Freitag, 25. Juli 2014

Arbeit die niemand sieht

Mehr als "nur" Hausbetreuung

Da sieht man es wieder, diese gute, ausgezeichnete „Hausbetreuung“, die es nicht gibt. Nur ein Beispiel: Solange der Mieter in der Wohnung wohnt, ist alles in Ordnung. Wenn er auszieht, dann kommen die Arbeiter, die Professionisten und beginnen mit der Arbeit. Was machen sie? Sie erneuern die Stromleitung, wenn kein FI-Schalter in der Wohnung ist, wird einer eingebaut. Solange der Mieter darin wohnt, lebt er – und das im vollen Wissen von Wiener Wohnen – in Lebensgefahr. So war’s bei mir und so ist es noch bei vielen Mietern die schon länger in diesen Wohnungen wohnen.  Arbeit die niemand sieht – weil sie nicht gemacht wird. http://derdreck.blogspot.co.at/

Haus- und Außenbetreuung der Stadt bietet Service für MieterInnen

Die Wiener Haus- und Außenbetreuung GmbH., eine Tochterfirma der Stadt Wien-Wiener Wohnen wurde 2002 als Reaktion auf die Abschaffung der HausbesorgerInnen gegründet. Die rund 1.300 MitarbeiterInnen aus 30 Nationen betreuen etwa 1.750 Wohnhausanlagen der Stadt. Sie verwalten, bewirtschaften und sanieren. Die Rathauskorrespondenz war vor Ort und hat MitarbeiterInnen begleitet.
Die Haus- und Außenbetreuung der Stadt bietet viele Services für Mieterinnen und Mieter.
Maler Milos Ilic hat einen Auftrag auf seinemPC-Bildschirm. Innerhalb von 24 Stunden muss er ein Graffiti entfernen. Er fährt in einen Gemeindebau im 10. Bezirk und sieht sich an, womit die Wand besprüht wurde. Zu wissen, wie der Untergrund aussieht, ist auch wichtig, um mit den richtigen Materialien zu übermalen. Ilic erzählt: "Manchmal muss die Farbe nachgemischt werden, ein anderes Mal wird sogar ein Fleckenblocker verwendet". 2013 wurden rund 430 Graffitis entfernt. Ilic arbeitet seit zwei Jahren bei der Haus- und Außenbetreuung GmbH, einer Tochterfirma der Stadt Wien - Wiener Wohnen.

Arbeit, die niemand sieht

Sabine Hirschler ist stellvertretende Vorarbeiterin.
Die Haus- und Außenbetreuung wurde 2002 als Reaktion auf die Abschaffung der Hausbesorgerinnen und -besorger gegründet. Die rund 1.300 Mitarbeiterinnen und -mitarbeiter aus 30 Nationen betreuen rund 1.750 Wohnhausanlagen der Stadt. Sie verwalten, bewirtschaften und sanieren. Zum Beispiel Stiegen waschen, Wege kehren oder Spielgeräte instand halten. So wie Sabine Hirschler und Andi Klozyk. Hirschler reinigt als stellvertretende Vorarbeiterin Aufzug, Eingangstür und Stiege eines Wohnhauses. Heute ist es in der Per-Albin-Hansson-Siedlung in Favoriten.

Andi Klozyk arbeitet seit drei Jahren in der Hausbetreuung.
Klozyk kümmert sich um Gehwege, Sandkiste, Spielgeräte und Mistkübel im Garten. Beide arbeiten nach einem genauen Tourenplan und sind stolz auf ihre Tätigkeit. Hirschler: "Viele wissen nicht, was dahinter steckt. Die Arbeit ist anstrengend, das sieht aber fast niemand". Im Jahr werden rund 6.300 Stiegenhäuser und 4,4 Millionen Quadratmeter Außenfläche betreut.

Die Zeichnung der Künstlerin Barbara Kempter bildet Personen ab, die es tatsächlich im Unternehmen gibt.
Das Unternehmen setzt auf Service und Komfort sowie auf die eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. So wurde 2010 ein Unternehmensleitbild erarbeitet, das auch in Form eines Gemäldes festgehalten wurde. Alle Tätigkeiten wurden darin abgebildet, viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden darin auch persönlich verewigt. Weiterbildung gibt es in den Bereichen Konfliktmanagement und interkulturelle Kommunikation, nützlich für den Job vor Ort.

In der Werkstätte wird Einsatz vorbereitet

Oswald Baumgartner leitet eine von zwei Werkstätten, ohne die die Einsätze nicht möglich wären.

Nicht immer direkt in den Wohnhausanlagen vor Ort ist Oswald Baumgartner. Er leitet eine von zwei Werkstätten. Er sorgt mit seinen fünf Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern dafür, dass Einachsschlepper, Rasenmäher oder Aufsitzmäher, der im Winter zu einem Schneepflug umgebaut wird, einsatzbereit sind. Aber nicht nur die Geräte werden umgebaut, die Arbeiterinnen und Arbeiter des Winterdienstes reinigen im Sommer Dachböden. Die Haus- und Außenbetreuung ist eine Ganzjahres-Arbeitgeberin.

Donnerstag, 24. Juli 2014

Immo-Blase geplatzt?

24.07.2014, 08:46  von Andre Exner

Die Immo-Blase ist bereits geplatzt

Ganz kann dieser Artikel nicht genommen werden, denn wenn der Exner da schreibt, dass ... und das seit Jahren unveränderte Budget der durchschnittlichen Jungfamilie, 200.000 bis 300.000 €, nicht sprengen, dann kann das nicht ernst genommen werden. Welche Jungfamilie kann sich eine Immobilie mit diesem Preis leisten? In meinem Umfeld kenne ich da niemanden.

