbc-7ffb-4429-9057-2e2141713bc5

Freitag, 8. September 2017

Meinl-Reisinger wieder einmal alles verschlafen

NEOS Wien/Meinl-Reisinger: RH-Bericht zu Wiener Wohnen bestätigt Misswirtschaft unter Ludwig

Beate Meinl-Reisinger: „Nicht mal einen Hausmeisterposten würde ich Michael Ludwig anvertrauen.“

Wien (OTS) - „Nach den Ermittlungen gegen zahlreiche Mitarbeiter von Wiener Wohnen bezüglich Bestechlichkeit zeigen sich jetzt auch die finanziellen Auswirkungen der Misswirtschaft bei Wiener Wohnen. Laut Krone-Bericht, in dem erste Ausschnitte eines Rechnungshofberichts zitiert werden, ist Wiener Wohnen mit 833 Millionen Euro in der Miese. Unglaubliche 121 Millionen Euro sind alleine durch fehlerhafte Abrechnungen als Verlust entstanden. Wohnbaustadtrat Ludwig hat seinen Laden eindeutig nicht mehr unter Kontrolle. Vermutete Korruptionsfälle und die nun abermals bestätigte Misswirtschaft sind untragbar für diese Stadt“, so Beate Meinl-Reisinger, Klubvorsitzende von NEOS Wien.
„Die Begründung des Herrn Stadtrats, dass mit den 833 Millionen Euro Wohnbauten saniert wurden, ist natürlich Humbug: Wiener Wohnen hebt jedes Jahr 50 Millionen Euro an Erhaltungs- und Verbesserungsbeiträgen von seinen Mietern ein, mit denen diese Sanierungsarbeiten finanziert werden“, stellt Meinl-Reisinger klar.
„Einer der Gründe für die hohen Verluste: Die Manager von Wiener Wohnen und ihren Tochterfirmen dürfen sich über fette Bezüge und Luxus-Dienstwägen freuen. Das hat nichts mit verantwortungsvollem Umgang mit dem Steuergeld der Wienerinnen und Wiener zu tun“, ärgert sich die Klubobfrau.
„Um die Missstände aufzuräumen, muss hier hart durchgegriffen werden. Wiener Wohnen-Direktor Josef Neumayer muss ebenso in die Verantwortung gezogen werden wie Stadtrat Ludwig und Bürgermeister Häupl. Es kann nicht sein, dass hier wieder einmal alle auf Teflon machen und alles an ihnen abperlt. Dass Michael Ludwig keinesfalls ein geeigneter Nachfolger für Bürgermeister Häupl ist, hat sich nun abermals bestätigt. Oder würden Sie so einem Menschen die Verantwortung für unsere Stadt übergeben? Für unser Wien braucht es einen gewissenhaften Nachfolger, der ein neues Politikverständnis mit sich bringt“, so Meinl-Reisinger abschließend.

Freitag, 17. März 2017

Auf den Zahn gefühlt . aber net wirklich

Um 330.000 Euro verkaufte die Stadt ein 1500 Quadratmeter großes Grundstück neben dem donaustädtischen Krankenhaus SMZ Ost. Das sind 220 Euro pro Quadratmeter.
Festgelegt wurde der Verkaufspreis von einem hauseigenen Sachverständigen der MA69 (Immobilienmanagement).
Michael Ludwig (SPÖ) dazu: "Bei Grundstückstransaktionen der Stadt steht Gewinnmaximierung häufig nicht an erster Stelle, weil es auch darum geht, was für den Stadtteil notwendig ist."
Der Stadtrechnungshof kann diese Sichtweise nur teilweise nachvollziehen.
Kritisiert wurde auch die mangelnde Überprüfung von sogenannten Abgassammlern durch Wiener Wohnen.
Der Bauzustand der bis zu 40 Jahre alten Abgassammler sei in der Vergangenheit nur nach Fenstererneuerungen überprüft worden. Eine generelle Bauzustandsüberprüfung sei nicht erfolgt, kritisiert der Stadtrechnungshof.
Festgestellt wurden etwa schadhafte Aufsätze, schadhafte Endstücke, undichte Kehr- und Putztürchen, undichte Abgassammlereinmündungen oder Fehleinmündungen und Querschnittsverengungen. 

http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/wien/stadtpolitik/879747_Auf-den-Zahn-gefuehlt.html

