Donnerstag, 11. Juni 2026

Lueger Denkmal

Lueger nutzte meisterhaft aggressive Rhetorik und machte Juden für die wirtschaftlichen Ängste der Mittel- und Arbeiterschicht verantwortlich. Diese Strategie der „modernen Demagogie“ brachte ihm immense Popularität ein. Das antisemitische Vorbild Lueger. Lueger gründete die Christlich-Soziale Partei und führte Wahlkampf mit antisemitischen Parolen. Obwohl er persönlich mitunter Ausnahmen für einzelne Juden machte (und den Satz „Ich entscheide, wer Jude ist“ prägte), verlieh seine hasserfüllte Rhetorik dem Rassismus gesellschaftliche Legitimität. Adolf Hitler lebte während Luegers Amtszeit in Wien und schrieb in „Mein Kampf“, Lueger sei der „größte deutsche Bürgermeister aller Zeiten“. Historiker weisen darauf hin, dass Luegers Massenpropaganda als direktes Vorbild für die Taktiken der Nationalsozialisten diente. Lange Zeit wurde seine Rolle beim Aufbau der Stadt stärker betont als sein Antisemitismus. Im 21. Jahrhundert hat Wien jedoch begonnen, sein Erbe kritisch neu zu bewerten, unter anderem durch die Entfernung einiger seiner öffentlichen Denkmäler.

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