Auf dem Flugfeld Aspern mehr Wohnungen entstehen, als andere europäische Großstädte in einem Jahrzehnt aus dem Boden stampfen. Auch dass muss relativiert werden. Es sind 1.600 Wohnungen die da gebaut werden und die werden auch nicht in einem Jahr errichtet.

 

Die Preise steigen nicht mehr, weil das Angebot größer geworden ist.

Still und heimlich ist die Immobilienblase in Wien heuer geplatzt. Zwar gibt es keine spürbaren Einbrüche, aber die Preise steigen nicht mehr, weil das Angebot größer geworden ist. Wer einen Blick ins Internet wirft, findet in Wien derzeit hunderte gebrauchte Wohnungen, die sich in puncto Lage, Größe und Ausstattung als Familienwohnung eignen und das seit Jahren unveränderte Budget der durchschnittlichen Jungfamilie, 200.000 bis 300.000 €, nicht sprengen. Und auch bei Neubauten ist die Preisrally der vergangenen Jahre gestoppt - frei finanzierte Wohnungen kosten heuer nicht mehr als 2013, und viele Ladenhüter werden auf einmal mit ordentlichen Preisnachlässen angeboten. Und es ist davon auszugehen, dass sich dieser Trend fortsetzt. Mit (bauzeitbedingter) Verzögerung haben private Bauträger, aber auch Genossenschaften und die Stadt Wien auf die gestiegenen Zuwanderungszahlen reagiert und stellen neuen Wohnraum bereit. Allein heuer und 2015 werden in Stadtentwicklungsgebieten wie dem neuen Hauptbahnhof und auf dem ehemaligen Flugfeld Aspern mehr Wohnungen entstehen, als andere europäische Großstädte in einem Jahrzehnt aus dem Boden stampfen.

Vor diesem Hintergrund mutet das Vorhaben des Wirtschaftministeriums, ab heuer Preisindizes für neue und gebrauchte Wohnimmobilien zu berechnen, als die Lösung für ein Problem an, das der Markt bereits mit der einfachen Formel „mehr Nachfrage erzeugt mehr Angebot" von selbst reguliert hat. Und der Schuss kann auch nach hinten losgehen: Wenn die Daten von offizieller Seite falsch interpretiert werden, wird eine Verunsicherung auf dem Markt erzeugt. So haben sich viele Großanleger nach der Aussage der OeNB, Wiener Immobilien seien um 21 Prozent überbewertet, ihre Großinvestitionen auf dem Wiener Wohnimmobilienmarkt „on hold" gestellt und sind in andere österreichische Großstädte oder gleich nach Deutschland weitergezogen.

Keine Entspannung erzeugen neue Preisindizes indes an der wichtigsten Front: Während die Immobilienpreise stagnieren, steigt der Anteil der Wohnkosten an den Ausgaben der privaten Haushalte weiter. Schön langsam wird damit ein volkswirtschaftlicher Systemfehler erzeugt - der Bereich Wohnen bindet immer mehr Mittel, die woanders fehlen; sei es für den Konsum oder für die Vorsorge. Vielleicht sollte das Wirtschaftsministerium lieber hier eingreifen - zum Beispiel bei den Energiepreisen.


Mittwoch, 23. Juli 2014

Die Weltstadt Wien

Karl: 69 Jahre SPÖ-Regierung und vor allem 20 Jahre Bürgermeister Michael Häupl sind genug für Wien. Das bestätigen aktuelle Umfragen, die die Wiener Stadt-SPÖ bei knapp 37 Prozent sehen. Es ist daher eher wahrscheinlich, dass Michael Häupl bei der kommenden Wien-Wahl eine absolute Niederlage statt einer absoluten Mehrheit einfahren wird. Die Wiener haben offenbar klar erkannt, dass man die Bundeshauptstadt besser regieren kann als das eine seit 1945 ununterbrochen an der Macht befindliche SPÖ macht.
Vor allem dürfen wir nicht vergessen, dass in diesen 69 Jahren der SPÖ-Regierung nicht alles mit rechten Dingen zugegangen ist. Die SPÖ hat sich da viel herausgenommen, weil sie weiß, dass sie eine Institution ist und deshalb auch von der Justiz beschützt wird. 
http://derdreck.blogspot.co.at/
Diese ununterbrochene Macht hat zu nepotistischen Zuständen geführt, bei denen die rot-grüne Allianz die Stadt als ihren Privatbesitz betrachtet, in dem sie schalten und walten kann, wie es ihr beliebt. Auch sitzt Wien auf einem gigantischen Bürokratie-Moloch, der Unternehmen das Wirtschaften beinahe unmöglich macht. Vom Reformstau gar nicht erst zu sprechen. Diese Bürokratie hat sich durch die grüne Beteiligung an der Stadtregierung nur noch verschlimmert, da diese ihr Klientel mit sogenannten "Beauftragten" bedient. Kein Mensch braucht etwa einen Radfahrbeauftragten oder einen Fußgängerbeauftragten. Das sind reine Versorgungsjobs für Grün-Funktionäre.
Aber das ist im Vergleich noch harmlos zu dem, was dieses desaströse rot-grüne Duo in Wien sonst noch angerichtet hat. Erstmals seit Jahren ist die Pro-Kopf-Kaufkraft in Wien im Österreich-Vergleich nicht mehr auf Platz eins, sondern hinter Niederösterreich und Salzburg gerutscht. Experten sehen das als Folge zahlreicher unqualifizierter Zuwanderer, die in der Bundeshauptstadt schlecht bezahlten Jobs nachgehen.
153.000 Wienerinnen und Wiener, darunter 42.000 Kinder, sind auf die Mindestsicherung angewiesen - also jeder zwölfte Bürger der Stadt. Seit 2000 ist die Anzahl um mehr als 250 Prozent angestiegen und damit regelrecht explodiert. Diese Zahlen sprechen für sich und machen einmal mehr deutlich, dass der Stadtregierung das Wohl der Wienerinnen und Wiener nur bedingt am Herzen zu liegen scheint. Der Trend in diese Richtung war bereits vor Jahren absehbar, Rot und Grün haben allerdings untätig zugesehen und das Geld der Steuerzahler lieber in Projekten wie der Mariahilfer Straße versenkt.
Das Ergebnis sind 130.000 Arbeitslose. Eine Arbeitslosenzahl, so hoch, wie es sie seit Ende des Zweiten Weltkrieges nicht mehr gegeben hat. Gebührensteigerungen und Mietenwucher bedingen den alarmierenden Verlust der Kaufkraft in Wien. Wir befinden uns in einer dramatischen Abwärtsspirale, die, ohne schleunigste Maßnahmen vonseiten der Stadtregierung, zu einem bitteren Ende führen wird.
Doch anstatt endlich vernünftig zu arbeiten und etwa die FPÖ-Forderungen nach einer sektoralen Zugangsbeschränkung zum Arbeitsmarkt oder dem sofortigen Gebührenstopp umzusetzen, wird von Rot und Grün reine Klientelpolitik betrieben.
Das kommende Jahr wird die dringend notwendige Erneuerung für Wien bringen. Ich bin überzeugt, dass es gelingen wird die arroganten SPÖ-Machthaber abzuwählen. Die Wiener haben sich Reformen und Bürgernähe verdient. Auch wenn es sich Michael Häupl nicht vorstellen kann: Eine Stadtregierung ohne SPÖ ist nicht nur möglich, sondern auch dringend notwendig.