Sonntag, 26. Februar 2017

Die Verbrechen von Wiener Wohnen

https://www.dossier.at/dossiers/wohnen/alarmstufe-rot-im-gemeindebau/
https://www.dossier.at/dossiers/wohnen/wenn-wohnen-zum-luxus-wird/
https://www.dossier.at/dossiers/wohnen/eine-zentrale-nach-mass/
https://www.dossier.at/dossiers/wohnen/niedrige-mieten-teure-sanierungen/
https://www.dossier.at/dossiers/wohnen/zum-eigenen-vorteil-verrechnet/
https://www.dossier.at/dossiers/wohnen/soziale-haertefaelle-und-verschleppte-sanierungen/
https://www.dossier.at/dossiers/wohnen/ein-letzter-ausweg/
https://www.dossier.at/dossiers/wohnen/infovideo-so-funktioniert-die-paragraf-18-sanierung/
https://www.dossier.at/dossiers/wohnen/26-prozent-teurere-betriebskosten-in-wiener-gemeindebauten/
https://www.dossier.at/dossiers/wohnen/heftige-kritik-doch-keine-transparenz/
https://www.dossier.at/dossiers/wohnen/das-gemeindebau-ranking/
https://www.dossier.at/dossiers/wohnen/wohnen-sie-im-gemeindebau/
https://www.dossier.at/dossiers/wohnen/zehn-fakten-zu-wiener-wohnen/
https://www.dossier.at/dossiers/wohnen/peanuts-die-in-die-millionen-gehen/
https://www.dossier.at/dossiers/wohnen/teure-wiesen-im-gemeindebau/
https://www.dossier.at/dossiers/wohnen/park-pay/
https://www.dossier.at/dossiers/wohnen/die-grenzen-der-mitbestimmung/
https://www.dossier.at/dossiers/wohnen/einmal-zum-ogh-und-zurueck/
https://www.dossier.at/dossiers/wohnen/kleiner-wohnen/
https://www.dossier.at/dossiers/wohnen/ein-mieter-nimmt-mass/
https://www.dossier.at/dossiers/wohnen/der-wiener-gemeindebau-in-zahlen/
https://www.dossier.at/dossiers/wohnen/sie-wohnen-nicht-im-gemeindebau/

Mittwoch, 1. Februar 2017

Viel Lärm um nichts? Ökostromgesetz: Entwurf ist programmierter Sonnenuntergang

Grundsätzlich sei es erfreulich, dass der Entwurf der kleinen Novelle zum Ökostromgesetz einer öffentlichen Begutachtung zugeführt wurde, erklärt Hans Kronberger vom Bundesverband Photovoltaic Austria (PVA).



"Damit ist das erklärte Regierungsziel einer signifikanten Steigerung des Ökostromausbaus mit Sicherheit nicht erreichbar. Ohne Beseitigung der Schwachstellen im alten Ökostromgesetz wird der Ausbau der Photovoltaik in Österreich durch rein bürokratische Hürden gedrosselt", analysiert Kronberger weiters.
Für die Photovoltaik sei das Papier des Wirtschaftsministeriums ein programmierter Sonnenuntergang. Bei einer intelligenten Gestaltung des Gesetzes sei der Ausbau der Photovoltaik in Österreich ohne einem zusätzlichen Förder-Euro durchaus verdoppelbar, so die Berechnung der Fachleute vom PVA. Kronberger: "Wir hoffen jetzt auf die Oppositionsparteien, dass sie ihr Gewicht bei der Beschaffung der 2/3-Mehrheit für eine vernünftige Regelung in die Waagschale werfen!"

Donnerstag, 26. Januar 2017

65 Mio Schaden und kein Wort darüber

na klar bleibt der unbeantwortet. 65 mio. sind nicht wert, dass über sie gesprochen werden.

FP-Niegl: SPÖ-Stadtrat Ludwig will Anfragen zum Vergabe- und Verrechnungsskandal bei Wiener Wohnen nicht beantworten

FPÖ-Anfrage zu kolportierten Schaden von zumindest 65 Millionen Euro bleibt unbeantwortet

