Freitag, 3. Januar 2014

Die Totengräber der Sozialdemokratie

Die Totengräber der Sozialdemokratie

Zum 125-Jahr-Jubiläum steckt die SPÖ in der Krise. Statt Arbeitnehmersorgen dominieren von Häupl bis Cap falsche Solidarität, Macht- und Geldgier.
Jeder Mensch hat ein Recht auf Erholung und Urlaub – auch ein Bundeskanzler. Werner Faymann sei daher die Zeit während der Feiertage mit der Familie zum Ausspannen gegönnt. Wenn der SPÖ-Vorsitzende körperlich und geistig erfrischt ins Bundeskanzleramt zurückkehrt, wird er merken, dass ein Spitzenpolitikerleben mehr als der Erhalt des Kanzleramts, eine geruhsame Koalition mit dem Lebensabschnittspartner ÖVP und der Besuch bei seinen Wiener Parteigenossen auf dem Donauinselfest als Höhepunkt ist.
125 Jahre hat die SPÖ seit der Gründung zum Jahreswechsel 1888/89 im niederösterreichischen Hainfeld überlebt. Geht der Schrumpfungsprozess so weiter, wird es statt einer 150-Jahr-Feier eher ein Totengedenken für die SPÖ geben. Die Totengräber der österreichischen Sozialdemokratie waren in den vergangenen Jahren schon fleißig am Schaufeln.
Zumindest der Überlebenstrieb ist bei führenden Genossen vorhanden. SPÖ-Klubobmann Andreas Schieder, eine Hoffnung der Nach-Faymann-SPÖ, also wohl nach der Wahl 2018, hat zum 125-Jahr-Jubiläum via Parteipressedienst festgestellt: „Die Klassen, wie sie früher existiert haben, gibt es heute nicht mehr, trotzdem bleibt es eine permanente Herausforderung, für soziale Gerechtigkeit einzutreten.“

Ein richtiger Befund. Aber was tut die SPÖ? Sie ruft den neuen Klassenkampf gegen „Reiche“ und „Millionäre“ aus. Viele Arbeitnehmer und auch Hackler haben es auch dank der Errungenschaften der SPÖ in den vergangenen Jahrzehnten zu Wohlstand mit Haus und viel Urlaub gebracht. Aber die SPÖ hat über Jahre die soziale und gesellschaftliche Entwicklung verschlafen, eine rote Politikergeneration von gestern hat ihre einstige Schutzfunktion auf teure Vorrechte für eine kleiner werdende Gruppe konzentriert und alltägliche Probleme der Arbeiter, der Beschäftigten, des kleinen Mannes ignoriert.
Das Paradebeispiel dafür liefert Wien. Die SPÖ-dominierte Stadt hat die Schwierigkeiten durch den Zuzug von Ausländern eineinhalb Jahrzehnte lang auch im politischen Sinn links liegen gelassen, exemplarisch etwa die Folgen für heimische (Arbeitnehmer-)Kinder in den Schulen.
Stattdessen verteidigt die hoch verschuldete Stadt millionenteure Sonderrechte für Magistratsbedienstete und hält das sogar für supersozial. Häupls notfalls machtbrutale SPÖ trägt auch die Hauptschuld daran, dass 2008 Pensionsreformpläne zur Berücksichtigung der steigenden Lebenserwartung im Bund abgewürgt wurden. Dafür büßen nun auch Bezieher kleinerer und mittlerer Pensionen durch niedrigere Erhöhungen. Ein Mann mit dem intellektuellen Format eines Michael Häupl verkörpert damit den Totengräber der Sozialdemokratie. Gott sei Dank gibt es noch den Wähler, der 2015 die Missachtung von Bürgeranliegen bestrafen kann.

Die Wähler haben das bereits 2013 eindrucksvoll getan, als die Glaubwürdigkeit von SPÖ-Politikern mit Füßen getreten wurde. Gabi Burgstaller, Salzburgs spektakulär verglühte rote Hoffnung, als Landeshauptfrau oberste Chefin eines Zockersystems mit Steuergeld, kann ein Lied davon singen. Ihr Linzer Kollege, Bürgermeister Franz Dobusch, ist dem durch Rückzug zuvorgekommen.
Faymann selbst hat als Vorwarnung schon zwei kräftige Ohrfeigen bekommen: zuerst im Oktober 2012 mit dem mageren 83-Prozent-Votum der Parteitagsdelegierten, dann – das wiegt viel schwerer – bei der Nationalratswahl 2013, als ihm nun ein schwacher ÖVP-Kandidat namens Michael Spindelegger den Verbleib im Kanzleramt gerettet hat.

Ex-SPÖ-Chef Alfred Gusenbauer hatte zumindest Visionen von einer „solidarischen Hochleistungsgesellschaft“ als Antwort auf die Herausforderungen im neuen Jahrtausend. Faymann hat einen Klubobmann, den er abgehalftert, aber im parteieigenen Renner-Institut mit einer Gage untergebracht hat, von der gut verdienende Arbeitnehmer und erst recht Hackler nur träumen können. Es würde schon reichen, wenn sich Josef Cap nun Anfang 2014 eine Frage stellte: Wie weit ist meine Tätigkeit mit dieser Gage mit der des Machers eines glaubwürdigen SPÖ-Programms vereinbar? Gar nicht, Herr Mit-Totengräber!