Karl: die erste frage wäre: ist wien eine großstadt? was macht wien zu einer großstadt? die preise vielleicht? oder gar häupl und seine mannen? wer kassiert in einer großstadt? für mich ist wien keine großstadt, gemessen an den einwohnerzahlen. da gbt es wesentlich größere städte. cairo hat ca. 10 mio., bangkok 5 mio. wien ca 1,7 mio (wenn man den werbeplakaten trauen kann).
man kann natürlich äpfel mit birnen vergleichen, aber auch im vergleich mit cairo, bangkok schneidet wien deutlich besser ab was infrastruktur, lebensqualität und lebensstandard betrifft.

man kann auch wien mit zürich, münchen oder stockhom oder gar paris vergleichen und man kommt wieder zum selben ergebnins ...

und ja .. die letzten jahrzehnte hat die wiener spö maßgeblich zur hebung des lebensstandards in wien beigetragen.

es werden in wien mehr wohnungen gebaut als in anderen europäischen städten. wien wächst und die infrastruktur wächst mit. 

und hätte die spö der privatisierung von gemeindewohnungen zugestimmt, so hätten wir in wien ein kaum mehr leistbare wohnungen. 

ebenso verhält es sich mit dem wiener wasser oder anderen kommunalen einrichtungen. alle sind sie für die wienerInnen leistbar. das es härtefälle gibt streitet auch niemand ab, aber auch diesen wird geholfen. 

und was wiener wohnen betrifft, kaum ein anderer bereich wiens ist so gut geprüft und verwaltet wie wiener wohnen und gegen kriminelle einzelfälle ist im vorhinein auch kein kraut gewachsen, wohl aber wirksame kontrollinstanzen die auch immer wieder nachjustiert werden.

man wechselt ja auch nicht den trainer einer erfolgreichen mannschaft aus nur weil einem grad mal langweilig ist. und solange es uns wienern so gut geht sehe ich auch nicht die geringste veranlassung kapitän oder mannschaft zu wechseln. und nochmals: ein sogenannter "gebührenstopp" geht zu lasten der dienstnehmer, jener menschen die 24 stunden 7 tage die woche für unser wien arbeiten, zuverlässig und mit einsatz. die sind die bauernopfer der blauen ibiza fraktion.
Reneé: alles in allem gibt´s keine großstadt weltweit die einen so hohen lebensstandard aufweisen kann wie wien ... keine großstadt weltweit deren kommunale versorgung so reibungslos funktioniert wie jene Wien´s. 
und allerdings verbringt kein mitglied der wiener stadt und landesregierung seinen urlaub in einem luxusdomizil in ibiza ... oder kann behauptungen aufstellen die bei genauerer überprüfung schlicht weg als lüge enttarnt werden.

aber immerhin zeigt es schon von einer wahnsinnigen verbundenheit mit wien alles krank zu jammer, bzw. unreflektiert zu übernehmen.

die fpö hat ihrerseits ja schon bewiesen was dabei herauskommt wenn sie in einer regierung vertreten ist:

Kärnten -> Hypo 
Bundesregierung -> Grasser .... 

und da sollen wir zusehen wie die Sachwerte Wien´s verscherbelt werden, und sich wiedermal blaue Funktionäre daran krumm und dumm verdienen werden? 

Und Gebührenstopp klingt ja immer sehr schmissig, doch bei all dem geschreie vergisst man darauf das die Löhne jener die für die WienerInnen arbeiten, wie Müllbeseitigung, Kanal, etc. ebenso steigen sollen, denn die haben auch Famile zu Hause die sie erhalten wollen und müssen.

