Mittwoch, 30. November 2016

2.500 Delogierungen

2.500 ist untertrieben. Laut BG sind es jährlich etwa 6.500! Dabei ist Wiener Wohnen Spitze!
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Würde, Wärme, Wohnen: Heilsarmee sichert Wohnungen

Podiumsdiskussion der Heilsarmee findet große Resonanz

Wien (OTS) - Die Mobile Wohnbegleitung (MOWO) der Heilsarmee ist 5 Jahre alt. Das war Anlass für eine Podiumsdiskussion zum Thema „Bedarfe und Herausforderungen für die Wohnungssicherung im Gemeindebau“ mit ExpertInnen von FSW, MAG ELF, MA 40, MA 24, Wiener Wohnen, einem betroffenen Mieter und einer Vertreterin der Heilsarmee. Das Interesse an der Veranstaltung war mit 90 TeilnehmerInnen größer als erwartet.

2.500 Delogierungen jährlich

In Wien werden jährlich ca. 2.500 Menschen aus ihrer Wohnung delogiert, davon 800-900 aus einer Gemeindewohnung. Die Folgekosten sind enorm: 20% der Delogierten kommen innerhalb von 12 Monaten in eine Einrichtung der Wiener Wohnungslosenhilfe. Zudem steigen die Wohnkosten nach einer Delogierung, da die Folgewohnung i.d.R. teurer ist.

Gemeinsames Konzept fehlt

„Nach 5 Jahren praktischer Erfahrung in der Arbeit mit Menschen in der eigenen Wohnung fällt der Bedarf nach strukturierter Wohnungssicherung im Gemeindebau besonders auf“, stellt DSA Mag. Ulrike Knecht, Leiterin der Mobilen Wohnbegleitung, fest. „Das Ziel muss sein, Delogierung zu verhindern. Dazu benötigen wir ein gemeinsames vernetztes Konzept zur Wohnungssicherung im Gemeindebau mit allen beteiligten Fachstellen.“

Kooperationen geplant

Die anderen ExpertInnen auf dem Podium sehen die Situation ähnlich. Es wird bereits gemeinsam an vernetzten Konzepten und Finanzierungsmodellen für die Umsetzung einer aufsuchenden und nachgehenden Sozialarbeit gearbeitet. Für die Zukunft werden weitere Kooperationen geplant, um Synergien zu schaffen und zusammen am nachhaltigen Erhalt der Wohnung von betroffenen MieterInnen zu arbeiten.

Mobile Wohnbegleitung der Heilsarmee

Die Mobile Wohnbegleitung richtet sich an Männer und Frauen, die aus einer Übergangswohneinrichtung in eine eigene Wohnung ziehen und beim eigenständigen Wohnen noch teilweise Unterstützung durch SozialarbeiterInnen benötigen.

Die Betreuungsziele der MOWO sind:

  • die Verkürzung der Verweildauer in den stationären Einrichtungen der Wiener Wohnungslosenhilfe
  • die psychosoziale Stabilisierung nach Umzug und im neuen Wohnumfeld
  • die Befähigung zu größtmöglicher Selbstständigkeit
  • das Vermeiden eines erneuten Wohnungsverlustes
  • das Erlangen einer selbstständigen und langfristigen Wohn- und Lebenssicherung
Picture Credits: Heilsarmee Österreich, Abdruck honorarfrei

Die Heilsarmee - seit über 80 Jahren in Österreich

Die Heilsarmee ist eine Hilfsorganisation und christliche Glaubensbewegung, die in ihrem "Kampf gegen die Armut" in weltweit 128 Ländern Menschen in schwierigen Lebenssituationen unterstützt. In Österreich wurde die Heilsarmee 1927 gegründet. Die Hilfsorganisation bietet in Österreich eine breite Palette an Hilfeleistungen und sozialen Einrichtungen wie Männerwohnheim, Betreutes Wohnen, Sozial Betreutes Wohnen, Mobile Wohnbegleitung, Gefangenenseelsorge und Wohnungslosenarbeit an.

Montag, 28. November 2016

Betrugsskandal weitet sich aus

wer anderen eine Grube gräbt fällt selbst hinein ... lieber Ludwig! Du Arsch!

http://tvthek.orf.at/profile/ZIB-1/1203/ZIB-1/13896828/Betrugsskandal-um-Wiener-Wohnen-weitet-sich-aus/13920470

Häupls Wien - wie er es nicht sehen mag

Auch das ist Häupls Wien. Ganz ohne Mercer-Studie, die ihn immer wieder jubeln lässt!