Verheerende Bilanz der Wiener Umweltstadträtin Ulli Sima

Verheerende Bilanz der Wiener Umweltstadträtin Ulli Sima
"Das vergangene Jahr war im Sima-Ressort kein verlorenes, nein, es hat unsere Stadt um Jahre zurückkatapultiert", stellt Wiens FPÖ-Umweltsprecher LAbg. Udo Guggenbichler fest. Dass der Gewinn aus der Müllentsorgung durch weitere unsoziale Gebührenerhöhungen in neue Rekordhöhen getrieben wurde, sei ebenso schon bittere Routine, wie das Verschleudern von Millionen für penetrante Eigenwerbung der Frau Stadtrat.
Im vergangenen Jahr habe Sima aber zusätzlich gleich damit begonnen, ein Stück Eigentum der Wienerinnen und Wiener unter die Kontrolle der SPÖ gebracht hat. "Sie hat die Donauinsel privatisiert, die Verwaltung einem roten Verein mit streng geheimen Mitgliedern übertragen (SP-Mitglieder und hochrangige Gemeindebedienstete) und dieser Organisation auch noch 200.000 Steuer- und Gebühren-Euro nachgeschmissen", ärgert sich Guggenbichler. Dies sei insofern besonders bemerkenswert, als die Häupl-SPÖ nahezu zeitgleich groß gegen Privatisierungen kampagnisiert hat. Guggenbichler: "Das ist an Falschheit kaum zu überbieten!"
Demokratiepolitisch bedenklich
Darüber hinaus wäre Sima hauptsächlich als willfährige Handlangerin der Bau-Lobby aufgefallen. "Egal, ob nun etwa das Zubetonieren von Lebensraum der strengstens geschützten Ziesel nördlich des Heeresspitals oder die Grünraum-Vernichtung am Semmelweisareal für Bonzen-Wohnungen - es scheint keine Pläne zu geben, die bei der Umweltstadträtin auf Widerstand stoßen", so Guggenbichler. Als stellvertretender Vorsitzender des gemeinderätlichen Umweltausschusses empört ihn die mangelnde demokratische Reife Simas: "Sie ging 2013 massiv gegen die Oppositionsrechte vor, ließ Akten ausdünnen und damit ihre Vorhaben für uns kaum noch nachvollziehbar und kontrollierbar machen."
Gerichte weisen Sima in die Schranken
Auch ihr Umgang mit Mitarbeitern habe einmal mehr in der Kritik gestanden, ließ Sima doch etwa Umweltberater mit illegalen Kettenverträgen beschäftigen, um ihnen grundlegende Arbeitnehmer-Rechte vorzuenthalten. Als einige der Opfer das Gericht anriefen, entschied dieses klar gegen Sima. Guggenbichler: "Die entsprechenden Mitarbeiter mussten zwar, wie es das Gesetz vorschreibt, vom Magistrat angestellt werden, sie sind seither aber einem brutalen Mobbing ausgesetzt. Da wurden und werden Menschen, die berechtigt aufbegehrt haben, einfach fertig gemacht."
Wien bei Mülltrennung an letzter Stelle

Zu schlechter Letzt versage Sima auch in Sachen Mülltrennung - und das trotz Millionen Euro teuren Kampagnen. "Obwohl Sima am meisten für Werbung ausgibt, liegt Wien im Bundesländer-Vergleich weit abgeschlagen an letzter Stelle. Eine Peinlichkeit, die nur belegt, dass da einmal mehr nur befreundete Medien und Werbe-Firmen finanziert wurden. Auf Erfolg wurde überhaupt kein Wert gelegt und daher blieb er auch aus."

Dies sei, obwohl nur ein Teil des gesamten Desasters, bereits eine wahre Horror-Bilanz, erklärt Guggenbichler: "Wären wir in der Schule, gäbe es ein klares Nicht Genügend. Aber im Gegensatz zu Schülern, die dann Jahre wiederholen müssen, geht das Versagen Simas seinem Ende entgegen. Wir Freiheitliche werden sie nach der Wahl 2015 nämlich in die Wüste schicken!"

Wohnen in der Stadt: Teuerung schwächt sich ab

Wohnen in der Stadt: Teuerung schwächt sich ab
Anleger sehen sich nach Alternativen um, Eigennutzer wohnen lieber zur Miete. Das ließ im Vorjahr die Zahl der Immobilientransaktionen sinken. Heuer dürften auch die Preise nachgeben. Nur zentrales Wohnen wird teurer.
Wien. Die gute Nachricht zuerst: 2014 wird ein Jahr der Käufer und Mieter. Das erwarten zumindest die Makler von Remax. Das Angebot an Immobilien dürfte leicht ansteigen, die Nachfrage leicht sinken, und das sollte zu einem Preisrückgang von einem Prozent (über alle Immobilienarten) führen.

Im Vorjahr gab es etwa 80.000 Immobilientransaktionen in Österreich. Zum Vergleich: Von 2010 bis 2012 hat es in keinem Jahr weniger als 90.000 Transaktionen gegeben. Ein Grund ist die Zurückhaltung der Anleger: „Wer anlegen wollte, hat das bereits getan“, erklärt Bernhard Reikersdorfer, Geschäftsführer von Remax Austria. Angesichts der seit Jahren sinkenden Renditen schauen sich die Investoren lieber nach günstigeren Anlagealternativen um. Zinshäuser etwa dürften heuer billiger werden.

Die zweite große Zielgruppe, die Eigennutzer von Immobilien, bricht ebenfalls weg. Sie kommen schwerer an Kredite und mieten daher lieber. „Die Mietwohnung wird für viele zur Dauerlösung“, stellt Reikersdorfer fest. Die Folge: In diesem Bereich wächst die Nachfrage, die Mieten – vor allem in zentraler Lage – dürften kaum fallen.
Die schlechte Nachricht ist also, dass sich Wohnungsmieter (auf dem freien Markt) und Käufer in zentraler Lage weiterhin mit steigenden Preisen herumschlagen müssen (siehe Grafik) – wenn auch der Anstieg sich gegenüber den Vorjahren abflacht. Wer sich auf dem Land – ob zur Miete oder im Eigentum – einquartieren will, kann sich hingegen sogar über fallende Preise freuen. Ursache sei, dass das Thema Kosteneffizienz (Energie und Verkehr) eine immer größere Rolle spielt: Wer sich günstig auf dem Land einmietet, hat häufig höhere Ausgaben für die Mobilität.