Unser lieber Bürgermeister hat es sich gewünscht: Wien als Weltstadt. Was ist aber „Welt“ an Wien? Für einen sind es die Bürger, diese armen, die sich aussackeln lassen müssen, für den anderen ist es das so gepriesene Wiener Quellwasser, das allerdings, aus Niederösterreich kommt  und mit Wien nicht unbedingt viel zu tun hat. Es gibt da noch mehr, aber bisher hat noch niemand definiert was man unter „Weltstadt“ zu verstehen hat.
Athen hat über 6 Mio. Einwohner, ganz Österreich hat 9 Mio. Einwohner. Wien hat ca. 1,7 Mio.
Was als Weltstadt nicht beachtet wird, das sind die Preise. Die Mieten sind gestiegen und steigen immer weiter. Die Priese für das Abwasser, Müllabfuhr,... steigen. Die preise für die Öffis steigen. Welche preise steigen nicht? Alles wird teuerer. Häupl wollte eine „Weltstadt“ haben, nun er hat sie, Wien ist die „Weltstadt der Preise“. Und nicht zu vergessen, die Obdachlosen, die auch immer mehr werden. Derzeit ca. 6000 in Wien.
In Zeiten der Deflations-Angst ist das vermutlich eine gute Nachricht: Im Juni hat sich die Jahresinflationsrate von 1,8 auf 1,9 Prozent erhöht. Wenn man sich allerdings den Grund dafür besieht, trübt sich die statistisch vermittelte Freude ein wenig: Für den Anstieg der Inflationsrate war laut Statistik Austria eine erhöhter Preisauftrieb im Sektor "Wohnung, Wasser, Energie" verantwortlich. Ohne die gestiegenen Kosten für das Wohnen hätte die Inflation nur 1,5 Prozent betragen.
Alles, was mit Wohnen zu tun hat, ist Jahresabstand teurer geworden: die Wohnungsmieten (+3,8 Prozent) und die Instandhaltung von Wohnungen (+2,4 Prozent). Auch die Haushaltsenergie verteuerte sich, wenn auch moderat, um insgesamt 0,5 Prozent. Bei festen Brennstoffen lag die Teuerung bei 4,9 Prozent;  auch Fernwärme (+1,2 Prozent) und Strom (+0,2 Prozent) verzeichneten Preisanstiege. Bei Heizöl (-0,1 Prozent) und Gas (-0,5 Prozent) gab es leichte Preisrückgänge.
Die rot-grüne Rathauspolitik verpulvert das Geld der Wienerinnen und Wiener. 135.000 Arbeitslose, 153.000 Mindestsicherungsbezieher und 320.000 Menschen an oder unter der Armutsgrenze in Wien sprechen eine eindeutige Sprache. Zudem werden in Wien keinerlei Maßnahmen gesetzt, um der überbordenden Arbeitslosigkeit Herr zu werden. Das Investitionsvolumen, welches für die Schaffung von Arbeitsplätzen unbedingt notwendig wäre, wird jährlich geringer. Dafür steigen gleichzeitig mit den Gebühren auch die Schulden der Bundeshauptstadt. Rot-Grün hat der Wiener Wirtschaft in drei Jahren insgesamt 201 Millionen Euro an beschäftigungswirksamen Investitionen entzogen.
Von sozialer Kälte, die seit Rot-Grün regiert, auch die Tatsache, dass der, von zahlreichen Wienerinnen und Wienern benötigte Heizkostenzuschuss gestrichen wurde, zeigt, wie wenig Rücksicht auf die Bürger genommen wird.
Während die Steuerzahler dieser Stadt permanenten Gebührenerhöhungen wehrlos ausgesetzt sind, gönnt sich die rot-grüne Stadtregierung ein Werbebudget von jährlich 80 Millionen Euro. Zudem wird der Förder-Säckel über dubiose Vereine und Wahnsinns-Projekte großzügig ausgeschüttet. Gleichzeitig steigt die Gesamtverschuldung der Bundeshauptstadt auf über fünf Milliarden Euro - 2010 lag sie noch bei drei Milliarden.
Opfer dieser planlosen Finanzpolitik sind einmal mehr die kleinen Leute. Für eine durchschnittliche Wiener Familie bedeuten die Gebührenerhöhungen der letzten Jahre eine Gesamtmehrbelastung von 1.787,00 Euro jährlich oder EUR 149,00 monatlich.
Das Grundrecht auf Wohnen ist in der Bundeshauptstadt längst keines mehr ist. Wohnen ist zum Luxus geworden und ein Gros des monatlichen Gehaltes dafür aufgewandt werden muss.
Und dann auch noch die Wohnungslosen. Das Neunerhaus bietet mit seiner Arztpraxis medizinische Versorgung und sozialarbeiterische Betreuung für obdachlose Menschen mit einem niederschwelligen Zugang an. Zentrales Ziel des Neunerhauses ist es, obdachlose Menschen dabei zu unterstützen, in weiterer Folge wieder das Regelgesundheitssystem in Anspruch nehmen zu können. Die Arztpraxis im Neunerhaus ist also ein wichtiger Gesundheitsanbieter für wohnungslose Menschen und hat seit dem vergangenen Jahr 600 PatientInnen betreut, die Tendenz ist steigend. Die Finanzierung dieser erfolgreichen Einrichtung ist nicht gesichert.

