Mittwoch, 24. September 2014

Wohnen in Wien: Wie viele Quadratmeter bekommt man um 150.000 Euro?


48 m2 in Wien oder 130 m2 Dachgeschoss in Fischamend: Wie viel Wohnraum man um sein Geld bekommt, hängt sehr stark davon ab, wo man bleiben will. Dies hat das Portal willhaben.at nun mit Beispielen aus konkreten Suchen illustriert und zeigt teils die sehr großen Unterschiede.
Um 150.000 Euro konnte man sich entscheiden zwischen einer 48 m2 Wohnung in Wien oder einer 130 m2 Dachgeschoss-Maisonette in Fischamend, nur 12 km vom Wiener Stadtrand entfernt.
Um 500.000 Euro konnte man im Vorjahr im feinen Wiener Oberdöbling eine 100 m2 Wohnung mit kleinem Garten kaufen, oder in Bürmoos bei Salzburg eine 141 m2 Villa. Bauland kostete im Vorjahr in Dornbirn am meisten (317,01 Euro/m2), gefolgt von Kitzbühel. Am billigsten war Bauland in Güssing (19,74 Euro/m2), so die Aufschlüsselung des Portals.
Wohnen in Wien als “Luxus”
Wie eine Studie der Arbeiterkammer ergibt, wird die Wohnungssuche in Wien immer schwieriger, besonders für junge Menschen.
Wohnen wird für sie zunehmend zum Luxus – und der Trend verstärkt sich. Mehr dazu.

Wie eine im Auftrag der Arbeiterkammer durchgeführte IFES-Umfrage ergeben hat, bezeichneten es 71 Prozent der Befragten, bei denen es sich um junge Wiener handelte, als schwierig, eine geeignete Wohnung zu finden.
Mehr als halbes Einkommen fürs Wohnen
Und bei den Unter-25-Jährigen geht mitunter mehr als die Hälfte des Netto-Haushaltseinkommens für Miete, Energie und Betriebskosten drauf. Die AK fordert Gegenmaßnahmen.
Im Rahmen der von Arbeiterkammer-Präsident Rudolf Kaske präsentierten Studie waren Wiener Arbeitnehmer im Alter bis zu 35 Jahren, die in den vergangenen fünf Jahren umgezogen sind, um ihre Meinung gebeten worden.
Wohnungssuche in Wien schwierig
Der Traum von der passenden Wohnung ist offenbar immer schwieriger zu realisieren: 2009 erlebte etwa jeder Zweite, der umziehen wollte, die Suche als mühevoll. 2012 und 2013 war es schon für 71 Prozent der Befragten schwer – vor allem aufgrund der hohen Preise.
42 Prozent gaben an, in eine private Altbauwohnung oder in eine Neubauwohnung gezogen zu sein. Jeder Fünfte entschied sich für eine Gemeindewohnung, rund 37 Prozent für Genossenschaftswohnungen. Altbaumieten waren dabei bereits gleich teuer wie freie Marktmieten, kritisierte die AK.
Mietverträge oft nur befristet – aber nicht günstiger
41 Prozent der Mietverträge in Altbauwohnungen waren befristet, bei den privaten Neubauwohnungen waren es sogar 60 Prozent. Auch hier ortet die Arbeiterkammer Unregelmäßigkeiten. Denn die Preise von befristeten und unbefristeten Mieten seien annähernd gleich. “Den gesetzlich vorgesehenen Abschlag von 25 Prozent für Befristungen gibt es meist nicht”, berichtete Kaske. Mieter würden diesen jedoch kaum rechtlich einfordern – aus Angst davor, dass der Vertrag nicht verlängert wird.
Makler im Zentrum der Kritik
Auch die Makler werden von der AK in die Pflicht genommen. Denn 82 Prozent der Befragten, die eine Altbauwohnung von einem Makler vermittelt bekamen, sagten, dass dieser sie nicht über die gesetzliche Mietobergrenze informiert habe. Die Makler, so gab Kaske zu bedenken, wären auch dem Mieter verpflichtet – würden meist aber nur für den Vermieter arbeiten.
Laut Studie zahlen 65 Prozent der Befragten mindestens ein Drittel des Netto-Haushaltseinkommens für die “warme” Wohnungsmiete, also für Miete, Betriebskosten, Umsatzsteuer und Energie. Bei den 18- bis 25-Jährigen geht bei jedem zweiten Haushalt mindestens die Hälfte oder mehr des Netto-Haushaltseinkommens für die Miete drauf.
Forderungen der AK
“Wohnen muss billiger werden”, forderte AK-Chef Kaske heute. Er plädierte unter anderem für eine Obergrenze bei Altbaumieten. Die Höhe des Hauptmietzinses dürfe nicht mehr ergeben als den Richtwert plus 20 Prozent. Weiters müsse die Wohnbauförderung zweckgebunden und Befristungen weitgehend abgeschafft werden. Auch die Maklergebühren für Mieter sollten gestrichen werden, verlangte Kaske. Die Schaffung klarerer Erhaltungspflichten für den Vermieter soll laut AK ebenfalls auf der Agenda stehen.
Geförderte Wohnungen ohne Anspruch
Eine andere Maßnahme schlug am Freitag die Fachgruppe der Immobilientreuhänder in der Wiener Wirtschaftskammer vor. Denn in Wien seien “Zigtausende” geförderte Wohnungen an Menschen vermietet, die einkommensmäßig nicht mehr gefördert werden müssten.
75.000 private Mietwohnungen würden um Preise vermietet, die das Niveau der 1960er-Jahre hätten. Das bestehende Eintrittsrecht erlaube, dass die Mieten weiterhin unter den tatsächlichen Kosten für den Vermieter blieben. Nötig wäre hier eine Heranführung der Preise an das Marktniveau, hieß es in einer Aussendung.
(apa/red)