Wien (OTS) - „Die Antwort auf unsere Anfrage vom Dezember, welche die FPÖ-Wien in der heutigen Landtagssitzung von SPÖ-Stadtrat Ludwig erhalten hat, kann maximal als Verhöhnung der Wiener Bevölkerung bezeichnet werden“, kritisiert Wiens FPÖ-Gemeinderat, LAbg. Michael Niegl. 
Statt auf die gestellten Fragen einzugehen, wurde lapidar darauf verwiesen, dass im Jahr 2012 die Staatsanwaltschaft eingeschaltet wurde. Seither laufen die Ermittlungen, welche von Wiener Wohnen unterstützt werden, weshalb keine Informationen weitergegeben werden könnten. „Es ist wirklich unglaublich! Seit nunmehr fünf Jahren wird in diesem Betrugsfall, der vermutlich jahrzehntelang unentdeckt geblieben ist, ermittelt und bis dato sollen keine gesicherten Erkenntnisse vorhanden sein“, schenkt Niegl der Beantwortung keinen Glauben. 
Es drängt sich für die Wiener Freiheitlichen der Verdacht auf, dass die bisherigen Ermittlungsergebnisse sowohl für Wiener Wohnen als auch für die in der Verantwortung stehende SPÖ derart unangenehm sind, dass man sie der Öffentlichkeit verschweigen will. 
Die seitens der FPÖ gestellten Fragen lauteten:
  1. Wie hoch ist der Gesamtschaden?
  2. Welche Firmen waren involviert und gibt es ein Vergabeverbot der bis dato involvierten Firmen?
  3. Welche Bauten und Wohnhausanlagen waren betroffen?
  4. Welche Rechnungsbeträge für welche Leistungen in welcher Höhe sind von Bekanntwerden bis 2016 durch betrügerische Abrechnungen betroffen?
  5. Welche dieser Rechnungen sind in Hauptmietzins bzw. Betriebskostenabrechnungen aufgenommen worden?  
Zu all diesen Punkten kann oder will Stadtrat Ludwig trotz fünf Jahre andauernder Ermittlungen nichts sagen. „Diese Antworten ist er weniger uns als den Mietern von Wiener Wohnen schuldig, denn sie sind die Geschädigten. Schließlich gibt Wiener Wohnen den Mietern alle Kosten im Rahmen der Betriebskosten und Hauptmietzinsabrechnungen weiter“, ist Niegl empört und fordert abschließend eine unverzügliche und vollinhaltliche Beantwortung der Anfrage, um die Ansprüche der geschädigten Mieter auf Rückzahlung der von ihnen getragenen Schadensbeträge gewährleisten zu können.

Montag, 16. Januar 2017

Wohnraum: Mieten statt kaufen oft sinnvoller
Eigentum kommt insbesondere in Krisenzeiten effektiv teurer 



Stirling (pte/16.01.2017/06:05) Wer in Eigentum investiert, übersieht oft damit verbundene Kosten. Diese fressen den Vorteil der eingesparten Mieten womöglich effektiv auf, warnen britische Forscher. "Für finanziell eingeschränkte Haushalte ist mieten ist oft rentabler als kaufen, und auch für solche, die innerhalb von zehn Jahren übersiedeln dürften", erklärt Isaac Tabner, Wirtschaftsforscher an der University of Stirling http://stir.ac.uk . Gerade in Krisenzeiten ist Wohnraum kaufen nicht unbedingt eine lohnende Investition.
Miet-Wegfall überschätzt
Einer der wichtigsten Gründe für den Kauf eines Eigenheims ist, dass damit in Zukunft Mietkosten wegfallen. Doch Tabner zufolge dürften viele diesen Vorteil überschätzen, da sie nicht bedenken, dass die monatliche Zahlung auch gewisse Versicherungsleistungen und Betriebskoten umfasst. Die in "International Review of Financial Analysis" Arbeit soll helfen, eine wirklich informierte Entscheidung zu treffen. Sie befasst sich damit, wie die tatsächlichen Kosten des Kaufens und des Mietens objektiv zu vergleichen sind.
Die Studie zeigt, dass bei genauer Analyse aller Kosten in Zeiten anhaltender Deflation, wie sie beispielsweise Japan ab Mitte der 1990er-Jahre erlebt hat, ober bei Nullinflation das Mieten letztlich günstiger kommt. Doch auch bei günstiger Wirtschaftslage dauert es demnach fünf bis zehn Jahre, eher die Mietersparnis tatsächlich die hohen Kosten des Kaufens aufwiegt. Bei höherer Inflation und damit höherer eingesparter Miete lohnt sich der Eigentums-Erwerb eher.
Risiko bei Kurzzeit-Eigentum
Menschen, die nur einige Jahre an einem Ort zu leben planen, sollten sich den Eigentumskauf wirklich genau überlegen. "Haushalte, die innerhalb einiger Jahre übersiedeln, haben ein erhöhtes Risiko, dass mittelfristige Preisverschiebungen gegen sie arbeiten und ihr Eigenkapital reduzieren", erklärt Tabner. Wer wiederum finanziell eher eingeschränkt ist, muss mit vergleichsweise teuren Hypotheken rechnen. Das bedingt, dass sich der Kauf allenfalls sehr langfristig tatsächlich lohnt.