Die Stadt Wien stellt insgesamt 665 Plätze für den Winter zur Verfügung, die Auslastung liegt bei knapp 81 Prozent.



Maximilian Krauss als Wiener Vize-Stadtschulratspräsident

Die Nominierung des 21-jährigen Jusstudenten Maximilian Krauss als Wiener Vize-Stadtschulratspräsident durch die FPÖ schlägt weiter Wellen: SPÖ-Bürgermeister Michael Häupl möchte demnächst ein "ergebnisoffenes" Gespräch mit den Freiheitlichen führen.

Als Landeshauptmann Wiens ist Häupl für die formelle Berufung derStadtschulratspräsidenten zuständig. Er will sich einmal selbst ein Bild des Kandidaten machen. "Befremdlich" findet der Bürgermeister vor allem auch die Art und Weise, wie die Nominierung über die Medien mitgeteilt worden ist. Auch darüber will er sich mit den Entscheidungsträgern in der FPÖ unterhalten.
Von Krauss’ Nominierung habe Häupl über die Medien erfahren. Das sei einigermaßen „befremdlich“, heißt es vom Bürgermeister gegenüber Radio Wien. Zum Kandidaten selbst habe er aber keine Meinung, denn ihm sei Krauss nicht bekannt.
In einer Aussendung am Mittwochvormittag hält die amtierende Stadtschulratspräsidentin Susanne Brandsteidl fest, dass zum einen das betreffende Amt nicht das eines „stellvertretenden Stadtschulratspräsidenten“, sondern ausschließlich des „Vizepräsidenten“ sei. So stehe es im Paragrafen 8, Absatz 12 des Bundesschulaufsichtsgesetzes.
Gemäß § 67 des Wiener Schulgesetzes ist der Präsident des Stadtschulrates, Bürgermeister Michael Häupl, für die Bestellung des Vizepräsidenten des Stadtschulrates zuständig. "Wir rufen Bürgermeister Michael Häupl dazu auf, die Bestellung von Maximilian Krauss abzulehnen und auf einen qualifizierten Kandidaten zu pochen. Ein Hieven von Krauss auf den Stadtschulratsposten wäre ein fatales Signal, insbesondere für die Kinder und Jugendlichen in Österreich", so Pollak.
Dieser Umstand habe zur Folge, dass dem Nominierten keine „Vertretungsbefugnis für die amtsführende Präsidentin“ zukomme, er habe lediglich das Recht auf Akteneinsicht und Beratung. Zum anderen müsse die Bestellung von Maximilian Krauss (FPÖ), dessen Nominierung am Dienstag von FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache bekanntgegeben wurde, erst durch Bürgermeister Michael Häupl bestätigt werden.
Laut einer Sprecherin der Stadtschulratspräsidentin sei dies jedoch „nur eine Formsache“. Denn die Nominierung sei grundsätzlich hinzunehmen, heißt es aus Brandsteidls Büro. Sie appelliere jedoch an die FPÖ den Kandidaten noch einmal zu überdenken: „Im Amt des Vizepräsidenten kann keine Verhetzung und Ausländerfeindlichkeit geduldet werden,“ sagte Brandsteidl in Bezug auf fremdenfeindliche Aussagen des schlagenden Burschenschafters Krauss.
Der Nominierung des 21-jährigen Maximilian Krauss am Dienstag war eine Welle des Unmuts gefolgt. Sowohl vonseiten der Opposition wie auch aus der SPÖ kam Kritik an dem umstrittenen Jungpolitiker - mehr dazu in FPÖ schickt 21-Jährigen in Stadtschulrat. Ein Vize-Stadtschulratspräsident verdient etwa 4.400 Euro brutto im Monat, das Gehalt wird von der Stadt Wien bezahlt.
"Offenbar hat die FPÖ-Führung aus der Affäre Mölzer nichts gelernt. Anders ist nicht zu erklären, dass sie mit Maximilian Krauss jemanden für das Amt des Vizepräsidenten des Wiener Stadtschulrates nominiert, der durch Anti-Türken-Hetze von sich reden gemacht hat. Krauss ist aufgrund seiner Aussagen mit Sicherheit kein Vorbild für SchülerInnen", kritisiert Alexander Pollak, Sprecher von SOS Mitmensch.
Unter anderem hatte FPÖ-Bezirksobmann Krauss Anfang dieses Jahres via OTS-Aussendung eine aus rechtsextremen Kreisen stammende Lügengeschichte über "straffreien Kindesmissbrauch durch Türken" verbreitet. Erst nach einer Verhetzungsanzeige von SOS Mitmensch wurde die Aussendung von der FPÖ wieder gelöscht. Eine Distanzierung oder Entschuldigung erfolgte jedoch nicht. Das Ermittlungsverfahren der Justiz gegen Krauss wurde ohne nähere Begründung eingestellt -offenbar weil der FPÖ-Politiker die Anti-Türken-Lügengeschichte "nur" verbreitet, nicht aber mit deftigen Kommentaren gewürzt hatte.
Der Klubobmann der Wiener Grünen, David Ellensohn, kritisierte nicht nur Krauss, seine Mitgliedschaft bei einer schlagenden Burschenschaft sowie "unappetitliche und unqualifizierte Äußerungen", sondern auch das Proporzsystem im Schulwesen, das die Nominierung der Stadtschulratspräsidenten nach der Stärke der Parteien vorsehe. "Die proporzmäßige Aufteilung derart wichtiger Zukunftsressorts in ehemals rote und schwarze Einflussbereiche in Bund und Ländern muss der Vergangenheit angehören", so Ellensohn.
"Mit der Nominierung von Krauss disqualifiziert sich die FPÖ endgültig im Bildungsbereich", befand Martina Wurzer, Bildungssprecherin der Wiener Grünen, in einer Aussendung. Denn Krauss sei bisher nur durch "krude Forderungen" aufgefallen. Sie forderte eine Rücknahme der Entscheidung durch die FPÖ.