Montag, 22. September 2014

Interne Revision und Stadtrechnungshof setzen auf Wissensmanagement

Lehrgang für Interne Revision abgeschlossen


Wie die Mieter betrogen werden können, dass hat Wiener Wohnen schon voll drauf, da kann der Stadtrechnungshof auch nichts mehr dazu tun. Ein funktionierendes Prüfwesen für die Stadt Wien wird da herausgestrichen, das sollen wir haben, haben wir nicht. Wird auch nie kommen. Der Stadtrechnungshof darf auch Wiener Wohnen nicht prüfen, deshalb ist er, wie der Rechnungshof selbst, unnötig und nur eine Institution die zwar viel Geld kostet, wo aber die Parteifreunde einen schönen Posten bekommen.
Der Stadtrechnungshof hat auf meinen Link  http://derdreck.blogspot.co.at/, zwar geantwortet, „geht uns nichts an, wenden Sie sich an die Staatsanwaltschaft“, was ich zwar gemacht habe, erwartet habe ich mir davon ja nichts und das mit guten Grund. Bis heute hat sich der Staatsanwalt nicht gerührt.

Wien (OTS) - Im feierlichen Rahmen der Verwaltungsakademie der Stadt Wien überreichte Magistratsdirektor Erich Hechtner am 22. September 2014 weiteren 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Lehrgangs für Interne Revision (2013/2014) ihre verdienten Diplome.
11 Module und eine Hausarbeit über aktuelle Revisions- und Rechnungshofthemen absolvierten die neu zertifizierten Prüforgane des Stadtrechnungshofs, der Magistratsdirektion, der Magistratsabteilungen 6 (Rechnungs- und Abgabenwesen), 26 (Datenschutz und E-Government) und 35 (Einwanderung, Staatsbürgerschaft, Standesamt), der Unternehmungen Wiener Krankenanstaltenverbund und Wiener Wohnen, der Wien Holding GmbH, des Stadtschulrats für Wien und des Amtes der Oberösterreichischen Landesregierung.
Hechtner betonte die Bedeutung eines funktionierenden Prüfungswesens für die Wiener Stadt- und Landesverwaltung einschließlich ihrer ausgegliederten Rechtsträger. Der Geschäftsbereich Personal und Revision der Wiener Magistratsdirektion, 18 weitere Magistratsdienststellen, die Unternehmungen Krankenanstaltenverbund, Wiener Wohnen und Wien Kanal, die Wiener Stadtwerke Holding, die Wien Holding und zwei Wiener Fonds verfügen über Revisionsfunktionen. Auch das Landesgesetz über das seit 2014 bestehende Verwaltungsgericht Wien verlangt eine (interne) Revisionsstelle.
Der weisungsfreie und seit 2014 mit mehr Unabhängigkeit und Kontrollmöglichkeiten ausgestattete Stadtrechnungshof prüft die Gebarung der Gemeinde samt deren wirtschaftlichen Unternehmungen, die Sicherheit der Einrichtungen und Anlagen und unterstützt dabei Politik und Verwaltung. Die auf Grundlage der internationalen Standards 2013 erbrachten Prüfungs- und Beratungsdienstleistungen der Internen Revision verfolgen neben klassischer Mängelbehebung vor allem das Ziel, im Interesse der Kundinnen und Kunden Geschäftsprozesse, interne Kontrollsysteme und Risikomanagement weiterzuentwickeln und zu verbessern.

