Freitag, 16. September 2016

Der Glaube und die Wirtschaft

Zum ersten Mal haben amerikanische Forscher berechnet, welchen Einfluss glaubensbasierte Einrichtungen auf die Wirtschaft haben. Das Fazit der konservativsten Schätzung: Krankenhäuser, Schulen, gemeinnützige Organisationen, Musiker, Hersteller von Halal-Lebensmitteln und viele mehr tragen jährlich etwa 378 Mrd. Dollar (rund 336 Mrd. Euro) zur US-amerikanischen Wirtschaftsleistung bei. Und dabei sind noch nicht einmal die Ausgaben an kirchlichen Feiertagen, wie zum Beispiel Weihnachten, miteingerechnet.
Gesundheitsindustrie profitiert
Die Studie wurde von Brian Grim von der Georgetown University http://georgetown.edu und Melissa Grim vom Newseum Institute http://newseuminstitute.org durchgeführt, Sponsoring gab es von der Organisation Faith Counts http://faithcounts.com . Der größte Teil der Einnahmen von religiösen Unternehmen kommt aus der Gesundheitsindustrie - allein die katholischen Betreiber zeichnen für eines von sechs Krankenhausbetten verantwortlich.
Etwa die Hälfte der Amerikaner gehört einer Glaubensgemeinschaft an, vom Christentum über Shintoismus bis hin zum Taoismus. Jede der rund 340.000 Kongregationen nimmt im Schnitt jährlich etwa 240.000 Dollar (etwa 214.000 Euro) ein, ein großer Teil davon besteht aus Abgaben und Spenden der Mitglieder. Wohltätige religiöse Organisationen leisten ebenfalls einen großen Beitrag zur amerikanischen Wirtschaft. Die Lutheran Services of America haben etwa einen jährlichen Betriebsertrag von 21 Mrd. Dollar (18,7 Mrd. Euro).
Besser als Apple und Microsoft
Ebenfalls nicht zu vernachlässigen sind Bildungsinstitutionen mit religiösem Hintergrund. Zwei Mio. Schüler bezahlen in diesen Einrichtungen jährlich ein Schuldgeld von 46,7 Mrd. Dollar (rund 41,5 Mrd. Euro). Daneben gibt es noch Einnahmen von Künstlern und Medienunternehmen mit religiösem Hintergrund oder aus der 1,9 Mrd. Dollar (fast 1,7 Mrd. Euro) schweren Halal-Lebensmittelindustrie. Zusammenfassend schließen die Forscher, dass Religion einen größeren Beitrag zur US-Wirtschaft leistet als die Technologie-Riesen Apple http://apple.com und Microsofthttp://microsoft.com zusammen.

Wertvoll, aber begrenzt

http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/wien/stadtleben/844967_Wertvoll-aber-begrenzt.html

Dienstag, 6. September 2016

Nullnummer Steuerreform

Wer hats nicht geahnt? Ein schönes spiel mit den wählern. Die ak, ögb, natürlich spö. Övp haben es ins blaue gelobt. Und jetzt das! Wem dürfen wir noch trauen?
http://diepresse.com/home/meinung/kommentare/wirtschaftskommentare/5080645/Die-Nullnummer-namens-Steuerreform?from=suche.intern.portal