Montag, 21. Juli 2014

69 Jahre SPÖ-Regierung in Wien

69 Jahre SPÖ-Regierung und vor allem 20 Jahre Bürgermeister Michael Häupl sind genug für Wien. Das bestätigen aktuelle Umfragen, die die Wiener Stadt-SPÖ bei knapp 37 Prozent sehen. Es ist daher eher wahrscheinlich, dass Michael Häupl bei der kommenden Wien-Wahl eine absolute Niederlage statt einer absoluten Mehrheit einfahren wird. Die Wiener haben offenbar klar erkannt, dass man die Bundeshauptstadt besser regieren kann als das eine seit 1945 ununterbrochen an der Macht befindliche SPÖ macht.
Vor allem dürfen wir nicht vergessen, dass in diesen 69 Jahren der SPÖ-Regierung nicht alles mit rechten Dingen zugegangen ist. Die SPÖ hat sich da viel herausgenommen, weil sie weiß, dass sie eine Institution ist und deshalb auch von der Justiz beschützt wird.

Diese ununterbrochene Macht hat zu nepotistischen Zuständen geführt, bei denen die rot-grüne Allianz die Stadt als ihren Privatbesitz betrachtet, in dem sie schalten und walten kann, wie es ihr beliebt. Auch sitzt Wien auf einem gigantischen Bürokratie-Moloch, der Unternehmen das Wirtschaften beinahe unmöglich macht. Vom Reformstau gar nicht erst zu sprechen. Diese Bürokratie hat sich durch die grüne Beteiligung an der Stadtregierung nur noch verschlimmert, da diese ihr Klientel mit sogenannten "Beauftragten" bedient. Kein Mensch braucht etwa einen Radfahrbeauftragten oder einen Fußgängerbeauftragten. Das sind reine Versorgungsjobs für Grün-Funktionäre.
Aber das ist im Vergleich noch harmlos zu dem, was dieses desaströse rot-grüne Duo in Wien sonst noch angerichtet hat. Erstmals seit Jahren ist die Pro-Kopf-Kaufkraft in Wien im Österreich-Vergleich nicht mehr auf Platz eins, sondern hinter Niederösterreich und Salzburg gerutscht. Experten sehen das als Folge zahlreicher unqualifizierter Zuwanderer, die in der Bundeshauptstadt schlecht bezahlten Jobs nachgehen.
153.000 Wienerinnen und Wiener, darunter 42.000 Kinder, sind auf die Mindestsicherung angewiesen - also jeder zwölfte Bürger der Stadt. Seit 2000 ist die Anzahl um mehr als 250 Prozent angestiegen und damit regelrecht explodiert. Diese Zahlen sprechen für sich und machen einmal mehr deutlich, dass der Stadtregierung das Wohl der Wienerinnen und Wiener nur bedingt am Herzen zu liegen scheint. Der Trend in diese Richtung war bereits vor Jahren absehbar, Rot und Grün haben allerdings untätig zugesehen und das Geld der Steuerzahler lieber in Projekten wie der Mariahilfer Straße versenkt.
Das Ergebnis sind 130.000 Arbeitslose. Eine Arbeitslosenzahl, so hoch, wie es sie seit Ende des Zweiten Weltkrieges nicht mehr gegeben hat. Gebührensteigerungen und Mietenwucher bedingen den alarmierenden Verlust der Kaufkraft in Wien. Wir befinden uns in einer dramatischen Abwärtsspirale, die, ohne schleunigste Maßnahmen vonseiten der Stadtregierung, zu einem bitteren Ende führen wird.
Doch anstatt endlich vernünftig zu arbeiten und etwa die FPÖ-Forderungen nach einer sektoralen Zugangsbeschränkung zum Arbeitsmarkt oder dem sofortigen Gebührenstopp umzusetzen, wird von Rot und Grün reine Klientelpolitik betrieben.
Das kommende Jahr wird die dringend notwendige Erneuerung für Wien bringen. Ich bin überzeugt, dass es gelingen wird die arroganten SPÖ-Machthaber abzuwählen. Die Wiener haben sich Reformen und Bürgernähe verdient. Auch wenn es sich Michael Häupl nicht vorstellen kann: Eine Stadtregierung ohne SPÖ ist nicht nur möglich, sondern auch dringend notwendig.