Achtung Faymann kommt!

Moskau/Wien (OTS) - Die heutige Ankündigung der sozialdemokratischen LSBT-Organisation SoHo, Bundeskanzler Werner Faymann werde seine Reise nach Sotschi dazu nützen, um eine "klare Haltung zu den unerträglichen Diskriminierungen in Russland zu vertreten", hat großes Zittern im Kreml ausgelöst. Putin habe vor Schreck seine Teetasse fallen lassen, erklärte heute ein Kreml-Sprecher in Panik, dementierte aber energisch Gerüchte, Putin habe sich vor Angst auch in die Hose gemacht. Das sei schon deshalb gar nicht möglich, weil Putin seit Tagen noch fester die Pobacken zusammenkneife und seinen Schließmuskel trainiere, nachdem der russische Geheimdienst vorige Woche Faymanns perfiden Geheimplan ausspioniert habe: Faymann beabsichtige in Anlehnung an die Aktion "#Mundpropaganda" (prominente ausgewiesene Heteromänner knutschen innig gegen Homophobie), Putin mit einem innigen Bruderkuss in Sotschi in Verlegenheit zu bringen. Angeblich habe Faymann gemeint: "Was Leonid Breschnjew und Erich Honecker konnten, können Putin und ich wohl auch!" 

Kreml-Anal-ytiker sind allerdings mehr als skeptisch, ob Faymanns Plan aufgehen werde. So dämpft etwa der bekannte finnische Kreml-Experte Hämo Roid die Hoffnungen Faymanns: "Angesichts der zahlreichen Arschkriecher, die in Sotschi erwartet werden, wird für Faymann kaum Platz in Putins Gedärmen sein." 

(Achtung, Satire!) 

http://www.gq-magazin.de/tags/0-9/mundpropaganda 

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OTS0109 2014-01-02/14:50 

021450 Jän 14 

Donnerstag, 2. Januar 2014

Das Ende ist nah - Wer hat uns verraten?

Das Jahr 2013 war politisch und gesellschaftlich wahrlich kein gutes für Österreich. Die Wirtschaft stagnierte, die Inflation stieg, die Arbeitslosigkeit erreichte Rekordwerte und mehr als jeder dritte Österreicher hat weniger Geld zur Verfügung als noch vor einem Jahr. Trotz all dieser negativen Entwicklungen wurden zum Drüberstreuen im September bei der Nationalratswahl die Hauptverantwortlichen dieser Misere, SPÖ und ÖVP, wiedergewählt, wenn auch nur knapp.
Ende des Jahres bestätigte auch das österreichische Wirtschaftsforschungsinstitut die prekäre Lage der Wirtschaft, vor allem mit dem Fokus auf die Kaufkraft: „Angesichts der enttäuschenden Einkommensentwicklung und der erhöhten Arbeitsplatzunsicherheit waren die privaten Haushalte 2013 in ihren Konsumausgaben sehr zurückhaltend.[…] Insgesamt schrumpfte der reale Konsum.“ Die Inflation fraß demnach die ohnehin verschwindend geringe Erhöhung der Nettolohnsumme von 2,3 Prozent auf.
2013 entwickelte sich das BIP mit real + 0,3 Prozent am schwächsten seit der Krise 2008/09. Das geringe Wachstum spüren die Haushalte deutlich. Die Zahl der Arbeitslosen stieg um über 30.000, die Arbeitslosenquote erhöhte sich um fast 1 Prozentpunkt.
Die Nettolohnsumme stieg 2013 um 2,3 Prozent, die Inflation von 2 Prozent senkte die Kaufkraft der Einkommen allerdings beträchtlich, so das österreichische Wirtschaftsforschungsinstitut:
„Angesichts der enttäuschenden Einkommensentwicklung und der erhöhten Arbeitsplatzunsicherheit waren die privaten Haushalte 2013 in ihren Konsumausgaben sehr zurückhaltend … Insgesamt schrumpfte der reale Konsum.“
Auch die Unternehmen durchliefen 2013 eine schwierige Phase: Die durch das BIP gemessene gesamtwirtschaftliche Produktion stieg 2013 real um nur 0,3%. Das drückte die Investitionen, sie verringerten sich gegenüber dem Vorjahr um real 1,4 Prozent.
Die Österreicher spüren die Folgen des geringen Wachstums bereits. Nach eigenen Angaben hat knapp ein Drittel der Österreicher derzeit weniger Geld zur Verfügung als noch vor einem Jahr. Die Kaufkraft sinkt mit zunehmendem Alter. Mehr als ein Drittel aller über 50-Jährigen hat weniger Geld zur Verfügung als im Vorjahr. Nur 15 Prozent schätzen ihr verfügbares Geld höher ein als 2012, so eine Studie der Generali.
Die größten Verlierer sind die Banken. 18 Prozent der Österreicher geben an, nächstes Jahr weniger Geld ansparen zu können beziehungsweise zu wollen. 2012 sagte das nur jeder Zehnte.
Das größte Einsparungspotenzial sehen die unter 30-Jährigen beim Alkohol mit 24 Prozent.
2014 wird für Österreich schwierig. Es wird das Jahr mit der höchsten jemals gemessen Arbeitslosigkeit. Die schwache Konjunktur, das Arbeitskräfteplus durch die Öffnung des Arbeitsmarktes nach Osten und Firmenpleiten setzten den Arbeitsmarkt unter Druck (mehr hier).
Dass mittlerweile knapp jeder dritte Österreicher weniger Geld zur Verfügung hat, betrifft besonders Über-50-Jährige. Lediglich 15 Prozent schätzen ihr verfügbares Geld höher ein als 2012, so etwa eine Studie der Generali Versicherung. Auch die Investitionen im Standort Österreich gingen deutlich zurück, real um 1,4 Prozent. Durch die annähernde Stagnation des Bruttoinlandsprodukts setzten Konzerne verstärkt auf Sparmaßnahmen wie Arbeitsplatzabbau und Auslagerungen der Produktion.
Im angelaufenen Jahr 2014 wollen die Österreicher vor allem weniger Sparen. Angesichts der gegen Null gehenden Zinsen und des Vertrauensverlustes gegenüber den Banken ist diese Entwicklung keine Überraschung. Auch beim womöglich teurer werdenden Alkohol wollen sich viele dieses Jahr zurückhalten. Und auch die wirtschaftliche Situation dürfte sich im Jahr 2014 weiter verschlechtern. Die Konjunktur schwächelt weiter vor sich hin, die Zwangsabgabe von 10 Prozent der Sparguthaben zur Rettung der Banken wird immer konkreter, das Handelsabkommen der EU mit den USA (TTIP) wird die Märkte mit Genmais und Co. fluten und als I-Tüpfelchen kam nun auch die weitere Arbeitsmarktöffnung gen Osten, die die Arbeitsmarktsituation in Österreich dramatisch verschärfen wird.