Mittwoch, 14. Dezember 2016

Delogierungen

und wer besucht die säumige Wiener Wohnen?
Speziell ausgebildete SozialarbeiterInnen bieten vom Wohnungsverlust bedrohten MieterInnen Hilfe zur Selbsthilfe. Wohnbaustadtrat Michael Ludwig und die stellvertretende-Direktorin von Wiener Wohnen, Karin Ramser, präsentierten  die neue Unterstützungseinrichtung. Dennoch ließ sich bisher in rund 900 Fällen pro Jahr – bei weniger als 0,5 Prozent der Haushalte in Gemeindebauten – eine Delogierung nicht mehr vermeiden. Rund ein Zehntel der Räumungsklagen münden damit tatsächlich in eine Delogierung. Und das ist eine Lüge, dass weiß Ludwig und Ramser sehr wohl. Die Lügen wenn sie den Mund aufmachen. Gut ist nur, dass Ludwig die Faschisten besucht hat, da hat er uns gezeigt, wie er tickt! Ramser wird auch so ticken. Was ist mit Neumayer? Hat er sich vertschüßt? Im SPÖ-internen Richtungsstreit haben sich damit die Grenzen der Flügel völlig aufgelöst bzw. sogar die Positionen getauscht. Der Donaustädter Bezirksvorsteher, Ernst Nevrivy, hatte gefordert, „die soziale Frage wieder in den Vordergrund zu stellen“. Ludwig forciert denselben Weg bzw. Themen, die traditionell dem linken Parteiflügel zugeordnet werden und stellt nun sogar Sozialarbeiter ein – während die prominenteste Vertreterin des linken Flügels, Gesundheits- und Sozialstadträtin Sonja Wehsely, eine jahrelange Wartefrist für Mindestsicherungsbezieher, die neu nach Wien kommen, ins Gespräch gebracht hat. Ludwig versucht verzweifelt doch noch als Bürgermeister ins Gespräch zu kommen, wenn das nicht klappt, dann hooft er auf die FPÖ. Jährlich werden bei Wiener Wohnen rund 10.000 Räumungsklagen eingeleitet. Nur etwa neun Prozent enden tatsächlich in einer Delogierung – weil hier bestehende Angebote nicht angenommen werden. Diese neun Prozent sind trotzdem 1800 Personen, weshalb Ludwig hier mit Sozialarbeitern ansetzen will. Ludwig betont, dass Sozialarbeiter zwar Geld kosten würden. Das würde sich für die Stadt aber schon ab der dreiundzwanzigsten verhinderten Delogierung (eine kostet die Stadt 32.700 Euro) rentieren: Immerhin müssten Delogierte vom sozialen Netz der Stadt aufgefangen werden, „was entsprechende Kosten verursacht – von allem menschlichen Leid einmal abgesehen“, so Ludwig. Das menschliche Leid zählt nur vor einer Wahl, sonst weiß er nicht einmal, was das ist.

Ich verlange Gerechtigkeit! Das wird von Wiener Wohnen und der Justiz verwehrt.



http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20161214_OTS0112/korrektur-ludwigramser-soziale-wohnungssicherung-neue-serviceleistung-im-kundenmanagement-von-wiener-wohnen

Mittwoch, 30. November 2016

2.500 Delogierungen

2.500 ist untertrieben. Laut BG sind es jährlich etwa 6.500! Dabei ist Wiener Wohnen Spitze!
http://derdreck.blogspot.co.at

Würde, Wärme, Wohnen: Heilsarmee sichert Wohnungen

Podiumsdiskussion der Heilsarmee findet große Resonanz

Wien (OTS) - Die Mobile Wohnbegleitung (MOWO) der Heilsarmee ist 5 Jahre alt. Das war Anlass für eine Podiumsdiskussion zum Thema „Bedarfe und Herausforderungen für die Wohnungssicherung im Gemeindebau“ mit ExpertInnen von FSW, MAG ELF, MA 40, MA 24, Wiener Wohnen, einem betroffenen Mieter und einer Vertreterin der Heilsarmee. Das Interesse an der Veranstaltung war mit 90 TeilnehmerInnen größer als erwartet.