Robert, 41, kommt ursprünglich aus Ungarn. Seit 19 Monaten ist er in Wien und obdachlos. Als Mitarbeiter des Projekts SUPERTRAMPS hat er profil durch seine "Schlafstelle Wien" geführt.
Angefangen hat alles mit der Scheidung von seiner Frau. Damals war er noch Geigenbauer in der Nähe des Plattensees. Die heftigen Auseinandersetzungen mit seiner Ex-Frau stürzten ihn in eine tiefe Depression. "Von da an ging es immer weiter bergab", erzählt Robert. Er verlor seinen Beruf und wurde obdachlos.
"In Ungarn hast du als Obdachloser keine Chance. Es gibt keine Notschlafstellen. Wäre ich geblieben, wäre ich heute entweder tot oder im Gefängnis", schildert Robert die Situation für Obdachlose in Ungarn. Er wollte nach Österreich. Drei Tage lang erbettelte er sich vor einem ungarischen Bahnhof 80€. Genug für ein Zugticket nach Wien.
Als er in Wien ankam, wusste Robert nicht wohin. Er hatte von Notschlafstellen gehört, traute sich aber nicht danach zu fragen. Robert erinnert sich: "Mein Deutsch war schlecht und ich war zu schüchtern um jemanden anzusprechen. Also bin ich einem Obdachlosen gefolgt. So habe ich herausgefunden, wo Tageszentren und Schlafstellen sind."

Stell dir vor du bist obdachlos und hast kein Geld für einen Fahrschein. Was sagst du dem Schwarzkappler?

Beim VinziPort im dritten Wiener Gemeindebezirk fand Robert vorerst Unterschlupf. Um 1€ pro Nacht konnte er dort abends ein Bett beziehen, musste jedoch am nächsten Tag um 7 Uhr wieder auf die Straße. Bis 18 Uhr bleiben die Tore der meisten Notschlafstellen jedoch verschlossen, so auch die des VinziPort.
Die Notschlafstelle des Arbeiter-Samariterbundes (ASB) am Enkplatz in Wien-Simmering ist hier die Ausnahme. Dort ist abends bereits ab 17 Uhr Einlass. "Und diese eine Stunde kann im kalten Winter entscheidend sein", sagt Robert.
Der ASB betreibt am Enkplatz auch ein Tageszentrum für Obdachlose und bietet Computer-Schulungen an: Von Internetnutzung bis zum Verfassen von Bewerbungsunterlagen werden hier die notwendigen Fähigkeiten vermittelt, um den Ausweg aus der Obdachlosigkeit zu erleichtern.
In Österreich haben ausländische Obdachlose in den Sommermonaten keinen Anspruch auf einen Platz in den Notschlafstellen. In den Monaten von November bis Mai gibt es das sogenannte Winterpaket, das allen Obdachlosen, unabhängig von ihrer Herkunft, Anspruch auf einen Platz in einer Schlafstelle zusichert. Von Juni bis Ende Oktober lebte Robert im dritten Bezirk gegenüber von einem Wohnhaus. Auf einer Matratze, und bei Regen dicht an die Wand gedrückt, verbrachte er seine Nächte im Freien.
Die Bewohner der umliegenden Häuser hätten Robert größtenteils respektvoll behandelt. Dennoch sei es immer wieder zu unangenehmen Zwischenfällen gekommen: Schaulustige kamen vorbei um Robert in seinem Schlaflager zu fotografieren, nachts wurde die Polizei gerufen. "Mich kannte hier jeder. Die Menschen aus dem Wohnhaus gegenüber haben mir manchmal Essen gebracht. Ein Mann hat mir sogar eine Stoffbahne geschenkt, die ich als Vorhang genutzt habe. Damit hatte ich zumindest ein bisschen Privatsphäre", erzählt Robert.
Roberts Tour durch Wien führt auch zu einem beliebten Schlafplatz in der Nähe der S-Bahn Station St. Marx. Auf einem bewachsenen Hügel richten sich viele Obdachlose ihr Quartier ein. Es handle sich dabei jedoch meist um kriminelle oder drogensüchtige Obdachlose. "Wer mit mir hier ist, muss sich nicht fürchten. Aber ich rate davon ab, hier alleine herzukommen. Das kann gefährlich werden", erklärt Robert, während er die Schlaflager zeigt. Er selbst habe hier nie genächtigt: "Die Menschen leben hier im Dreck. Sie räumen ihren Müll nicht weg, sondern lassen einfach alles liegen. Das würde ich nicht aushalten."
Mit der Straßenbahn geht es weiter zum Enkplatz. Robert stellt seinen Tourgästen für die Fahrt mit der Bim eine Aufgabe: "Stell dir vor du bist obdachlos und hast kein Geld für einen Fahrschein. Was sagst du dem Schwarzkappler?" Seine Lieblingsantwort kam vor einiger Zeit von einem Jugendlichen. Er schlug "Heute ist mein Geburtstag" als Ausrede vor. Am Ende sei es trotzdem immer reine Glückssache: Manchmal habe Robert vom Fahrkartenkontrolleur einen Fahrschein geschenkt bekommen, manchmal aber eben auch nicht.