Das Jahr 2013 hat drei wichtige Erkenntnisse gebracht, wie die Schuldenkrise in Europa gelöst werden wird.
Die sogenannten „Bail-Ins“, also die Beteiligung der Bankkunden an der Rettung ihrer Bank, ist als EU-Richtlinie verabschiedet worden und seit dem Sommer geltendes Recht in Europa. Damit ist der „Fall Zypern“ auch formal zur „Blaupause“ für Banken-Rettungen geworden: Die Anleger werden rasiert, wenn ihre Bank am Abgrund steht. Zwar sollen formal Einlagen unter 100.000 Euro sicher sein. Doch wie dieses Versprechen eingelöst werden soll, kann und will niemand garantieren (mehr hier).
Mit dem Vorschlag des IWF, eine 10 prozentige Zwangsabgabe als „Schulden-Steuer“ auf alle europäischen Vermögen zu erheben, ist die Saat gelegt, dass Staaten, wenn ihre Banken in existentielle Bedrängnis geraten, zur Enteignung schreiten können, um den großen Crash – nämlich den Domino-Zusammenbruch eines unkontrollierten und undurchschaubaren Finanzsystems – zu verhindern (mehr hier).
Die dritte Erkenntnis ist, dass der ESM als Banken-Rettungs-Vehikel herangezogen werden kann: Steuergelder, die von den Staaten in diesen von niemandem kontrollierten, supranationalen Hedge-Fonds eingezahlt wurden, werden zur Rettung von Banken herangezogen. Das haben die EU-Führer im Sommer beschlossen. Die Rettung der spanischen Banken war der erste Schritt, alle weiteren Rettungen werden dem Gewöhnungs-Effekt unterliegen (mehr hier).
Die Ausmaße der globalen Schulden-Krise übersteigen jedes Vorstellungsvermögen. Jede „Lösung“ des Problems führt zu schweren Verwerfungen im System. Die Lösung über einen „Staatsbankrott“ – eigentlich die ehrlichste Variante, wird von der Politik nicht in Betracht gezogen.
Der deutsch-spanische Ökonom Philipp Bagus schreibt in einem aufschlussreichen Beitrag für das Ludwig-Mises-Institut, dass ein Staatsbankrott zu „Verlusten bei Banken und Versicherungen“ führen würde, „die die Ersparnisse ihrer Kunden in Staatsanleihen investiert haben“. Dann könnten die Verluste bei Anleihen- und Investmentfonds einen „Kollaps des Bankensystems auslösen“. Bagus: „Eine Pleite-Spirale überschuldeter Marktteilnehmer würde ein finanzielles Armageddon auslösen. Deshalb hat die Politik bisher alles getan, dieses Szenario zu vermeiden.“
Indiz dafür, dass es keinen Staatsbankrott geben wird, ist die auffällige Untätigkeit der EU in dieser Sache: Hatten noch zu Beginn der Griechenland-Krise alle Beteiligten lautstark gefordert, dass die EU verbindliche Regelungen für eine geordnete Staats-Pleite brauche, haben sich die Gremien im Jahr 2013 trotz reger Gipfel-Tätigkeit nicht ein einziges Mal mit diesem Thema befasst.
Bagus glaubt nicht, dass die Zentralbanken und die Politik es wagen werden, die Krise durch Inflation und Hyperinflation zu lösen – obwohl die Inflation „die der Politik liebste Option sei“. Doch die Gefahr, dass das System damit außer Kontrolle gerät, ist groß. Daher werden alle Beteiligten diese Variante nur als „ultima ratio“ einsetzen.
Auch ein anderer Weg wird von der Politik nur mit großem Widerwillen beschritten werden: Die Staaten könnten sich weigern, „die staatlichen Renten, Sozialleistungen und Arbeitslosenunterstützung massiv kürzen, um ihre Defizite auszugleichen oder Schulden zurückzuzahlen“. Das macht keine Regierung gerne. In Deutschland regiert eine große Koalition. Sie steht für den Sozialstaat in seinem „status quo“. Rentner und Empfänger von Sozialleistungen werden erst massiv bestraft werden, wenn es gar nicht mehr anders geht. Diese beiden Gruppen sind jene, auf die alle Parteien bei den Wahlen schielen – weil sie zahlenmäßig die größten Gruppen sind. Jede Regierung kann von den Rentnern abgewählt werden. Streicht man die Sozialleistungen, hat man den Bürgerkrieg.
Vermutlich werden, wie Daniel Stelter ausgeführt hat, beide Gruppen früher oder später dennoch zur Kasse gebeten werden – ganz einfach, weil die Schuldenlast zu groß ist (mehr dazu hier).
Doch diesen Zeitpunkt wird die Große Koalition so weit als möglich hinausschieben. Beim Runden Tisch der NZZ mutmaßen die Banker bereits, dass Deutschland „das neue Frankreich“ werden wird: Ein Staat der Zentralisierung mit einem starken Fokus auf die Beglückung der Bürger durch Transferzahlungen.
Radikale Kürzungen bei staatlichen Versprechungen werden 2014 noch nicht schlagend werden: Die herrschenden Parteien in Europa fürchten, dass sie bei der EU-Wahl im Frühjahr 2014 eine starke euroskeptische Bewegung zu bekämpfen haben. Daher werden sie nichts unternehmen, was den Bürgern das Gefühl geben könnte, dass das Füllhorn leer ist.
Was jedoch schon bald in Angriff genommen werden kann, ist die Enteignung der „Steuerzahler, Sparer und Geldhalter“, wie Bagus schreibt. Sie werden „zwecks Reduzierung der Überschuldung und zur Stabilisierung der Währung ausgebeutet werden“.