Prüfung und Beratung stehen im Vordergrund

In einer Wissensgesellschaft sind ständige Aus- und Weiterbildung wesentliche Voraussetzungen, um als Interne Revision und Stadtrechnungshof den wachsenden Qualitätsansprüchen an die Verwaltung der Bundeshauptstadt gerecht werden zu können. Im Rahmen des von der Gruppe Verwaltungsakademie und Personalentwicklung (Geschäftsbereich Personal und Revision) organisierten siebenten Lehrgangs gaben 41 Expertinnen und Experten der Akademie für Interne Revision Österreich, des Bundesamts für Korruptionsprävention und Korruptionsbekämpfung, des Bundeskanzleramts, des Bundesministeriums für Finanzen, der KPMG Austria AG, des Landesrechnungshofs Niederösterreich, der Magistratsdirektion Wien, der Parlamentsdirektion, des Rechnungshofs, des Stadtrechnungshofs Wien, der Stratema Unternehmensentwicklung GesmbH, der Technischen Universität Wien, der TSC Business Solutions, des Verwaltungsgerichts Wien, des Wiener Krankenanstaltenverbunds und der Wirtschaftsuniversität Wien ihr Wissen an die TeilnehmerInnen weiter.
Magistratsdirektor Erich Hechtner gratulierte den Absolventinnen und Absolventen, die sich neben ihrer beruflichen Tätigkeit der einjährigen Ausbildung unterzogen haben. Neben dem kritischen Blick auf die Geschäftsprozesse sollten die Prüferinnen und Prüfer auch der Beratung der Dienststellen entsprechendes Augenmerk widmen. Dies erhöhe die Akzeptanz und die präventive Wirkung von Revisionsstellen. Bei den Dienststellenleiterinnen und Dienststellenleitern bedankte sich Hechtner für ihre Unterstützung auf dem Gebiet der internen Kontrolle sowie beim Team der Verwaltungsakademie für die erfolgreiche Abwicklung des Lehrgangs. Der achte Lehrgang für Interne Revision (2015/2016) beginnt voraussichtlich im Frühjahr 2015.


Der Wohnungsmarkt in Österreich boomt weiter - bei Mieten kommt's hingegen zur Stagnation

RE/MAX ImmoSpiegel veröffentlicht.



Der Wohnungsmarkt in Österreich boomt: 15.797 Wohnungsverkäufe wurden im ersten Halbjahr 2014 im Österreichischen Grundbuch verbüchert. Das sind um 20,9% mehr als im Vorjahreszeitraum und um 2,5% mehr als im Rekordjahr 2012. Der Wert der im ersten Halbjahr gehandelten Wohnungen stieg dabei um 27,1% auf 3,17 Mrd. Euro. Damit macht der Wohnungsmarkt derzeit zahlen - wie wertmäßig 38,5% aller Immobilienverkäufe in Österreich aus.
Zu diesem Ergebnis kommt RE/MAX, Österreichs größtes Immobilienexperten-Netzwerk, im RE/MAX ImmoSpiegel. Die Statistik-Daten beruhen auf der Kaufvertrags-Sammlung von IMMOunited - Roland Schmid und beinhalten alle in ganz Österreich verkauften und verbücherten Eigentumswohnungen.