2.500 Delogierungen jährlich

In Wien werden jährlich ca. 2.500 Menschen aus ihrer Wohnung delogiert, davon 800-900 aus einer Gemeindewohnung. Die Folgekosten sind enorm: 20% der Delogierten kommen innerhalb von 12 Monaten in eine Einrichtung der Wiener Wohnungslosenhilfe. Zudem steigen die Wohnkosten nach einer Delogierung, da die Folgewohnung i.d.R. teurer ist.

Gemeinsames Konzept fehlt

„Nach 5 Jahren praktischer Erfahrung in der Arbeit mit Menschen in der eigenen Wohnung fällt der Bedarf nach strukturierter Wohnungssicherung im Gemeindebau besonders auf“, stellt DSA Mag. Ulrike Knecht, Leiterin der Mobilen Wohnbegleitung, fest. „Das Ziel muss sein, Delogierung zu verhindern. Dazu benötigen wir ein gemeinsames vernetztes Konzept zur Wohnungssicherung im Gemeindebau mit allen beteiligten Fachstellen.“

Kooperationen geplant

Die anderen ExpertInnen auf dem Podium sehen die Situation ähnlich. Es wird bereits gemeinsam an vernetzten Konzepten und Finanzierungsmodellen für die Umsetzung einer aufsuchenden und nachgehenden Sozialarbeit gearbeitet. Für die Zukunft werden weitere Kooperationen geplant, um Synergien zu schaffen und zusammen am nachhaltigen Erhalt der Wohnung von betroffenen MieterInnen zu arbeiten.

Mobile Wohnbegleitung der Heilsarmee

Die Mobile Wohnbegleitung richtet sich an Männer und Frauen, die aus einer Übergangswohneinrichtung in eine eigene Wohnung ziehen und beim eigenständigen Wohnen noch teilweise Unterstützung durch SozialarbeiterInnen benötigen.

Die Betreuungsziele der MOWO sind:

  • die Verkürzung der Verweildauer in den stationären Einrichtungen der Wiener Wohnungslosenhilfe
  • die psychosoziale Stabilisierung nach Umzug und im neuen Wohnumfeld
  • die Befähigung zu größtmöglicher Selbstständigkeit
  • das Vermeiden eines erneuten Wohnungsverlustes
  • das Erlangen einer selbstständigen und langfristigen Wohn- und Lebenssicherung
Picture Credits: Heilsarmee Österreich, Abdruck honorarfrei

Die Heilsarmee - seit über 80 Jahren in Österreich

Die Heilsarmee ist eine Hilfsorganisation und christliche Glaubensbewegung, die in ihrem "Kampf gegen die Armut" in weltweit 128 Ländern Menschen in schwierigen Lebenssituationen unterstützt. In Österreich wurde die Heilsarmee 1927 gegründet. Die Hilfsorganisation bietet in Österreich eine breite Palette an Hilfeleistungen und sozialen Einrichtungen wie Männerwohnheim, Betreutes Wohnen, Sozial Betreutes Wohnen, Mobile Wohnbegleitung, Gefangenenseelsorge und Wohnungslosenarbeit an.

Mittwoch, 23. November 2016

Es drohen Armutsinseln

In Wien gibt es diese schon, da kommt Reinprecht zu spät.
Die Frage ist nur, warum drohen diese Armutsinseln? Die Arbeitswelt hat sich verändert, heute ist kein Arbeitsplatz mehr sicher. Wer wirklich noch glaubt, an seinem Arbeitsplatz alt werden zu können, der hat was an der Birne. Alle verändert sich, und das geht ganz rasch vor sich. Da kommen die Firmen nicht mit.
Das Soziale ist schon lange vorbei! Das hat es einmal gegeben, heute gibt es das nicht mehr. Schuld n dieser Misere ist die regierende SPÖ. Die Grünen natürlich auch, die machen alles stillschweigend mit. Sie denken, eine Koalition ist dazu da um still zu sein, den Partner nicht vor den Kopf stoßen zu müssen.


http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/wien/stadtpolitik/858152_Es-drohen-Armutsinseln.html

http://derdreck.blogspot.co.at