Dies wird durch eine „Kombination mehrerer Szenarien“ erfolgen. Sie werden „die entstandenen Verluste aufdecken und die Wohlstandsillusion beenden“.
Bagus sieht folgende Optionen:
Finanzielle Repression
„Finanzielle Repression ist eine Möglichkeit, die Ersparnisse der Menschen immer mehr in Richtung Staat zu kanalisieren und so die Tilgung der Schulden zu ermöglichen. Finanzielle Repression, das ist auf der einen Seite der Erlass von Gesetzen, die bestimmte Investments unattraktiv machen, aber auch von Regulierungen, um den Kauf von Staatsanleihen zu induzieren.“
Steuerpolitische Maßnahmen
„Die Idee dabei ist es, die Eliminierung von Staatsschulden und eine Rekapitalisierung von Banken mittels Besteuerung zu erreichen. Wird die Überschuldung reduziert, verschwindet für die Notenbank auch die Notwendigkeit, die Zinsen auf einem Niedrigniveau zu belassen und dazu immerfort neues Geld zu drucken. Durch den Überschuldungsabbau kann die Währung so wieder auf eine gesündere Basis gestellt werden. Um dieses Ziel zu erreichen, könnte die Regierung Vermögen in massivem Ausmaß enteignen, um die Staatsschulden zurückzuzahlen. Die Regierung muss lediglich die Steuern erhöhen oder eine einmalige Vermögensabgabe durchführen. Die Einnahmen daraus verwendet sie dann für die Rückführung der Staatsschulden und zur Rekapitalisierung der Banken. In der Tat hat der IWF kürzlich eine einmalige Zwangsabgabe in Höhe von 10 % zur Reduzierung der hohen Staatsverschuldung in Europa empfohlen.“
Wie realistisch diese Variante ist, zeigt die Prognose der dänischen Saxo-Bank: Sie erwartet die Zwangsabgabe für 2014 und sieht bereits die Rückkehr der Eigentumsbegriffs der UdSSR (mehr hier).
Echte Währungsreform
Diese Variante gab es in Deutschland nach dem Krieg. Sie wurde gewählt, um die „Vermögensvernichtung, die während des Krieges entstanden war“, glattzustellen.
Bagus erklärt, was damals vor sich ging:
„Die Bürger konnten 60 Reichsmark im Verhältnis 1:1 in DM tauschen. Alle Guthaben über 60 Reichsmark wurden einfach durch zehn dividiert und in DM getauscht. Alle Schulden wurden ebenfalls gezehntelt. Darüber hinaus wurde der Ausfall von Staatsschulden erklärt, mit Ausnahme der Staatsanleihen, die von Banken gehalten wurden. Sie erhielten Ausgleichsforderungen. Außerdem gab es eine einmalige Vermögensabgabe in Höhe von 50 %! Diese Maßnahmen brachten zusammen genommen folgendes Ergebnis: Die Überschuldung wurde abgebaut, der Staat praktisch entschuldet, die Banken rekapitalisiert (indem ihre Verbindlichkeiten gezehntelt wurden, nicht aber deren gesamte Vermögensanlagen (Staatsanleihen)), und die Sparer weitestgehend enteignet.“
Bail-In als teilweise Währungsreform
„In Zypern wurden Bankgläubiger (Sparer) zu Bankaktionären. Die Bankverbindlichkeiten wurden so reduziert und das Eigenkapital erhöht. Die Geldmenge ging zurück. Ein bail-in rekapitalisiert das Bankensystem und lässt gleichzeitig schlechte Schulden verschwinden. Das Eigenkapital kann sogar so stark ansteigen, dass ein teilweiser Ausfall von Staatsschulden nicht die Stabilität des Finanzsystems bedrohen würde. Bei einem Bail-in würden beispielsweise die Bürger, die in Lebensversicherungen investiert sind und die wiederum in Bankverbindlichkeiten und Staatsschulden angelegt haben, von den Verlusten getroffen. Im Ergebnis würde die Überschuldung von Banken und Staaten abgebaut, auf Kosten der Sparer und Geldbesitzer.“
Wenn man diese Optionen mit den bereits getroffenen Weichenstellungen auf EU-Ebene vergleicht, fällt es nicht schwer, einen Masterplan zu erkennen. Die Finanz-Eliten, die in Europa den Kurs bestimmen – IWF, EZB und EU, in Griechenland, Portugal und Irland unter den Begriff „Troika“ bekannt – werden, wie Bagus meint, den Super-Crash verhindern – nämlich das Ende des Monopols der Papiergeld-Schöpfung.
Die Europäer sollten sich für 2014 auf einen giftigen Cocktail aus Zwangs-Abgaben (Bail-In), Vermögenssteuer (IWF) und Enteignung der Steuerzahler (ESM) einstellen.
Die Probleme werden damit natürlich nicht grundsätzlich gelöst sein.
Doch die Retter des Systems werden versuchen, Zeit zu gewinnen. Sie wollen an der Macht bleiben. Es ist kein Zufall, dass die erste Innovation der Großen Koalition allen Ernstes in dem Plan besteht, die Legislatur-Periode auf fünf Jahre zu strecken (hier).
Mehr Panik geht nicht.
In der EU reden die politisch Verantwortlichen hinter vermeintlich verschlossenen Türen bereits vom „Untergang“ (mehr hier).
Kick the can down the road“, sagen die Angelsachsen.
„Ich selbst nehme mir vor, mehr an die frische Luft zu kommen“, sagt Angela Merkel (hier).
Man muss für 2014 kein Hellseher sein.