"Der Markt für Eigentumswohnungen in Österreich bewegt sich nach der Anzahl der verkauften Wohnungen im ersten Halbjahr 2014 knapp über dem All-Time-High von 2012. Abgesehen von steigenden Eigentumswohnungspreisen hat sich in den letzten Jahren vor allem auch die Wohnungsgröße geändert. Die Preise für Eigentumswohnungen haben - im Gegensatz zu Mietwohnungen und Einfamilienhäusern - im Jahresvergleich nochmals angezogen, aber auch hier gibt es seit geraumer Zeit deutliche Signale einer Entspannung", sagt der Geschäftsführer von RE/MAX Austria, Bernhard Reikersdorfer, MBA.

Einen Gesamtüberblick über den Wohnungsmarkt gibt es unter 
http://goo.gl/bhgFJW

Freitag, 19. September 2014

FPÖ feierte Fest im Wiener Rathaus: “Häupl in Pension schicken”

Rund 2.000 Anhänger der FPÖ feierten am Mittwochabend im Arkadenhof des Wiener Rathauses ein Fest, das gut und gerne als Wahlkampfauftakt für die Wien-Wahl 2015 verstanden werden kann. 


Da feiert die FPÖ schon im Rathaus. Und Häupl schaut lässig zu. Das scheint die nächste Anbahnung zwischen Häupl und HC Strache zu sein. Präsident Fischer hat den FP-Ball in der Hofburg einmal verbieten wollen, was er natürlich nicht getan hat, Häupl lädt gleich die FP in das Rathaus ein. Was soll man davon halten?

HC Strache machte bei seiner Rede beim “Fest im Rathaus” deutlich, dass der Wahlkampf für die Wien-Wahl 2015 begonnen hat: Er möchten das “autoritäre System von Bürgermeister Michael Häupl”, den er übrigens “in Pension schicken” will, ändern und den Bürgern mehr Mitsprache verschaffen, berichtete Stella W. nach der Veranstaltung. Weitere Themen, die angesprochen wurden, waren die Verbreitung des “radikalen Islams”, die Ukraine-Krise, Verkehrspolitik und das Freihandelsabkommen TTIP.


Gemeinde Wien muss sozialen Wohnbau wieder aufnehmen


Und wieder einmal wird darüber diskutiert ob die Gemeindebauten verkauft werden sollen oder nicht. Diesmal ist die ÖVP und die NEOS für einen Verkauf und die SPÖ, FPÖ dagegen, sollte das ernst gemeint sein, was sie da von sich geben. Wir Wiener wissen was wir davon zu halten haben, dass was geschrieben steht, ist nur auf Papier. Kaum sind sie gewählt reden sie ganz anders. Einem Politiker darf nicht getraut werden, zu oft wurden wir schon belogen und betrogen Die NEOS schwimmen derzeit auf derselben Welle wie die ÖVP, dass wird ihnen viele Stimmen kosten. Nicht nur die Wohnungen wollen sie verkaufen auch das Wiener Wasser wollen sie veräußern. Wohin soll das führen? Warum verkaufen sie nicht gleich Österreich und leasen es dann zurück? Viel einfacher. Ob es dann billiger sein wird, ist abzuwarten, ausgehen darf man davon, dass es sehr teuer werden wird.