Arbeitslosengeld - 4.600.-

Die Schlagzeilen der vergangenen Tage lassen einen nur noch staunen. Das EU-Parlament belohnt arbeitslose Ex-Mitarbeiter mit einer monatlichen Gage bis zu 4.600 Euro. Und im  österreichischen Parlament wurden in der Sommersitzung  – vielleicht auch absichtlich während der Fußball-WM – das Spesenkonto der Abgeordneten und die Gagen ihrer Mitarbeiter erhöht. Das alles passiert in einer abgehobenen Selbstverständlichkeit und unbeeindruckt von alarmierenden Arbeitslosenzahlen.
Das offizielle Journal des EU-Parlaments beschreibt das unfassbar hohe Arbeitslosengeld für Ex-Mitarbeiter mit „big benefits“.  Big, also groß, ist wohl die richtige Bezeichnung für 4.600 Euro im Monat, die einer, der zuvor im EU-Parlament tätig war, fürs Nichtstun bekommt. Unverschämt wird es, wenn noch weitere „benefis“ (also Begünstigungen) ans Licht kommen: So sollen die Ex-Mitarbeiter im ersten Jahr der Arbeitslosigkeit 60 Prozent des Gehalts erhalten, im zweiten 45 Prozent, im dritten immerhin noch 30 Prozent. Bei Bezügen bis zu 7.802 Euro sind das im ersten Jahr also bis zu 4.600 Euro. Die Zahl derer, die Anspruch auf diese Regelung haben, ist gar nicht klein. Denn nach der EU-Wahl im Mai ist etwa die Hälfte der Abgeordneten aus dem Parlament ausgeschieden, im Juni gab es 1.676 Assistenten der Abgeordneten.
Auffettung des Spesenkontos abgesichert
Was in der EU-Zentrale offenbar gang und gäbe ist, nämlich die eigenen Leute mit überhöhten Gehältern und „Benefits“ zu verwöhnen, wird nun auch im heimischen Parlament zum Standard. Hier haben die Regierungsparteien beschlossen, das Spesenkonto der Abgeordneten aufzufetten. Konkret können die Parlamentarier ab 1. August bis zu 514,9 Euro pro Monat gegen Beleg rückvergütet bekommen. Die derzeit 506 Euro waren ihnen zu wenig. Und um nicht wieder für Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit zu sorgen, wenn man mehr Spesen haben will, orientieren sich diese prozentuell nicht mehr an den Abgeordneten-, sondern an den Beamtengehältern. Heißt: Das Spesenkonto der Politiker wird nunmehr  – ohne viel Aufsehen – automatisch erhöht. Das haben Rot und Schwarz in ungewohnt trauter Einigkeit beschlossen. Ursprünglich wollten die Regierungsparteien ihre Aufwandsentschädigung um gut ein Viertel auf 643,67 Euro verbessern, doch der Widerstand der Oppositionsparteien und die Aufregung in der Öffentlichkeit zwang sie, kleinere Brötchen zu backen. Keinen Applaus in der Bevölkerung wird es auch dafür geben, dass der Entfernungszuschlag für auswärtige Abgeordnete von 253 Euro pro halber Stunde Fahrzeit auf 257 Euro hinaufgesetzt wurde. So gibt es künftig bei einer Anreisezeit von zwei Stunden in Summe einen Spesenersatz von rund 1545 Euro für diesen Abgeordneten.
Mitarbeiter-Gehalt um 30 Prozent erhöht
Die Abgeordneten werden ab 1. August aber nicht nur mehr Geld für Spesen, sondern auch für ihre persönlichen Mitarbeiter haben. Das sind 3.389 Euro brutto im Monat. Damit hat der Nationalrat, ohne Stimmen der Oppositionsparteien, deren Gehalt gleich um 30 Prozent erhöht. Dafür fehlt vielen das Verständnis, auch der FPÖ-Abgeordneten Dagmar Belakowitsch-Jenewein. Sie machte ihrem Ärger mit einer Wortmeldung im Parlament Luft: „Wir schaffen es nicht einmal, einen Mindestlohn einzuführen. Aber wir schaffen eine Lohnerhöhung für Parlamentsmitarbeiter um 30 Prozent. Das ist in Wahrheit ein Signal, das da vom Parlament ausgeht, und das in einer Zeit mit Rekordarbeitslosigkeit, in einer Zeit, wo Menschen draußen nicht mehr wissen, wie sie sich das Leben leisten können.“


Samstag, 19. Juli 2014

Häupl fordert Belastungsstopp und erhöht Heizkosten in Wien


"Die internen Probleme der SPÖ sind nicht die Probleme Österreichs. Die Sozialisten müssen endlich aufhören, ihre Politik nur nach der Panik vor einem Parteitag und der Wien-Wahl auszurichten", hält ÖVP-Generalsekretär Gernot Blümel zu den Aussagen des Wiener SPÖ-Bürgermeisters Häupl fest. "Obwohl die SPÖ schamlos die Menschen abkassiert, erzählt sie weiterhin Entlastungsmärchen", so Blümel. Denn die Genossen auf Bundesebene fordern stets Entlastungen, rufen aber gleichzeitig nach zusätzlichen Belastungen und neuen Steuern, um den Fuß in die Tür für kommende Abgabenerhöhungen zu bekommen. Die SPÖ-geführten Städte, allen voran Wien, zeigen das vor und toben sich bei Gebühren- und Abgabenerhöhungen munter aus.
Paradebeispiel: Die SPÖ-Gebührenlawine in Wien, die von Wasser, Abfall, über das Parken bis hin zur jüngsten Erhöhung der Öffi- Tickets reicht. Damit streifen die Genossen ein sattes Körberlgeld ein, wie man besonders anhand der Wasserversorgung sieht: Zwischen 2008 und 2014 sind die Einnahmen hier im Schnitt beinahe um 4,5 Prozent pro Jahr gestiegen. Die Ausgaben stiegen im selben Zeitraum durchschnittlich aber nur um 2 Prozent. "Das bedeutet zwischen 2008 und 2014 im Bereich der Wasserversorgung Überschüsse von 463 Millionen Euro, die der rot-grüne Gebührenwucher in die Kassen gespült hat", betont der ÖVP-Generalsekretär. Und auch der nächste Anschlag auf die Wiener Geldbörsel ist schon fixiert: Mit September werden die Fernwärmegebühren angehoben.
Stadt Wien in punkto Belastungen und Arbeitslosenrate top – Gebühren vertreiben Unternehmer und kosten Arbeitsplätze – ÖVP steht für echte Entlastung durch ehrliche Reformen. "Während die SPÖ auf Bundesebene von angeblichen Entlastungen fantasiert, zeigt die SPÖ Wien, wohin der vorgebliche sozialistische 'Entlastungsexpress' tatsächlich geht. Die Gebühren für U-Bahn, Parken, Strom, Wasser und Müll steigen stetig und die Stadt Wien macht dabei noch Gewinne auf Kosten der Steuerzahler. Statt Wien als Standort attraktiver zu machen und Unternehmen anzulocken, vertreibt man Klein- und Mittelbetriebe mit dem Gebührenwucher: Dadurch hat Wien im Vergleich zum Vorjahr um knapp 20 Prozent mehr Arbeitslose.
Blümel: "Das rote Wien zeigt vor, wie die Sozialisten Politik verstehen. Nämlich das Geld der anderen einfach munter einstreifen und mit beiden Händen beim Fenster rauswerfen." Gerade Häupl könnte die Menschen unmittelbar und direkt entlasten, indem er einfach die eklatanten Gebührenerhöhungen zurückschraubt. "Davon haben die Menschen wirklich etwas - im Gegensatz zu netten Märchenstunden über SPÖ-Steuern. Denn Märchen bleiben Märchen", so Blümel.
SPÖ-Bürgermeister Michael Häupl hat mit seinen Aussagen aufhorchen lassen. So spricht Häupl jenen Koalitionen "in denen gar nichts mehr geht" die Existenzberechtigung ab und zeigt plötzlich Sympathien für Minderheitsregierungen sowie dem berühmten freien Spiel der Kräfte, da er offensichtlich selbst nur zu gut weiß, dass das SP-Wahlziel "absolute Mehrheit" praktisch nicht erreichbar ist.Weder in Österreich, noch in Wien.