Les jeux sont faits, sagt der Croupier.


Wer hat uns verraten? - Proteste gegen die Regierungsangelobung
Gegen die Auflösung eines eigenen Wissenschaftsressorts durch die neue Regierung entsteht breiter Widerstand. Die Regierungsangelobung der Koalition aus SPÖ und ÖVP in der Wiener Hofburg wurde von einem gellenden Pfeifkonzert begleitet. Anschließend wurde die freie Wissenschaft von Aktivist_innen vor dem  Wissenschaftsministerium symbolisch begraben. Weitere Proteste sind geplant.
„Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten! Wer war mit dabei? Die Volkspartei!“ und „Heinzi! Tuas ned!“ - das waren heute die zwei beliebtesten Slogans der Demonstrant_innen am Ballhausplatz. Seit dem schwarz-blauen Experiment gab es keinen so großen Widerstand gegen die Angelobung einer neuen Regierung. Die Hofburg selbst war vorsorglich weitläufig abgeriegelt worden. Die lautstarken Proteste dürften in den Gehörgängen der Politiker_innen zwar angekommen sein, das Ziel der Kundgebung wurde jedoch – wenig überraschend – nicht erreicht: begleitet von einer Blasmusikkapelle wurde die neue Regierung von Bundespräsident Heinz Fischer angelobt.  
Anschließend rief die ÖH zu einer Begräbniszeremonie auf. Vor dem (ehemaligen?) Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung wurde die freie Wissenschaft in einem Sarg symbolisch zu Grabe getragen. Neben Grabkerzen und Blumenschmuck konnten sich die Trauergäste in ein überdimensionales Kondolenzbuch eintragen. Auch einige Personen, die zu diesem Zeitpunkt gerade das Wissenschaftsministerium verließen, hinterließen der freien Wissenschaft spontan eine letzte Widmung.
Ein universitärer Schulterschluss?
Ein Ende der Proteste ist damit freilich noch lange nicht zu erwarten. Bemerkenswert ist vielmehr die ungewohnte Einigkeit zwischen der Österreichischen Hochschülerschaft und den Rektor_innen. Zahlreiche Universitäten erklärten den 17. Dezember zum vorlesungsfreien Tag, um den Studierenden die Teilnahme an den geplanten Großdemonstrationen zu ermöglichen, die Universitätenkonferenz beschloss, als Zeichen des Protests für den Verlust des eigenständigen Wissenschaftsministeriums die Unis schwarz zu beflaggen. Der ehemalige Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle beklagte in einem Interview den brutalen Umgang der Politik mit der Wissenschaft, auch Christoph Badelt, der Rektor der Wirtschaftsuniversität, sparte nicht mit Kritik. Selbst die VP-nahe AktionsGemeinschaft (AG) forderte in einem offenen Brief an Wirtschafts- und Neo-Wissenschaftsminister Reinhold Mitterlehner von der ÖVP die Wiedereinrichtung eines eigenen Wissenschaftsressorts. Auch außerhalb von Universitäten und Politik formiert sich breiter Widerstand: die Facebook-Gruppe „Österreich braucht ein Wissenschaftsministerium“ erreichte innerhalb weniger Tage über 50.000 „Gefällt mir“-Angaben – eine Zahl von der die Koalitionspartner nur träumen können.
Wissenschaftsministerium: gegründet 1970 von Bruno Kreisky, aufgelöst 2013 von Werner Faymann
Es ist schwer zu sagen, ob hinter der Auflösung des Wissenschaftsministeriums ein größerer Plan steht oder ob die Umstrukturierung hauptsächlich aus den für die große Koalition typischen Machtkämpfen um unzählige Partikularinteressen verschiedener Landesgruppen und Lobbys entstanden ist. Tatsache ist jedoch, dass neben der verheerenden Symbolik auch eine reale Gefahr von dieser Fusion ausgeht. Bereits in den letzten Jahren war eine Unterordnung der Universitäten und der Wissenschaft unter Wirtschaftsinteressen klar erkennbar: sei es durch eine Verschulung der Universitäten, dem finanziellen Aushungern von Sozial- und Geisteswissenschaften, das bis zur Auflösung des systemkritischen Bachelor-Lehrgangs „Internationale Entwicklung“ reicht, oder der Benennung der neuen WU-Räumlichkeiten nach ihren Sponsoren („Red Bull Auditorium“, „Siemens-Auditorium“ etc.).  Oder, wie es die ehemalige Studierendenvertreterin und Neoabgeordnete (Die Grünen) Sigrid Maurer auf ihrem Blog ausdrückt: „Die Aufgabe der Hochschulen und der Wissenschaft liegt aber nicht in der Sicherstellung ökonomischen Wachstums. [...] Es ist aber sehr wohl Aufgabe eines dem Anspruch nach demokratischen Staates, die Rahmenbedingungen für kritische Wissenschaft zu gewährleisten.“
Das Thema ist mitnichten ein Neues. Schon die im Jahr 2009 entstandene „Uni brennt!“-Bewegung kritisierte unter dem Motto „Bildung statt Ausbildung“ die Ökonomisierung der Universitäten. Die beherrschenden Themen waren der Bologna-Prozess, Studiengebühren und der freie Hochschulzugang. Auf die Solidarität der Rektor_innen konnte die Bewegung damals nicht zählen.  Bereits im Jänner 2010 waren alle besetzten Räumlichkeiten – auch auf Anweisung der Rektor_innen – von der Polizei geräumt. 
Diesmal steht der Protest auf breiteren Beinen. Es bleibt abzuwarten, ob die Regierung den Protest, der zu einem beträchtlichen Teil auch aus den eigenen Reihen kommt, ernst nimmt oder wieder auf die altbewährte Taktik des „Aussitzens“ setzt.
Dieter Diskovic (geb. 1979) studiert Kultur- und Sozialanthropologie an der Universität Wien und engagiert sich bei der Screaming Birds Aktionsgruppe.
AutorInnen: 
Dieter Diskovic