Bürgerkraftwerk für Gemeindmieter

Was haben da die Gemeindebaumieter am Schöpfwerk davon? 
In der Wohnhausanlage der Gemeinde Wien in Meidling, am Schöpfwerk 29, mit 611 Gemeindewohnungen, wurden für die Wien Energie, auf 4.800m² Dachfläche, 1.229 Solarpaneele, mit einer Gesamtfläche von 2.000 m² montiert. Diese Anlage soll Naturstrom für 132 Haushalte im Jahr ins allgemeine Stromnetz einspeisen können. So weit so gut. Die Gesamtkosten von 1, 2 Millionen Euro für dieses Projekt, sollen laut Presseaussendung wie folgt aufgebracht werden –
„ Erstmals in einem Gemeindebau können sich die MieterInnen der Wohnhausanlage Am Schöpfwerk bevorzugt am Ausbau erneuerbarer Energie beteiligen, davon profitieren und gleichzeitig den Umwelt- und Klimaschutz unterstützen. Im Rahmen des Beteiligungsmodells räumt Wien Energie den MieterInnen ein Vorkaufsrecht ein. Die Paneele an der Photovoltaikanlage können zu je 950 Euro gekauft werden, pro Person maximal zehn Stück. Die Anteile werden mit einem Zinssatz von 1,75 Prozent vergütet, über eine Laufzeit von bis zu 25 Jahren. Insgesamt stehen 1.229 Anteile zum Verkauf.“
Viele Mieter dort, können nicht, oder nur schwer ihre Miete bezahlen. Wovon sollen die 9.500.- Euro hernehmen, um Paneele zu kaufen, um dafür nur 1, 75% an Zinsen zu erhalten? Nicht bekannt ist, wer für Wartung und eventuelle Beschädigungen aufkommt. Der Strom aus den Solarpaneelen fließt ins allgemeine Stromnetz. Davon haben die Mieter dort aber überhaupt nichts. Werden auf einen Gemeindebau, Sendemasten von Mobilfunkanbietern montiert, oder Hauswandaußenflächen für Werbung vermietet, erhält der jeweilige Gemeindebau einen Teil der Mieteinnahmen für Erhaltungs und Verbesserungsarbeiten gut geschrieben, hier ist scheinbar gar nichts vorgesehen. Vielleicht findet sich jemand der sich das Ganze einmal näher ansieht….

http://www.heute.at/bauenwohnen/Wiens-erstes-Buergerkraftwerk-fuer-Gemeinde-Mieter;art63961,1339034

Wien und der Wohnbau. Eine Geschichte von Pech und Pannen, Korruption und Sebstbedienung

Gudenus an Michael Ludwig: Transparenzkahlschlag trotz Wohnbauskandalen

Wohnbauförderungsbeirat muss neu konstituiert werden

Wien (OTS) - SPÖ-Wohnbaustadtrat Michael Ludwig kündigte bereits an, den Wohnbauförderungsbeirat abschaffen zu wollen. In allernächster Zeit soll eine derartige Initiative der Landesregierung vorgelegt werden. „Trotz unzähliger Skandale um den geförderten Wohnbau soll dieses demokratisch legitimierte Gremium abgeschafft werden. Das ist ein roter Schildbürgerstreich“, beharrt FPÖ-Vizebürgermeister Mag. Johann Gudenus auf der Beibehaltung und Neukonstituierung des Gremiums.
Namhafte gemeinnützige Wohnbauträger und ihre Tochterfirmen sorgten für einige mediale Aufregung: Die GEWOG-Neue Heimat und ihr Geschäftsführer, GBV-Obmann Karl Wurm, die Sozialbau AG-Vorstände, die kritische Stimme des Rechnungshofes zur GESIBA und die jüngsten Schlagzeilen um Siedlungsunion-Vorstandsobfrau Ingrid Schubert belegen, dass Transparenz ausgebaut werden muss. „Michael Ludwig will in dieser Situation Transparenz torpedieren anstatt Kontrolle auszubauen. Dieser Weg ist für unsere Stadt fatal“, kritisiert Gudenus.
„Offensichtlich will die SPÖ Skandale zubetonieren. Wir werden aber weiter daran arbeiten, verkrustete Strukturen und Machtkartelle aufzubrechen“, kündigt Gudenus entsprechende Initiativen im Rathaus an. Der geförderte Wohnbau müsse vom aktuellen Privilegien- und Parteiensumpf wieder zu seinen Ursprüngen zurückgeführt werden. „Wir Freiheitliche fordern die Neukonstituierung des Wohnbauförderungsbeirats und haben konkrete Maßnahmen zur Reform des Wohnbaus ausgearbeitet“, verweist Gudenus auf das Programm ‚Wohnbau für Wien – Freiheitliche Vorschläge für leistbares Wohnen in der Bundeshauptstadt’. „Ludwig hat den Menschen offenkundig nicht mehr als leere Phrasen und regelmäßige Skandale anzubieten. Die SPÖ ist wohnpolitisch bankrott“, schließt Gudenus.