Wien (OTS/fpd) - Ausdrücklich gegen einen Verkauf von Wiener Gemeindewohnungen - wie jüngst wieder von einer politischen Partei gefordert - spricht sich der Wohnbausprecher der FPÖ Wien, Gemeinderat Dr. Herbert Eisenstein, aus. "Ein Verkauf von Gemeindewohnungen, weder an die Mieter, noch an ein Konsortium, oder an wen auch immer, steht für uns Freiheitliche zur Diskussion und ist auch nicht verhandelbar", erläutert der freiheitliche Gemeinderat. "Was Wien wirklich braucht, ist eine verstärkte Wohnbauleistung der Gemeinde, die wieder dazu übergehen muss, Sozialwohnungen zu errichten, um die hohe Zahl der Vormerkungen endlich wirksam abbauen zu können."
Überdies sei eine regelmäßige Überprüfung der Gemeindemieter auf deren Bedürftigkeit, wie sie ebenfalls aktuell wieder einmal gefordert wird, nicht durchführbar. Eine solche Überprüfung würde einen so gewaltigen Mehraufwand an Verwaltung bedeuten, dass sie nicht zu rechtfertigen sei, weiß Eisenstein.
"Wir Freiheitliche bekennen uns zum sozialen Wohnbau, der aber den gegenwärtigen Bedürfnissen angepasst werden muss. Da die aktuelle Wohnbauleistung bei weitem nicht genügt, um die Bedürfnisse der Wiener Bevölkerung zu decken, muss die Gemeinde endlich handeln und leistbare Wohnungen für diejenigen errichten, die sie dringend brauchen", fordert Eisenstein abschließend. (Schluss) hn
Wohnbaustadtrat Michael Ludwig stellt in einer Replik auf die erneut erhobenen Forderungen der Wiener ÖVP klar, dass es keinen Verkauf von Gemeindewohnungen geben werde: "Der Forderung, Gemeindewohnungen zu verkaufen, erteilen wir eine klare Absage. Auch eine Privatisierung durch die Hintertür wird strikt abgelehnt." Ludwig erinnerte gleichzeitig daran, dass diese Forderung seitens der ÖVP keineswegs neu, sondern lediglich unter einem neuen "Mascherl" aufgewärmt werde. Außerdem seien die "Erfolge" von ÖVP-Privatisierungen längst entzaubert. Sie beschäftigen heute noch Justiz und Staatsanwaltschaft. "Während die damalige schwarz-blaue Bunderegierung (Stichwort BUWOG) ihre Wohnungsbestände sukzessive privatisiert hatten, stand für die Wiener SPÖ und die Wiener Stadtregierung niemals zur Diskussion. Wir haben hier eine ganz klarte Haltung und sind nicht den Verlockungen des Neoliberalismus erlegen", so Ludwig. Zudem zeigen die internationalen Erfahrungen, dass all jene Metropolen, die ihre Wohnungsbestände verkauft und privatisiert haben, dies heute bitter bereuen.
In dem Zusammenhang bekräftigte der Wiener Wohnbaustadtrat auch, dass die 220.000 Wiener Gemeindewohnungen keine klassischen Sozialwohnungen, wie sie aus anderen Städten bekannt sind, seien. "Die Wiener Gemeindebauten sind ein Grundpfeiler, auf der die hohe Wohn- und Lebensqualität in unserer Stadt aufgebaut ist. Gemeinsam mit dem großen Anteil an geförderten Wohnungen bieten sie für rund 60 Prozent der Wienerinnen und Wiener ein erschwingliches Zuhause." Das Angebot richte sich an sozial Schwache, aber auch an den Mittelstand. Für den Bezug einer Gemeindewohnung, wie auch für Wohnungen aus dem geförderten Wohnbau, müssen klare Kriterien erfüllt werden. Dazu zählt auch, dass Einkommensgrenzen nicht überschritten werden dürfen. Personen mit geringem Einkommen werden zudem mit individuellen Beihilfen unterstützt. Diese sind selbstverständlich einkommensabhängig.