Mittwoch, 1. Januar 2014

Faymann: 125 Jahre Sozialdemokratie - 125 Jahre für solidarisches Miteinander, Gerechtigkeit und Freiheit - http://derdreck.blogspot.co.at/

Faymann: 125 Jahre Sozialdemokratie - 125 Jahre für solidarisches Miteinander, Gerechtigkeit und Freiheit




Utl.: Rudas und Darabos - Sozialdemokratische Politik hat viel für die Menschen in Österreich erreicht

Wien (OTS/SK) - Zum Jahreswechsel 1888/1889 gelang Victor Adler im niederösterreichischen Hainfeld die Einigung zwischen den verschiedenen Strömungen der Arbeiterinnen- und Arbeiterbewegung. Dies ist die Geburtsstunde der Sozialdemokratischen Partei Österreichs. "In ihrer 125-jährigen Geschichte war die Sozialdemokratie immer die treibende Kraft, um die soziale Lage der Menschen in unserem Land zu verbessern", stellte SPÖ-Vorsitzender, Bundeskanzler Werner Faymann am Montag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst fest. "Ob der Acht-Stunden-Tag, die Arbeitnehmerinnen- und Arbeitnehmerrechte allgemein, das Karenzgeld, das einkommensabhängige Kindergeld, die Gratis-Schulbücher, die Mindestsicherung, die Ausbildungsgarantie und vieles mehr: Es war sozialdemokratische Politik, die das für die Menschen in diesem Land erreicht hat", betonten die SPÖ-Bundesgeschäftsführer Laura Rudas und Norbert Darabos.**** 

Ebenso wie bereits vor 125 Jahren, so sind auch heute noch die Grundpfeiler sozialdemokratischer Politik ein solidarisches Miteinander, Gerechtigkeit und Freiheit. "Dieses Streben nach sozialer Gerechtigkeit, Demokratie und Solidarität hat immer seine Gültigkeit behalten - seit Victor Adler haben viele Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten in der 125-jährigen Geschichte unserer Partei Großes für die Menschen in unserem Land geleistet", erklärte Faymann. 

Auch wenn sich die politischen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und sozialen Rahmenbedingungen nicht zuletzt aufgrund des Wirkens der Sozialdemokratie sehr verändert und weiterentwickelt haben - "diese elementaren Werte dienen der sozialdemokratischen Politik bis heute als Richtschnur", sagte Faymann. "Dass die Arbeitslosigkeit in Österreich nach wie vor zu den niedrigsten in Europa zählt, steht in direktem Zusammenhang mit der Schaffung richtiger Rahmenbedingungen durch sozialdemokratische Politik", erklärten Darabos und Rudas und wiesen darauf hin: "Sozialer Frieden und sozialer Ausgleich - sowohl auf nationaler als auch auf internationaler und europäischer Ebene - sind bis heute entscheidende Wegweiser unserer Politik." 

Eine klare Absage erteilte Faymann rechtspopulistischen Hetzparolen und einem Auseinanderdividieren der sozialen Gerechtigkeit. "Internationale Solidarität wurde in der sozialdemokratischen Bewegung immer groß geschrieben. Auch das ist aktueller denn je: In einer globalisierten Welt haben rechtspopulistische Hetzparolen nichts verloren. Das werden wir auch bei den bevorstehenden Europawahlen herausarbeiten", erklärte Faymann und fuhr fort: "Wir stehen zu einem gemeinsamen und solidarischen Europa, in dem alle Menschen eine Zukunft haben und die Perspektive auf ein selbstbestimmtes Leben." 

"Die Sozialdemokratie hat in ihrem 125-jährigen Bestehen immer wieder bewiesen, dass sich die Menschen auf sie verlassen können. Die Sozialdemokratie hat ihre staatspolitische Verantwortung immer mit dem Ziel wahrgenommen, das Leben für die Menschen in diesem Land zu verbessern. Das Wohl der Österreicherinnen und Österreicher hatte und hat für uns immer Vorrang - darauf sind wir stolz", betonte Faymann. 

Service: Artikel und Analysen zum 125-jährigen Jubiläum der Sozialdemokratischen Partei Österreichs finden sich auf 
www.spoe.at und www.rotbewegt.at. (Schluss) up/ps 

~ Rückfragehinweis: SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien Tel.: 01/53427-275 
http://www.spoe.at/impressum ~ 

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OTS0087 2013-12-30/13:47
 

das kann so stehen bleiben: Die Sozialdemokratie hat viel geschaffen: Rudas und Darabos. Vor allem aber eines: http://derdreck.blogspot.co.at/


Für gutes Klima: In Umwelt und Nachbarschaft

Nachbarschaftshilfe beim Energiesparen

1.1.2014
Neue Gemeindebau-Initiative von wohnpartner gemeinsam mit dem Ökosozialen Forum Wien sagt Energiefressern den Kampf an - Weitere Energiepartner gesucht!