"Herr Bürgermeister, gerade in der rot-grünen Stadtregierung zeigt sich anschaulich was politischer Stillstand wirklich heißt", so der Parteiobmann der ÖVP Wien, StR Manfred Juraczka, in seiner ersten Reaktion.

"Denken wir nur an die Wahlrechtsreform, die versprochenen klaren Regeln zur Bürgerbeteiligung, die nach der Volksbefragung im März letzten Jahres versprochene Neugestaltung der Parkraumbewirtschaftung oder die groß versprochene Wohnbauoffensive - das alles sind wichtige Projekte der Stadt, die am rot-grünen Stillstand leiden", so Juraczka, der offen fragt: "Herr Bürgermeister, wie steht's um die Existenzberechtigung von rot-grün in Wien?"

"Wenn der Wiener Bürgermeister nun Gefallen am freien Spiel der politischen Kräfte gefunden hat, wunderbar, diesen Ball nehmen wir gerne auf - wir sind ja schließlich keine mieselsüchtigen Koffer. Gerne laden wir daher Grüne und FPÖ ein, den von ihnen unterzeichneten Notariatsakt zur Wahlrechtsreform gemeinsam mit uns umzusetzen um faire Verhältnisse für die Bürgerinnen und Bürger in Wien zu schaffen."

Zum Thema der Steuerentlastung, die wir uns alle ehebaldigst wünschen, hält Juraczka fest: "Wien ist leider Paradebeispiel dafür, dass der sozialdemokratische Weg einer einnahmenseitigen Budgetkonsolidierung rigoros gescheitert ist. Rekordschulden bei gleichzeitiger Rekordarbeitslosigkeit sprechen hier eine klare Sprache." Was für den Bund gilt, gilt umso mehr für Wien, so der ÖVP Wien Obmann: "Bürgermeister Häupl, sparen Sie endlich bei der Öffentlichen Hand durch ernsthafte Strukturreformen, statt den Bürgern permanent in die Tasche zu greifen."

So verhält es sich auch beim Thema Bildung: "Gerade in den Wiener Volksschulen werden wichtige Zusatzleistungen gestrichen und dafür medienwirksame Nachhilfeprojekte aus dem Boden gestampft. Den leidgeprüften Eltern ist es gleichgültig, ob Bürgermeister Häupl oder seine Parteifreundin Heinisch-Hosek für das Chaos in den Volksschulen verantwortlich ist." Hier besteht dringender Handlungsbedarf: "Das 5 Punkte Sofortprogramm zum Thema Bildung der Wiener ÖVP liegt jedenfalls am Tisch. Ich sage nochmals, handeln Sie endlich Herr Bürgermeister! Es geht um unsere Kinder und um unsere Stadt", so Juraczka abschließend.
Meinungsumfragen sehen seine SPÖ derzeit bei 37 bis 41 Prozent, die absolute Mehrheit ist nicht auszumachen. Wiens Bürgermeister und SPÖ-Chef Michael Häupl glaubt dennoch daran, bei der nächsten Landtagswahl eine Chance auf die absolute Mandatsmehrheit zu haben. Häupl sieht keinen Grund zur Sorge um die Regierungszusammenarbeit von SPÖ und ÖVP im Bund. Nur weil die Koalition um gemeinsame Positionen ringe.
Häupl steht das Wasser bis zum Hals, seine Poltik, sollte man von einer solchen überhaupt sprechen können, hat total versagt. Was er kann und was er auch gemacht hat ist, dass er die Abgaben immer nur höher schraubt, uns ausnimmt, wie eine Weihnachtsgans. Das geht jetzt zu Ende. Die letzten Häupl Wähler müssen sich jetzt zusammenraufen.