"Ein wesentlicher Erfolg der Wiener - und damit der sozialdemokratischen - Wohnbaupolitik ist, dass in der gesamten Stadt, wie auch im geförderten und kommunalen Wohnbau, Durchmischung stattfindet. Wir wollen keine Siedlungen, nur für Arme oder nur für Reiche, wie wir sie aus den Vororten von anderen Städten kennen", so Stadtrat Ludwig. Mit der neuerlichen ÖVP-Forderung nach der Überprüfung des Einkommens laufe es aber genau darauf hinaus. Die ÖVP offenbare wiederum ihr wahres Gesicht als Hausherren-Partei. Es gehe der ÖVP darum, mehr Menschen auf den privaten Wohnungsmarkt zu bringen - und ihr vermeintliches, eigenes Klientel, nämlich die Hausbesitzer zu bedienen. Ludwig bekräftigte: "Der Gemeindebau soll auch für den Mittelstand attraktiv bleiben. Wir wollen sozialen Aufstieg erleichtern und nicht bestrafen. Die ÖVP hingegen will jene bestrafen, die sich einen überschaubaren Wohlstand erarbeitet haben."
Außerdem müsste mit dem gleichen - von der Wiener ÖVP angeführten -Argument die regelmäßige Einkommensüberprüfung selbstverständlich für alle Bereiche des geförderten Wohnbaus herangezogen werden. Also von der geförderten Mietwohnung, bis zur geförderten Eigentumswohnung, dem mit Wohnbauförderungsmitteln errichteten Ein- und Zweifamilienhaus, wie für auch gefördert sanierte Wohnungen und Wohnhäuser. "Alleine in Wien wären damit weit mehr als 80 Prozent aller Wohneinheiten betroffen", so Wohnbaustadtrat Michael Ludwig. Antworten zu dem damit erzwungenen administrativen Aufwand blieb die Wiener ÖVP ebenso schuldig, wie auch Auskünfte darüber, wie sie diesen neuerlichen Vorstoß den "Häuselbauern" erklären will.
Ludwig betonte zudem, dass der Wiener ÖVP - wie auch den NEOS, die zuletzt die selben Forderungen erhoben hatten - ins Stammbuch geschrieben sei, "dass sich gerade erst im Vorjahr - im Rahmen der großen Wiener Volksbefragung - 87,17 Prozent der Wienerinnen und Wiener ganz klar gegen eine Privatisierung von Gemeindewohnungen ausgesprochen haben. Die jetzt erhobenen Forderungen stehen im krassen Gegensatz zur erfolgreichen Wiener Wohnpolitik und offenbaren die wahre neoliberale Klientelpolitik für Reiche."
Abschließend erklärte der Wiener Wohnbaustadtrat, dass die Stadt Wien dafür Sorge trage, dass erschwinglicher Wohnraum zur Verfügung stehe. Die unverhältnismäßigen Preissteigerungen der letzten Jahre haben ausschließlich den privaten Wohnungsmarkt betroffen. Eine umfassende Reform des Bundesmietrechtsgesetzes sei notwendig. Hier sei auch die Wiener ÖVP gefordert, um ihren Beitrag für erschwingliches Wohnen zu leisten. (Schluss) csi