Wien - Rund 1.200 MieterInnen engagieren sich im Rahmen einer ganzen Reihe von Aktionen und Tätigkeiten in den Städtischen Wohnhausanlagen ehrenamtlich für das Wohl ihrer Hausgemeinschaft und MitbewohnerInnen. Die neueste Ehrenamtlichen-Initiative sagt unnötigen Energiekosten den Kampf an. 

Wohnbaustadtrat Michael Ludwig freut sich darüber: "Mit den richtigen Tipps kann ein 
Haushalt mehrere hundert Euro pro Jahr sparen. Wie's geht, zeigen die ,Energiepartner von nebenan', die ihren Nachbarinnen und Nachbarn dabei helfen, Stromfresser zu vermeiden und die Geldbörsen zu schonen. Damit leisten sie auch einen wichtigen Beitrag für den Klima- und Umweltschutz." 

15 diplomierte EnergiepartnerInnen sind bereits in den Gemeindebauten im Einsatz. Eine von ihnen ist die Mietervertreterin und Energiepartnerin Elisabeth Wielach. Gemeinsam mit ihren KollegInnen, die im Rahmen des von wohnpartner und Ökosoziales Forum 
Wien initiierten Lehrgangs ausgebildet wurden, gibt sie anderen MieterInnen Tipps, wie mit einfachen Mitteln Energiekosten reduziert werden können. "Lässt man beispielsweise einen Computer im Sparmodus laufen, verbraucht er statt 120kWh nur 10kWh", erklärt die Energiepartnerin. Und: "Ein alter Eiskasten verbraucht zwischen 2.800 und 3.500kWh - ein neuer hingegen unter 2.000kWh", ergänzt Elisabeth Wielach. MieterInnen können durch einfache Maßnahmen somit einiges einsparen - Kilowattstunden genauso wie Kosten.

Individuelle Beratung - individuelle Tipps

Damit das höchste Sparpotential erreicht wird, entwickeln die EnergiepartnerInnen in individuellen Beratungen mit den BewohnerInnen ein maßgeschneidertes Konzept: "Wir klären mit den Kunden zuerst anhand eines Fragebogens Eckdaten wie die Anzahl der Personen im Haushalt ab. Dann gehen wir mit den Bewohnern durch die Wohnung und 
klären, ob irgendwo Handlungsbedarf besteht", so Wielach über den Ablauf einer Beratung. Abschließend erhalten die BewohnerInnen eine Liste mit Tipps und konkreten Vorschlägen. Sechs Monate später erfolgt ein weiteres Beratungsgespräch mit der/m EnergiepartnerIn. Dabei wird der Erfolg der gesetzten Maßnahmen besprochen.

Für gutes Klima: In Umwelt und Nachbarschaft

Doch nicht nur die Geldbörse atmet auf, auch die Umwelt profitiert von den Tipps der EnergiepartnerInnen. "Wir haben die Erde nur von unseren Kindern geborgt und müssen schaun, wie wir sie ihnen wieder zurückgeben. Es wird so viel Raubbau betrieben - viele Menschen denken gar nicht über die Auswirkungen ihres Handelns nach", erklärt die ehemalige Bank-Angestellte ihr Engagement bei "Energiepartner von nebenan". Ein weiterer Zusatznutzen: Auch das nachbarschaftliche Klima im Gemeindebau profitiert von den EnergiepartnerInnen. 

"Die Beratungsgespräche schaffen Vertrauen und Anknüpfungspunkte und stärken damit die Nachbarschaft. Die Leute kennen mich hier und sehen, mit dem kann ich reden" so Wilhelm Jamsek, langjähriger Mietervertreter im Franz-Weber-Hof und seit diesem Sommer Energiepartner mit Leidenschaft.

Werden Sie selbst EnergiepartnerIn oder buchen Sie eine Beratung!

Interessierte, die ebenfalls ihre NachbarInnen ehrenamtlich beraten wollen, können jetzt die Chance nützen und im Rahmen eines Info-Abends alles Wesentliche über die kostenlose Ausbildung zum "Energiepartner von nebenan" erfahren: Am 16. Jänner 2014, um 17.30 Uhr in der wohnpartner-Zentrale, Rondeau im 1. Stock, Taborstraße1-3, 
1020 Wien. Anmeldung bis 14. Jänner unter 01/24503-22080 oder 7lokal22@wohnpartner-wien.at. 



Wer seine Wohnung auf Stromfresser "abchecken" lassen möchte, wendet sich an das wohnpartner-Team in der Nähe ( auch zu finden unterwww.wohnpartner-wien.at) - die MitarbeiterInnen koordinieren einen Termin mit einer/m EnergiepartnerIn. Sämtliche Energiepartner-Beratungen sind kostenlos.


Man weiß gar nicht mehr auf welche Gedanken dieser StR Ludwig kommt. Da gibt es 1500 ehrenamtliche Mitarbeiter, also Spione, Zuträger, Verpetzer in den Gemeindebauten und jetzt auch noch diese  „Nachbarschaftliche Tätigkeit“ – warum nur? Um Zutritt zu den Wohnungen zu erhalten? Oder möchte der gute StR von den extrem hohen Kosten ablenken? Die Kosten für Abwasser, Müllbeseutigung sind wieder um 4,1% gestiegen und das erst nachdem die Kosten um ca. 30% 2012 gestiegen sind.