Seit ich in Österreich bin, geht es mir besser.
Am Enkplatz angekommen, zeigt Robert "seinen" Supermarkt. Im Eingangsbereich bat er Menschen um Essen. Er bekam Wurstsemmeln und manchmal sogar Gemüse oder Obst geschenkt. Direkt nach Geld gefragt habe er nie.
Robert zieht Bilanz: "Seit ich in Österreich bin, geht es mir besser. Ich habe keine Herzrhythmusstörung mehr, mein Blutdruck hat sich eingependelt und meinen Diabetes habe ich auch im Griff". Sein Engagement beim Projekt SUPERTRAMPS hat Robert noch den nötigen Aufwind gegeben: "Seit ich die Touren mache, bin ich motivierter. Psychisch geht es mir auch viel besser."
Über die vergangenen Sommermonate hat Robert bei einer Baufirma gejobbt. Für den kommenden Winter hat er bereits eine Stelle als Schneeräumer in Wien-Umgebung gefunden. Noch verbringt Robert seine Nächte in der Notschlafstelle VinziBett. Er hofft jedoch bald eine kleine Wohnung beziehen zu können und endlich sein eigenes Reich zu haben.

Donnerstag, 24. November 2016

Schon 62.000 Unterschriften

Neos sammelten schon 62.000 Unterschriften gegen ORF-Gebühren

24.11.2016 | 12:36 |  (DiePresse.com)
"Hier baut sich eine Bürgerbewegung auf", meint Neos.Obmann Matthias Strolz. Er will die ORF-Finanzierung in einem "Runden Tisch" diskutieren.

Die Neos sind freudig überrascht über den Zuspruch zu ihrer Petition gegen die ORF-Gebühren. Über 62.000 Personen hätten diese "in nicht einmal drei Tagen" unterstützt, sagte Parteichef Matthias Strolz am Donnerstag. "Hier baut sich eine Bürgerbewegung auf." Nun will die Partei zu einem medienpolitischen "Runden Tisch" einladen - noch vor der Dezember-Sitzung des ORF-Stiftungsrats.
Am 15. Dezember soll ja der Stiftungsrat über den heuer fälligen Gebührenantrag des ORF befinden. Davor, "in der ersten Dezemberwoche", will Strolz alle Klubobleute und Mediensprecher, Generaldirektor und Finanzdirektor des ORF sowie Medienminister Thomas Drozda (SPÖ) zusammentrommeln und auf eine ORF-Reform drängen. Der Terminvorschlag werde derzeit koordiniert, "und wenn nicht alle kommen wollen, machen wir es trotzdem".

Wollen Reform noch in dieser Legislaturperiode 

Eine ORF-Reform ist das mittelfristige Ziel der Neos-Aktion: Sie fordern Änderungen bei der ORF-Finanzierung - denn das Programmentgelt in seiner derzeitigen Form sei nicht mehr zeitgemäß - sowie der Gremien, um den politischen Einfluss auf den ORF zurückzudrängen.
Denn die Regierungsparteien würden eine Reform zwar stets vage in Aussicht stellen, aber "sie kommt halt nicht". Und dass sich das in der aktuellen Legislaturperiode nicht mehr ausgehen würde, will Strolz nicht glauben: "Das sind ja noch zwei Jahre."

100.000 Unterschriften neues Ziel

Kurzfristig will man verhindern, dass der Stiftungsrat heuer eine Gebührenerhöhung beschließt. Nachdem die ursprünglich erhofften 50.000 Unterschriften so rasch gesammelt waren, gibt Strolz nun 100.000 als neue Benchmark aus und ist "guter Dinge", das bald zu schaffen. An dem "echten Sturm an Erneuerungswillen" könne "die Politik und auch der ORF nicht vorbei", glaubt er.
Kommendes Jahr will er auch einen Petitionsantrag im Parlament einbringen und erinnert an die Petition für einen Hypo-Untersuchungsausschuss: "Da haben sie auch gemauert bis 100.000, dann waren sie sich nicht mehr sicher, und bei 250.000 sind sie eingeknickt."