Donnerstag, 18. September 2014

AK zur August-Inflation: Wohnen muss billiger werden

Der Rudi der gibt nicht so einfach auf! Er fordert und fordert – denn das kostet nichts und macht einen guten Eindruck. Aktionen setzte er keine, dass wäre nicht in seinem Sinn, denn da müsste er gegen die SP vorgehen und das will er auf keinen Fall, und so fordert er und fordert er, schließlich meint er, machen sollen es andere, nicht er.

 

MieterInnen müssen entlastet werden

Wien (OTS) - Für die Mieten müssen MieterInnen weiterhin tief ins Geldbörsel greifen. Sie stiegen im Jahresvergleich mehr als doppelt so stark wie die Gesamtteuerung. "Eine Wohnung zu finden, die man sich auch leisten kann, ist für viele derzeit unmöglich", sagt AK Präsident Rudi Kaske. "Die Wohnungssuchenden und Mieterinnen und Mieter müssen dringend entlastet werden. Ich erwarte mir vom Justizminister ehebaldigst Vorschläge zur Mietrechtsreform, damit Wohnen endlich billiger wird."
Laut aktueller Inflation sind die Wohnungsmieten im Jahresvergleich um 4,3 Prozent gestiegen, während die Gesamtteuerung 1,7 Prozent betrug. Analysen der AK zeigen: Die privaten Wohnungsmieten steigen seit 2005 und damit seit fast einem Jahrzehnt doppelt so stark wie die Einkommen und die allgemeine Teuerung. Eine Studie des WIFO hat diese Ergebnisse ebenfalls bestätigt.
Wohnen muss deshalb billiger werden - konkret verlangt die AK:
Mieten senken - klare Mietobergrenzen für private Altbau-Mietwohnungen; die Wohnbauförderung muss wieder zweckgebunden und an die Teuerung angepasst werden, damit mehr leistbare Wohnun-gen gebaut werden können; weg mit den befristeten Mietverhältnissen; Betriebskosten senken, indem Versicherungskosten und Grundsteuer für MieterInnen wegfallen; Makler-gebühren für MieterInnen streichen; klare Erhaltungsregeln für VermieterInnen festlegen.

Außerdem fordert der AK Präsident die Länder auf, die vom Bund in Aussicht gestellten Wohnbaugelder auch tatsächlich abzuholen. "Denn mehr geförderter Wohnbau heißt mehr leistbare Wohnungen und mehr Arbeitsplätze", so Kaske. "Und das kurbelt auch die Wirtschaft an."

Wiener Wohnen warnt vor Trickbetrügern

Da schau her, Wiener Wohnen warnt vor sich selber. Da kommt der Neumayer ganz gut weg, der gehört auch dazu und anrufen kann er sich auch gleich selber. Und wer schon einmal versucht hat bei Wiener Wohnen anzurufen, der weiß, wie zwecklos das ist.

 Betrügeralarm in Wien! In den letzten Tagen wurde Wiener Wohnen ein Fall gemeldet, in denen zwei Trickbetrüger versuchten Zutritt zu Wohnungen in städtischen Wohnhausanlagen zu erlangen. Nun wird gewarnt niemanden Unbefugten in die Wohnung zu lassen.

Die zwei bislang unbekannten Personen gaben gegenüber einer Mieterin in Döbling an, sie müssten im Auftrag der Hausverwaltung ein nicht ordnungsgemäß verlegtes Kabel im Wohnzimmer überprüfen. Als die aufmerksame Mieterin Verdacht schöpfte und die Polizei verständigen wollte, rissen die beiden Personen die Telefonleitung aus der Wand und suchten das Weite.

"Termin ausmachen"
Wiener Wohnen warnt ausdrücklich vor fremden Personen, die unangekündigt Gemeindewohnungen betreten möchten. "Alle MitarbeiterInnen von Wiener Wohnen und deren Tochterunternehmen sowie von Wiener Wohnen beauftragte Firmen vereinbaren grundsätzlich mit den MieterInnen einen Termin, wenn der Zutritt zu ihren Wohnungen erforderlich ist", betont Josef Neumayer, Direktor von Wiener Wohnen.

Lediglich in wenigen akuten Ausnahmefällen kann es vorkommen, dass Wiener Wohnen MitarbeiterInnen unangekündigt an die Wohnungstür klopfen, um die betroffenen MieterInnen über erforderliche Notmaßnahmen zu informieren.

 Wiener Wohnen weist darauf hin, dass sich alle MitarbeiterInnen von Wiener Wohnen im Außendienst ausweisen können. Außerdem werden niemals Geldbeträge vor Ort eingehoben.

Bei Fragen informieren
Bei Fragen und für weitere Informationen sollte jedenfalls die Wiener Wohnen Service-Nummer 05 75 75 75 angerufen werden. Entsprechende Beobachtungen können ebenfalls bei dieser Nummer gemeldet werden. Sollten fremde Personen versuchen, sich im Namen von Wiener Wohnen Zutritt zur Wohnung zu verschaffen, sich aber nicht ausweisen wollen, ist in jedem Fall auch die Polizei zu verständigen.