Burgenland will ORF vom Bund finanzieren lassen

Strolz verweist überdies auf den jüngsten Entschließungsantrag im Burgenland, in dem der Wunsch an die Bundesregierung herangetragen wird, "eine Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks aus dem Bundesbudget zu prüfen".
Das Bündnis Liste Burgenland (LBL) hatte per Entschließungsantrag die ersatzlose Streichung verlangt. Einem Abänderungsantrag von SPÖ und FPÖ stimmte auch die ÖVP zu.
Die LBL-Mandatare Manfred Kölly und Gerhard Hutter hatte in ihrem Entschließungsantrag beklagt, die Landesstudios würden permanent "ausgehungert". Deshalb trete man für die Abschaffung der "Zwangsgebühren" ein. Ähnlich die ÖVP: "Die GIS-Gebühren sind ein Relikt aus alten Zeiten und müssen abgeschafft werden", verlangte ÖVP-Landesparteiobmann Thomas Steiner.

"ORF muss in staatlicher Hand bleiben"

Es gehe darum, zu prüfen, ob man den öffentlich-rechtlichen Rundfunk aus dem normalen Budget finanzieren könne: "Wenn das nicht machbar ist, dann bleiben die GIS-Gebühren aufrecht", erläuterte SPÖ-Klubobmann Robert Hergovich den rot-blauen Abänderungsantrag. Bei dem Thema sei Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP) gefordert. Oberste Priorität habe für die SPÖ: "Der ORF muss in staatlicher Hand bleiben", so Hergovich. Eine Abschaffung der Gebühren, ohne dass sie "Eins zu Eins" kompensiert würden, würde dies gefährden.

Mittwoch, 23. November 2016

Es drohen Armutsinseln

In Wien gibt es diese schon, da kommt Reinprecht zu spät.
Die Frage ist nur, warum drohen diese Armutsinseln? Die Arbeitswelt hat sich verändert, heute ist kein Arbeitsplatz mehr sicher. Wer wirklich noch glaubt, an seinem Arbeitsplatz alt werden zu können, der hat was an der Birne. Alle verändert sich, und das geht ganz rasch vor sich. Da kommen die Firmen nicht mit.
Das Soziale ist schon lange vorbei! Das hat es einmal gegeben, heute gibt es das nicht mehr. Schuld n dieser Misere ist die regierende SPÖ. Die Grünen natürlich auch, die machen alles stillschweigend mit. Sie denken, eine Koalition ist dazu da um still zu sein, den Partner nicht vor den Kopf stoßen zu müssen.


http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/wien/stadtpolitik/858152_Es-drohen-Armutsinseln.html

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Dienstag, 22. November 2016

Häupls Zugzwang

Und das soll eine Verbesserung sein? Es ist eine Rochade! Sonst gar nichts! Der Wahnsinn, der Schwachsinn bleibt bestehen. Eine Verbesserung schaut anders aus.

Der Parteitag der Wiener SPÖ, der erst kürzlich auf Herbst verschoben wurde, könnte nun doch wie ursprünglich geplant im Frühjahr stattfinden, hat Bürgermeister Michael Häupl nach der Vorstandstagung verkündet. Der Herbsttermin war ursprünglich gewählt worden, weil man den im Mai stattfindenden Bundesparteitag, bei dem das neue Programm im Mittelpunkt stehen wird, abwarten wollte.
Doch was heißt das jetzt für Häupl? Auf jeden Fall Zugzwang, sind sich die Politologen einig. Denn ein vorgezogener Parteitag bedeutet, dass der Bürgermeister den rebellierenden Flächenbezirken etwas anbieten muss. Die Vertreter der Flächenbezirke haben nämlich in den Gremien zwar keine Mehrheit, könnten aber bei der Wiederwahl des Landesparteivorsitzenden dem angeschlagenen Häupl Probleme machen.
Die Lösung liegt laut Insidern in einem personellen Umbau. Zwar soll Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely bleiben. Aber dafür könnte Wohnbaustadtrat Michael Ludwig das Finanzressort von Renate Brauner übernehmen. Damit wäre schon einmal ein Schlüsselressort in der Hand der Flächenbezirke. Und Brauner selbst könnte Harry Kopietz als Landtagspräsident beerben. Dieser hatte zwar betont, dass er unbedingt bis 2020 bleiben werde. Allerdings war zu diesem Zeitpunkt die Dringlichkeit einer Veränderung noch nicht so evident, wie nach der Vorstandssitzung.
Als weiteres Zugeständnis an die "Rebellen" wurde das Wohnressort genannt. Hier könnten dem Vernehmen nach Simmerings Bezirksparteiobmann Harald Troch sowie auch der Donaustädter Bezirkschef Ernst Nevrivy ins Spiel kommen. Und als Draufgabe könnte Häupl den Genossen versichern, den Parteivorsitz vorzeitig aufzugeben - und das alles nur, um wiedergewählt zu werden. Ein hoher Preis für Häupl, die Partei wieder zu versöhnen.